Babettes Praxis-Blog
Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.
Und noch eine Übung für eine mitschwingende Mittelpositur beim Aussitzen
Auch für diese Übung lassen Sie sich bitte wieder an die Longe nehmen. Die Steigbügel schnallen Sie ein bis zwei Löcher kürzer als normal. Nachdem Sie sich wieder schön aufgewärmt und gelockert haben, soll Ihr Pferd in einem ruhigen Tempo traben.
Gehen Sie nun in einen leichten Entlastungssitz, den Oberkörper etwas vorgeneigt. Passen Sie dabei bitte auf, dass Sie mit dem Po nicht zu hoch kommen. Das Schambein behält leichten Kontakt zum Sattel.
Versuchen Sie, Ihren Körper in dieser Haltung ins Mitschwingen zu bringen und spüren Sie bewusst in Ihren Körper:
- Lassen Ihre Fußgelenke die Bewegungen durch, d.h., merken Sie, dass Ihre Ferse bei jedem Trabtritt runterfedert?
- Lassen Ihre Kniegelenke die Bewegung ebenfalls durch, d.h., öffnet und schließt sich Ihr Knie jeden Tritt ein wenig?
- Versuchen Sie Ihren Muskeln am Oberschenkel, Gesäß und Bauch ganz locker zu lassen. Alles darf „wackeln“ – tut es das?
- Achten Sie darauf ruhig und gleichmäßig zu atmen.
- Lassen Sie die Schultern bewusst locker.
- Schauen Sie mit weichen, freien Blick nach vorne.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie im Entlastungssitz gut mitschwingen, lassen Sie sich langsam in den Belastungssitz runterrollen, in dem Sie das Becken abkippen – aber ohne dass dabei einer der oben genannten Punkte verloren gehen darf.
Wiederholen Sie den Wechsel zwischen Ent- und Belastungssitz einige Male.
Entscheidend ist, dass Sie sich das Mitschwingen der Mittelpositur im Entlastungssitz erarbeiten und dieses Mitschwingen dann in den Belastungssitz mit hinübernehmen.
Ich freu mich auf Ihre Erfahrungsberichte mit dieser Übung.
5. Februar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Aus dem Reitunterricht • 3 Kommentare »
Die Basis ist gutes Laufen - der Longenkurs
Suchen Sie nach einem Weg, Ihr Pferd so zu arbeiten, dass es lernt, mit aktiver Hinterhand und aufgewölbtem Rücken in guter Stellung und Biegung zu laufen? Möchten Sie so longieren, dass Sie von dem Ergebnis auch unter dem Sattel profitieren? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Longenkurs oder in unser Video dazu.
Von christina
• 5. Februar 2009
Hallo Babette,
bei meiner Reitlehrerin machen wir das in jeder Stunde, bevor wir anfangen auszusitzen.
Wir gehen dafür aber in den leichten Sitz, meinst du das mit dem leichten Entlastungssitz? Oder ist das das mittelding zwischen Aussitzen und leichter sitz?
Mir hilft dabei das Bild gut bei dem ein Luftpolster zwischen dem Sattel und meinen Knien ist, damit ich mich nicht in den Knien fest mache, das auch verwendete Seifenschmiere-Bild funktioniert bei mir nicht wirklich.
Wir greifen dann auch oft noch mit den Händen auf die Schultern des Pferdes und laufen mit unseren Schultern mit den Schultern des Pferdes mit.
Mir hilfts auch gut, mir vorzustellen, dass ich neben dem Pferd im Gleichschritt einherlaufe, während ich im leichten Sitz bin.
Dann schieben wir uns ganz langsam in den Sattel, indem wir die Knie nach vorne abwärts sinken lassen und so automatisch in den sattel kommen und dann nach hinten hineinrollen.
Kann dir nur Recht geben: Das hilft total gut als Vorbereitung fürs Aussitzen und mann wird super locker und geschmeidig.
vor allem fürs Pferd ist es auch angenehmer als ein steifer Reiter am Rücken, der erst locker geschüttelt werden muss
Liebe Grüße
christina
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Hallo Christina,
ja, ich meine den leichten Sitz. Und vielen Dank für die guten Anregungen, auch an Deine Reitlehrerin unbekannterweise
,
liebe Grüße,
Babette
Von Manuela
• 9. Februar 2009
Hallo Babette!
Ich wünschte, ich hätte so eine Reitlehrerin wie Dich in meiner Nähe. Du erklärst alles so anschaulich, und ich schaffe es tatsächlich, Deine Erklärungen umzusetzen. Mein Pferd wird locker und weich unter mir, schnaubt ab und konzentriert sich – es gefällt ihm wenn ich “mit `ner kleinen Babette im Ohr” in den Sattel steige. 
Ich habe seit 30 Jahren Probleme mit dem Aussitzen – ich bin jetzt 38 Jahre alt. Kaum vorstellbar, oder?!? Ist aber traurige Wahrheit. Als Kind ist kein Reitlehrer auf uns eingegangen, runtergefallen bin ich meistens beim Aussitzen, weil ich mich einfach festgeklammert habe. Und auch heute sind meine letzten 3 Reitlehrer der Meinung gewesen – Aussitzen lernt man nur durch Aussitzen – von Lockerungsübungen und Visualisierung hatten die noch nix gehört, und dass man das evtl. Schritt für Schritt angehen sollte…
Das Resultat ist, dass ich schon Magendrücken und Angst bekomme, wenn ich nur von meiner Reitlehrerin höre: “So, und dann mal die Bügel überschlagen.” Ich klammere, das Pferd rennt unter mir weg, gebremst wird dann mit den Zügeln. Ein Trauerspiel…
Seit 3 Monaten bin ich nun ohne Reitlehrer – reite “nur” mit Deinen unbezahlbaren Tipps und den beiden Büchern von Sally Swift. Ich kann mittlerweile schon eine ganze Bahn locker aussitzen – mit einem Lächeln im Gesicht. Wenn ich verkrampfe, trabe ich einfach leicht (natürlich schlage ich dann auch die Bügel nicht über…). Ich habe keine Turnier-Ambitionen, und mir ist das auch nicht peinlich mich hier zu outen. Ich denke, viele Reiter – gerade in meinem Alter – haben genau dieses Problem, und wenn man sich auf den Turnierplätzen so umschaut, ist es bei den Kindern oft auch nicht besser. Ein einziger Krampf…
Ich gebe mich jedenfalls jetzt nicht mehr mit Mittelmaß zufrieden, sondern suche so lange, bis ich endlich einen Reitlehrer gefunden habe, der meinen Sitz und die Harmonie zwischen Mensch und Pferd in den Vordergrund stellt. Ich denke, ihr wisst gar nicht, WIE wichtig eure Seite für viele Reiter ist – noch wichtiger aber für ihre Pferde, die endlich den Rücken frei bekommen.
So – das musste mal raus, weil ich einfach so dankbar bin. Ja, es geht auch anders!
Ganz, ganz lieben Gruß,
Manuela.
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Liebe Manuela,
oje, das hört sich nach einem echten, reiterlichen Leidensweg an…
Und ich freue mich sehr, wenn meine Blogs Dir etwas helfen und ich bin sehr gerne Deine “Frau im Ohr”
,
alles Liebe und vielen Dank für diesen Kommentar,
Babette
Von no815girl
• 29. Mai 2009
Hallo Babette
Nachdem ich jetzt einige deiner Beiträge gelesen habe, werde ich mir wohl deinen Longenkurs zulegen, gleich nach dem Kauf meines Pferdes 
Du beschreibst das alles super gut und ich erkenne ganz viel, was meine Reitlehrerin mit mir und den Pferden macht, darin. Ich habe eine tolle Reitlehrerin, was? 
Leider hat die arme meist nicht sehr viel Zeit (3 Pferde, Familie, Job, Reitstunden geben…), sonst würde ich wohl jeden Tag Reitstunden nehmen. Wenn ich dann aber endlich ein Pferd mein Eigen nennen darf, werde ich mich wohl mehr mit ihm beschäftigen, als einmal pro Woche und weil ich dann nicht immer auf meine RL zurückgreifen kann, muss dann wohl dein Buch herhalten 
Ich würde es zwar jetzt schon kaufen wollen, aber ich glaube, ich wäre wohl frustriert, wenn ich so tolle Tipps lese und sie wegen mangelndem Pferd dann nicht gleich umsetzten kann.
Aber in deinem Blog (und dem von Tania) stehen auch schon ganz viele interessante Sachen, damit werde ich mich wohl die nächste Zeit beschäftigen 
Schöne Grüsse aus der Schweiz von Tanja
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Hallo Tanja,
vielen Dank für Dein liebes Lob!

Und viel Erfolg bei der Suche nach “Deinem” Pferd!
Liebe Grüße,
Babette
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