Babettes Praxis-Blog

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Das Englischtraben

Wussten Sie schon, dass es neben dem Leichttraben auch noch das so genannte “Englischtraben” gibt?

Beim Leichttraben steht der Reiter entlastend aus dem Sattel auf, während das innere Hinterbein des Pferdes vorschwingt und treibt mit dem inneren Schenkel (siehe Beitrag Das Timing der Schenkelhilfen). Dadurch wird es diesem Bein möglich, weit vorzufußen.

Das Englischtraben ist eine Variante des Leichttrabens, bei der der Reiter auf dem inneren Hinterbein einsitzt.

Wenn der Reiter englisch trabt, führt das zur schnelleren Anspannung der Kruppenmuskulatur. Das ist hilfreich, wenn man ein Pferd im Trab mehr versammeln möchte (Leichttraben im Schulterherein, während einer Piaffe oder Passage). Auch um Taktunregelmäßigkeiten im Trab zu korrigieren, lohnt sich der Versuch, diese Unregelmäßigkeit durch das Wechseln ins Englischtraben positiv zu beeinflussen.

Probieren Sie einfach einmal folgende Übungen aus:

  • Reiten Sie Tempiveränderungen im Trab. Während Sie zulegen, traben Sie leicht. Während Sie das Tempo einfangen, traben Sie englisch.
  • Wechseln Sie jeden Tritt zwischen Leichtraben und Englischtraben. Sagen Sie sich selbst den Rhythmus vor: „Hoch, Hoch, Sit-zen, Hoch, Hoch, Sit-zen…“
  • Achten Sie im Gelände darauf, während des Leichttrabens immer wieder den Fuß zu wechseln.

Extra-Tipp: Haben Sie Probleme Ihr Pferd aus dem Leichttraben heraus anzugaloppieren? Dann versuchen Sie es doch mal, vor dem Angaloppieren englisch zu traben.

26. August 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Aus dem Reitunterricht 2 Kommentare »

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2 Reaktionen zu “Das Englischtraben”

 

Von Almut • 26. August 2008

Liebe Babette,
was bin ich schon schief angeguckt worden, wenn ich Schulterherein im Leichttraben geritten bin… da ging mir das doch runter wie Öl :-)
Habe heute gleich mal diese Variante probiert, allerdings keinen sehr großen Unterschied zum “normalen” Leichttraben gemerkt – müsste ich das?
Beste Grüsse, Almut
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Liebe Almut,
:-)
Nein, “nomalerweise” solltest Du keinen Unterschied spüren. Es ist eher ein Werkzeug um “Mängel” auszugleichen. Wenn sich ein Pferd z.B. in der Traversale nicht genügend versammelt, kann man das durch englisch traben korrigieren. Fehlt es eher an Seitwärtsbewegung, wird “normal” Leichtgetrabt. Wenn Du mehr darüber lesen möchtest, Horst Becker beschreibt es sehr gut in seinem Buch: Das athletische Pferd,
liebe Grüße, Babette

 

Von Therese • 26. August 2008

Wenn ich das richtig verstanden habe, bleiben die Schenkelhilfen aber wie gehabt, oder?
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Liebe Therese,
jepp, das bleibt wie gehabt,
liebe Grüße, Babette

 

 

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