Das Englischtraben
Wussten Sie schon, dass es neben dem Leichttraben auch noch das so genannte “Englischtraben” gibt?
Beim Leichttraben steht der Reiter entlastend aus dem Sattel auf, während das innere Hinterbein des Pferdes vorschwingt und treibt mit dem inneren Schenkel (siehe Beitrag Das Timing der Schenkelhilfen). Dadurch wird es diesem Bein möglich, weit vorzufußen.
Das Englischtraben ist eine Variante des Leichttrabens, bei der der Reiter auf dem inneren Hinterbein einsitzt.
Wenn der Reiter englisch trabt, führt das zur schnelleren Anspannung der Kruppenmuskulatur. Das ist hilfreich, wenn man ein Pferd im Trab mehr versammeln möchte (Leichttraben im Schulterherein, während einer Piaffe oder Passage). Auch um Taktunregelmäßigkeiten im Trab zu korrigieren, lohnt sich der Versuch, diese Unregelmäßigkeit durch das Wechseln ins Englischtraben positiv zu beeinflussen.
Probieren Sie einfach einmal folgende Übungen aus:
- Reiten Sie Tempiveränderungen im Trab. Während Sie zulegen, traben Sie leicht. Während Sie das Tempo einfangen, traben Sie englisch.
- Wechseln Sie jeden Tritt zwischen Leichtraben und Englischtraben. Sagen Sie sich selbst den Rhythmus vor: „Hoch, Hoch, Sit-zen, Hoch, Hoch, Sit-zen…“
- Achten Sie im Gelände darauf, während des Leichttrabens immer wieder den Fuß zu wechseln.
Extra-Tipp: Haben Sie Probleme Ihr Pferd aus dem Leichttraben heraus anzugaloppieren? Dann versuchen Sie es doch mal, vor dem Angaloppieren englisch zu traben.
26. August 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Aus dem Reitunterricht • 2 Kommentare »

