Babettes Praxis-Blog : Monatsarchiv für August 2009

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Das Anheben des Rückens

Nachdem wir uns letzte Woche mit dem hinteren Ende der Wirbelsäule befasst haben, kümmern wir uns dieses Mal um die Körpermitte Ihres Pferdes. Mit der folgenden Übung möchten wir erreichen, dass unser Pferd erst den Widerrist anhebt und dann seine Brust -und Lendenwirbelsäule aufwölbt. Diese Übung können Sie sowohl vor als auch nach der Arbeit durchführen.

Und so geht es

Zunächst möchten wir den Widerrist des Pferdes anheben. Hebt das Pferd den Widerrist an, öffnen sich die Dornfortsätze des Widerristes, d.h., sie gehen weiter auseinander. Nur ein Pferd, welches den Widerrist anheben kann, ist in der Lage, ein korrektes Vorwärts-Abwärts zu gehen und später, eine ehrliche Aufrichtung zu gelangen.Durch diese Übung können Sie also gut überprüfen, ob Ihr Pferd diesen Bereich überhaupt aufwölben kann und Sie können damit die Beweglichkeit der Wirbelsäule fördern.

Stellen Sie sich auf Schulterhöhe Ihres Pferdes auf. Gehen Sie leicht in die Knie. Legen Sie beide Hände unter den Bauch des Pferdes. Eine Hand befindet sich vor den Vorderbeinen, die andere direkt dahinter.

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Streichen Sie Ihr Pferd diesen Bereich mit den Händen ab. Beobachten Sie dabei die Reaktion Ihres Pferdes. Genießt es die Berührung oder zeigt es „Kitzeligkeit“? Droht es vielleicht sogar?
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25. August 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 12 Kommentare »

Was man alles mit dem Schweif anstellen kann…

…und damit meine ich nicht waschen, verlesen und frisieren. ;-)

Der Schweif und seine Haltung verraten viel über die Losgelassenheit und Stimmung des Pferdes. Wenn Sie verschiedene Schweife verschiedener Pferde angeschaut und erfühlt haben, werden Sie merken, wie unterschiedlich die Grundspannung von Schweifen sein kann. Ein Pferd mit Verspannungen in diesem Bereich, wird den Schweif wahrscheinlich auch während der Arbeit nicht locker pendeln lassen. Und ein Schweif, der bei der Arbeit wild hin und her peitscht, deutet auf großes Unbehagen, Verspannungen oder auf viele Fliegen oder Bremsen hin.

Der Schweif des Pferdes ist die Verlängerung der Wirbelsäule. Deshalb hat jede Mobilisationen am Schweif auch eine Wirkung auf die Wirbelsäule. Ich stelle Ihnen hier einige Übungen vor, mit denen Sie Ihrem Pferd etwas Gutes tun können.

Sicherheitshinweis: Ich setzte für die Übung voraus, dass Ihr Pferd nicht ausschlägt und Sie sich gefahrlos auch von hinten Ihrem Pferd nähern können. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie die Übungen erst durchführen, wenn Ihr Pferd Sie auch an der Hinterhand gelassen gewähren lässt.

Übung 1: Gewicht in den Schweif legen

Durch diese Übung werden die kleinen Muskeln, die direkt an der Wirbelsäule liegen, gedehnt. Das kann Verspannungen lösen.

Stellen Sie sich direkt hinter Ihr Pferd.

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Fassen Sie mit beiden Händen die Schweifrübe Ihres Pferdes und zwar nah am Schweifansatz.

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18. August 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 5 Kommentare »

Die Dehnung in die Tiefe

Im letzten Blogbeitrag habe ich Ihnen eine Dehnübung für die seitliche Längsbiegung gezeigt. Heute soll es nun in die Tiefe gehen.
Bitte beachten Sie auch hier wieder meine Einleitung zum Thema Dehnübungen, gehen Sie also immer sanft vor und erzwingen Sie keine Dehnung per Gewalt.

So wirkt die Übung

Bei dieser Übung werden die Streckmuskeln der ganzen Wirbelsäule gedehnt. Deshalb ist diese Übung zum einen insbesondere für Pferde wertvoll, die sich schlecht loslassen können, und zum anderen stellt sie eine wichtige Vorübung für die zirzensischen Lektionen Verbeugung und Kompliment dar.

Bei dieser Übung beginnen wir mit der Dehnung des Genicks, gehen über die Dehnung der oberen Halsmuskulatur, um anschließend das Pferd bis in den Rücken hinein zu dehnen.

Und so geht’s

Als erstes steht das Dehnen der Genickmuskulatur auf dem Programm. Dafür stellen Sie sich mit Futter in den Händen vor Ihr Pferd. Locken Sie mit Ihren Händen das Pferd in eine hoch aufgerichtete Kopfhaltung. Dann versuchen Sie in dieser Aufrichtung, das Pferd so im Genick zu öffnen, das die Nase des Pferdes immer kurz vor der Senkrechten und nie dahinter ist.

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Viele Pferde werden bei den ersten Versuchen rückwärts ausweichen. Wenn das der Fall ist, stellen Sie Ihr Pferd einfach mit dem Hintern an der Bande auf.
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11. August 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 5 Kommentare »

Die Möhrchenübung

In der letzten Woche bin ich ausführlich auf den Sinn und Nutzen von Dehnungsübungen eingegangen und darauf, was es dabei zu beachten gibt. Nun möchte ich Ihnen eine praktische Übung vorstellen. Bekannt ist sie unter der Bezeichnung “Möhrchenübung”.

Bitte beachten Sie bei der Ausführung das, was ich letzte Woche zu den Dehnübungen gesagt habe, gehen Sie immer sanft vor und gehen Sie nie über Widerstände beim Pferd hinweg.

Sinn der Übung

Die Möhrchenübung soll die seitliche Biegefähigkeit des Pferdes erhöhen. Das Pferd soll am Ende mit seiner Nase bis zur Kruppe rum kommen. Es werden damit also die Muskeln am Hals und Rücken gedehnt, die für die Längsbiegung zuständig sind.

So nicht!

Oftmals sehe ich hier folgende Durchführung: Der Mensch stellt sich auf Kruppenhöhe seines Pferdes und hält seinem Pferd ein Leckerchen seitlich hin. Das Pferd schnellt mit seinem Hals herum, schnappt sich das Leckerchen und stellt sich wieder gerade hin.

Wird diese Übung so ausgeführt, ist sie uneffektiv und kann sogar schädlich sein.

Sondern so!

In guter Manier ausgeführt soll das Pferd

  • die seitliche Biegung langsam aufbauen,
  • bis an seine maximale Dehnfähigkeit gehen,
  • in dieser Position mindestens 20 Sekunden verweilen,
  • dann, wenn möglich, noch 1-2 Zentimeter mehr in die Dehnung gehen und
  • dann langsam wieder in seine Ursprungsposition zurück finden.

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4. August 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 3 Kommentare »