<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Gebissloses Reiten &#8211; eine Alternative?</title>
	<atom:link href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/</link>
	<description>Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Sep 2010 06:38:09 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Silke Herbers</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-3143</link>
		<dc:creator>Silke Herbers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 23:11:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-3143</guid>
		<description>Hallo!Ich reite meinen 20jährigen Traberwallach seit letzten Winter nur noch im Gelände mit Sidepull.Die Rope ist mit Lammfell gepolstert.Wir haben wohl auch für ihn ein schönes Snaffle-Bit with Shanks,doch nutze ich dieses nur bei schönem Wetter und gern sonntags nur zum &quot;Showreiten&quot;,da das Kopfstück sehr schick aussieht.Wir fühlen uns mit Sidepull sehr wohl.Und wenn mein Hotti wieder seinen &quot;Renntag&quot;hat, und er sich wie 3 fühlt und nur noch traben will,ja dann hält ihn auch kein Gebiss :-)Ist auch immer lustig,wie einen die eingefahrenen Gebissreiter mit am besten noch Hilfszügeln angucken wenn man im schnellen Trab uf nem Feld daherprescht und das Pferd in diesem Tempo kontrollierbar ist,auch ohne das Metall und Schlaufis und wie das Zeug alle heisst.Er hat auf der Trabrennbahn genug durchgemacht,jetzt kann er ruhig ohne Gebiss im Gelände laufen am langen Zügel(bin Westernfreizeitreiterin).Longiert wird er seit fast 4Wochen auch gebisslos nachdem ich euren Longenkurs gekauft habe,wonach wir fleissig abeiten und auch schon schön Muckis bekommen und spurig laufen.Wie gesagt,unser schönes Kopfstück mi Gebiss wird nur noch ab und an benutzt,da es schick aussieht,ansonsten nur mit Sidepull,da er sich deutlich besser daamit fühlt.
Liebe Grüsse Silke
PS:Super Seite,wende vieles von euch an,ihr sei wirklich super spitze!!!
_______________________________________________________
&lt;em&gt;Vielen Dank und weiterhin viel Spaß bei uns und mit dem LK :-) !
Lieben Gruß,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo!Ich reite meinen 20jährigen Traberwallach seit letzten Winter nur noch im Gelände mit Sidepull.Die Rope ist mit Lammfell gepolstert.Wir haben wohl auch für ihn ein schönes Snaffle-Bit with Shanks,doch nutze ich dieses nur bei schönem Wetter und gern sonntags nur zum &#8220;Showreiten&#8221;,da das Kopfstück sehr schick aussieht.Wir fühlen uns mit Sidepull sehr wohl.Und wenn mein Hotti wieder seinen &#8220;Renntag&#8221;hat, und er sich wie 3 fühlt und nur noch traben will,ja dann hält ihn auch kein Gebiss <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> Ist auch immer lustig,wie einen die eingefahrenen Gebissreiter mit am besten noch Hilfszügeln angucken wenn man im schnellen Trab uf nem Feld daherprescht und das Pferd in diesem Tempo kontrollierbar ist,auch ohne das Metall und Schlaufis und wie das Zeug alle heisst.Er hat auf der Trabrennbahn genug durchgemacht,jetzt kann er ruhig ohne Gebiss im Gelände laufen am langen Zügel(bin Westernfreizeitreiterin).Longiert wird er seit fast 4Wochen auch gebisslos nachdem ich euren Longenkurs gekauft habe,wonach wir fleissig abeiten und auch schon schön Muckis bekommen und spurig laufen.Wie gesagt,unser schönes Kopfstück mi Gebiss wird nur noch ab und an benutzt,da es schick aussieht,ansonsten nur mit Sidepull,da er sich deutlich besser daamit fühlt.<br />
Liebe Grüsse Silke<br />
PS:Super Seite,wende vieles von euch an,ihr sei wirklich super spitze!!!<br />
_______________________________________________________<br />
<em>Vielen Dank und weiterhin viel Spaß bei uns und mit dem LK <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  !<br />
Lieben Gruß,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tess</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-2236</link>
		<dc:creator>Tess</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2009 11:29:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-2236</guid>
		<description>Hallo :)

Es ist toll zu lesen, dass es auch noch andere Reitlehrer/Ausbilder gibt, die gebisslos arbeiten :)
Ich habe zur Zeit eine Tinkerstute in Beritt, die bei Ihren Vorbesitzern ein schweres Trauma erlitten hat. Sobald sie ein Gebiss im Maul hatte ging gar nichts mehr. Also schlug ich der neuen Besitzerin vor es mal mit einem Sidepull (gut gepolstert) bei ihr zu versuchen und wir erzielen gut Erfolge damit. Nur wenn wir am Headset arbeiten (Selbstahltung und Nachgiebigkeit beim Westernpferd) dann nehme ich hin und wieder nochmal ein Snaffle zur Hilfe. Die Besitzerin ist von den Erfolgen so begeistert, dass sie glatt von der letzten Messe ein top Sidepull mit weichem Ledernasenband für ihre zweite Stute mitgebracht hat - und die nimmt das auch supe an.
Mit dem Stellen hatte ich beim Sidepull noch nie Probleme, jedenfalls keine, die ich mit Gebiss nicht auch gehabt hätte...

LG,
Tess

P.S: Ich hab den Blog mal gleich geadded :)
____________________________________________________________
&lt;em&gt;Schööön!!!
:-D
Liebe Grüße,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es ist toll zu lesen, dass es auch noch andere Reitlehrer/Ausbilder gibt, die gebisslos arbeiten <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Ich habe zur Zeit eine Tinkerstute in Beritt, die bei Ihren Vorbesitzern ein schweres Trauma erlitten hat. Sobald sie ein Gebiss im Maul hatte ging gar nichts mehr. Also schlug ich der neuen Besitzerin vor es mal mit einem Sidepull (gut gepolstert) bei ihr zu versuchen und wir erzielen gut Erfolge damit. Nur wenn wir am Headset arbeiten (Selbstahltung und Nachgiebigkeit beim Westernpferd) dann nehme ich hin und wieder nochmal ein Snaffle zur Hilfe. Die Besitzerin ist von den Erfolgen so begeistert, dass sie glatt von der letzten Messe ein top Sidepull mit weichem Ledernasenband für ihre zweite Stute mitgebracht hat &#8211; und die nimmt das auch supe an.<br />
Mit dem Stellen hatte ich beim Sidepull noch nie Probleme, jedenfalls keine, die ich mit Gebiss nicht auch gehabt hätte&#8230;</p>
<p>LG,<br />
Tess</p>
<p>P.S: Ich hab den Blog mal gleich geadded <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
____________________________________________________________<br />
<em>Schööön!!!<br />
 <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /><br />
Liebe Grüße,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Anja</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-2030</link>
		<dc:creator>Anja</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 08:03:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-2030</guid>
		<description>Hallo zusammen,
auch ich bin auch der Suche nach einer gebisslosen Zäumung für meine kleine Scheckpony-Stute. Dabei bin ich auch auf das Bitles Bridle gestoßen, was man 14Tage testen kann. Was sollte ich denn in den 14Tagen besonders übern und probieren? Erstmal an der Hand sicherlich und dann auf dem Platz, bevors ins Gelände geht.
Habt ihr ein paar Tipps für mich?
Vielen Dank im Voraus.
Anja
_____________________________________________________
&lt;em&gt;Hallo Anja,
auf jeden Fall solltest Du Dich in einem abgegrenzten Raum sehr sicher fühlen, bevor Du ins Gelände gehst.
Ansonsten versuche alles zu reiten, was Du sonst auch reitest. Läßt sich Dein Pferd gut parieren, stellen und biegen? Legt sich Dein Pferd auf den Zaum?
Liebe Grüße und viel Erfolg,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen,<br />
auch ich bin auch der Suche nach einer gebisslosen Zäumung für meine kleine Scheckpony-Stute. Dabei bin ich auch auf das Bitles Bridle gestoßen, was man 14Tage testen kann. Was sollte ich denn in den 14Tagen besonders übern und probieren? Erstmal an der Hand sicherlich und dann auf dem Platz, bevors ins Gelände geht.<br />
Habt ihr ein paar Tipps für mich?<br />
Vielen Dank im Voraus.<br />
Anja<br />
_____________________________________________________<br />
<em>Hallo Anja,<br />
auf jeden Fall solltest Du Dich in einem abgegrenzten Raum sehr sicher fühlen, bevor Du ins Gelände gehst.<br />
Ansonsten versuche alles zu reiten, was Du sonst auch reitest. Läßt sich Dein Pferd gut parieren, stellen und biegen? Legt sich Dein Pferd auf den Zaum?<br />
Liebe Grüße und viel Erfolg,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Josefine</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-2009</link>
		<dc:creator>Josefine</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 20:42:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-2009</guid>
		<description>Hallo liebe Leserinnen,
ich bin gerade zufällig in diesen Beitrag gestolpert, weil ich bei google &quot;Gebisslos Problem&quot; eingegeben habe.
Vielleicht hat jemand von den fachkundigen Leuten eine Idee ;-) :
Ich habe ein Pflegepferd, komme leider nur 1 Mal die Woche wegen Zeit und Geld zum reiten, mache aber auch noch Bodenarbeit. Sie geht sehr gut und auch rund mit Gebiss, ist sensibel und lauffreudig. Im Winter habe ich mich zum Thema gebissloses Reiten informiert und bin bei BB hängengeblieben. Da das Pony auch mit Halfter gut läuft (zwar nicht rund, aber auch nicht giraffig), habe ich so eine Zäumung bestellt. Die ersten Stunden waren nicht gut, da sie viel mit dem Kopf geschlagen hat, bisschen Anlehnung, bei Zirkel im Gallop nur Außenstellung (ist auch mit Gebiss ein Problem bei ihr) und sobald der innere Zügel mehr aufgenommen wurde sofort wieder in den Trab gefallen. Ich denke, ich habe sie überfordert.
Also, alles mit mehr Ruhe gemacht, erst am ENde einer Reiteinheit gallopiert und dann wurde es auch besser.
Letztens war ich in der Reithalle (Platz ist ja zugeeist, aber Reithalle macht ihr generell Angst, viel Außenstellung...) schon beim Richtungswechsel im Gallop.

So, seit einigen Reitstunden folgendes Problem: dass sie immer am Anfang mit dem Kopf auf und ab schlägt und oft versucht da lang zu gehen wo sie möchte, ist ok, kenn ich (sie wird ja sonst auch mit Gebiss geritten) und das gibt sich wieder. Jetzt sind wir so weit, dass sie mit unter anfängt zu bocken, Angallopieren klappte gar nicht mehr, weil sie sobald Gallophilfe kommt (oder ich nur daran denke), und dabei ist es egal wie kurz oder lang die Zügel sind, der Kopf hoch und runter geht, sie nahezu stehen bleibt, bis hin zum buckeln, Gerte würde auch nur Buckeln produzieren. Dann kommt Protestverhalten, dass sie entweder stehen bleibt, nur in Außenstellung geht, uns sobald ich sie nach innen stelle, geht der Kopf wieder auf und ab. Sie wird immer ungehaltener.
Mit Gebiss, mag sie es auch nicht am Zügel rumgezogen zu werden. Deshalb hab ich von Anfang an drauf geachtet, viel mit Schenkel und Gewicht und ohne viel Hand zu reiten. Das mach ich natürlich jetzt auch. Nur eben ohne Erfolg. 
Komischerweise schnaubt sie viel, geht zwar nicht wirklich in Anlehnung (aber das ist in der Halle bei ihr eh schwierig, wenn kein anderes Pferd da ist) aber auch nicht wie eine Giraffe. Ich bin mir auch sicher, dass der Sattel als Problem ausgeschlossen werden kann.

Tja..was mir noch aufgefallen ist, dass sie, wenn ich sie in der Halle frei laufen lasse, sie beim Angallopieren auch son ähnliches Verhalten zeigt, also Kopf runter bzw. hoch runter oder seitwärts schlagen, manchmal kleiner Buckler und fast nur AUßenstellung.
Aber mit Gebiss gab es unter dem Reiter definitiv solche Probleme nicht.

Tja...hat jemand eine Idee, was man bei sowas am besten tut?
Ich freue mich auf jeden Fall auf Tipps oder Kommentare.
Freundliche Grüße
Fine
_________________________________________________________
&lt;em&gt;Hallo Fine,
wie immer ist es aus der Ferne kaum möglich gezielt was zu sagen...
Aber so wie Du die Reaktion Deines Pflegepferdes beschreibst, kann ich mir kaum vorstellen, dass der Grund für ihr Verhalten an der gebisslosen Zäumung liegt. Wenn doch, müsste sie schon ein gravierendes Problem mit der Einwirkung auf der Nase haben (Entzündung, Verletzung o.ä.).
Für mich hört es sich eher an, als wenn das Pferd ein generelles Problem hat (Blockade, Muskelverspannung, Zahnproblem und was noch alles in Frage kommt). Hier müsstet ihr ganz gezielt Ursachenforschung und Beseitigung betreiben. Hast Du sie denn jetzt mal wieder mit Gebiss geritten? Sind die Probleme dann wieder weniger oder gar nicht vorhanden?
Was hälst Du davon in unser &lt;a href=&quot;http://wege-zum-pferd.de/forum/index.php&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Forum&lt;/a&gt; zu kommen und dort Deinen Fall zu beschreiben. Dort können wir viel besser kommunizieren und es werden bestimmt noch viele andere Teilnehmer bei uns hilfreiche Ideen einbringen.

Liebe Grüße,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo liebe Leserinnen,<br />
ich bin gerade zufällig in diesen Beitrag gestolpert, weil ich bei google &#8220;Gebisslos Problem&#8221; eingegeben habe.<br />
Vielleicht hat jemand von den fachkundigen Leuten eine Idee <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  :<br />
Ich habe ein Pflegepferd, komme leider nur 1 Mal die Woche wegen Zeit und Geld zum reiten, mache aber auch noch Bodenarbeit. Sie geht sehr gut und auch rund mit Gebiss, ist sensibel und lauffreudig. Im Winter habe ich mich zum Thema gebissloses Reiten informiert und bin bei BB hängengeblieben. Da das Pony auch mit Halfter gut läuft (zwar nicht rund, aber auch nicht giraffig), habe ich so eine Zäumung bestellt. Die ersten Stunden waren nicht gut, da sie viel mit dem Kopf geschlagen hat, bisschen Anlehnung, bei Zirkel im Gallop nur Außenstellung (ist auch mit Gebiss ein Problem bei ihr) und sobald der innere Zügel mehr aufgenommen wurde sofort wieder in den Trab gefallen. Ich denke, ich habe sie überfordert.<br />
Also, alles mit mehr Ruhe gemacht, erst am ENde einer Reiteinheit gallopiert und dann wurde es auch besser.<br />
Letztens war ich in der Reithalle (Platz ist ja zugeeist, aber Reithalle macht ihr generell Angst, viel Außenstellung&#8230;) schon beim Richtungswechsel im Gallop.</p>
<p>So, seit einigen Reitstunden folgendes Problem: dass sie immer am Anfang mit dem Kopf auf und ab schlägt und oft versucht da lang zu gehen wo sie möchte, ist ok, kenn ich (sie wird ja sonst auch mit Gebiss geritten) und das gibt sich wieder. Jetzt sind wir so weit, dass sie mit unter anfängt zu bocken, Angallopieren klappte gar nicht mehr, weil sie sobald Gallophilfe kommt (oder ich nur daran denke), und dabei ist es egal wie kurz oder lang die Zügel sind, der Kopf hoch und runter geht, sie nahezu stehen bleibt, bis hin zum buckeln, Gerte würde auch nur Buckeln produzieren. Dann kommt Protestverhalten, dass sie entweder stehen bleibt, nur in Außenstellung geht, uns sobald ich sie nach innen stelle, geht der Kopf wieder auf und ab. Sie wird immer ungehaltener.<br />
Mit Gebiss, mag sie es auch nicht am Zügel rumgezogen zu werden. Deshalb hab ich von Anfang an drauf geachtet, viel mit Schenkel und Gewicht und ohne viel Hand zu reiten. Das mach ich natürlich jetzt auch. Nur eben ohne Erfolg.<br />
Komischerweise schnaubt sie viel, geht zwar nicht wirklich in Anlehnung (aber das ist in der Halle bei ihr eh schwierig, wenn kein anderes Pferd da ist) aber auch nicht wie eine Giraffe. Ich bin mir auch sicher, dass der Sattel als Problem ausgeschlossen werden kann.</p>
<p>Tja..was mir noch aufgefallen ist, dass sie, wenn ich sie in der Halle frei laufen lasse, sie beim Angallopieren auch son ähnliches Verhalten zeigt, also Kopf runter bzw. hoch runter oder seitwärts schlagen, manchmal kleiner Buckler und fast nur AUßenstellung.<br />
Aber mit Gebiss gab es unter dem Reiter definitiv solche Probleme nicht.</p>
<p>Tja&#8230;hat jemand eine Idee, was man bei sowas am besten tut?<br />
Ich freue mich auf jeden Fall auf Tipps oder Kommentare.<br />
Freundliche Grüße<br />
Fine<br />
_________________________________________________________<br />
<em>Hallo Fine,<br />
wie immer ist es aus der Ferne kaum möglich gezielt was zu sagen&#8230;<br />
Aber so wie Du die Reaktion Deines Pflegepferdes beschreibst, kann ich mir kaum vorstellen, dass der Grund für ihr Verhalten an der gebisslosen Zäumung liegt. Wenn doch, müsste sie schon ein gravierendes Problem mit der Einwirkung auf der Nase haben (Entzündung, Verletzung o.ä.).<br />
Für mich hört es sich eher an, als wenn das Pferd ein generelles Problem hat (Blockade, Muskelverspannung, Zahnproblem und was noch alles in Frage kommt). Hier müsstet ihr ganz gezielt Ursachenforschung und Beseitigung betreiben. Hast Du sie denn jetzt mal wieder mit Gebiss geritten? Sind die Probleme dann wieder weniger oder gar nicht vorhanden?<br />
Was hälst Du davon in unser <a href="http://wege-zum-pferd.de/forum/index.php" rel="nofollow">Forum</a> zu kommen und dort Deinen Fall zu beschreiben. Dort können wir viel besser kommunizieren und es werden bestimmt noch viele andere Teilnehmer bei uns hilfreiche Ideen einbringen.</p>
<p>Liebe Grüße,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Marina</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-2002</link>
		<dc:creator>Marina</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 03:04:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-2002</guid>
		<description>Hallo,
ich habe meinen Wallach mit einem gut passenden und sitzenden Fairpull (ein Halfter mit Stirnriemen und zusätzlichen D-Ringen für die Zügelsnaps) angeritten.
Das erste, was wir machten war losgehen und anhalten, und zwar ohne Zügelzug. Auch beim Reiten sollte die Grundschule ja stimmen. Ich konnte ihn auf Sprachlaut anhalten, rückwärts gehen lassen und losgehen lassen...  
Und dann bin ich wegen der seitlichen Anlehnungsmöglichkeit auf ein Sidepull umgestiegen, was ich ihm, wie man es ja mit jeder Zäumung machen sollte, am Boden erst mal erklärt habe. 
Und was soll ich sagen, wir gehen sogar im Dunkeln allein ins Gelände. Er stoppt auf Sitz und Stimme, wozu brauche ich mir da Gedanken zu machen, wie scharf das Rope an der Nase ist? Wenn ich ihn seitlich biegen möchte, dann nutze ich die Zügel am Hals (außen) und mit zwei Finger am inneren Zügel zupfe ich ihn sanft, damit er weiß, was wie genau. Wir hatten einmal einen däml... Bauern mit seinem Trekker mit Anhänger (nach nicht mal 1 Monat unter&#039;m Sattel), der meinte, mich auf engem Wege überholen zu wollen, worauf mein Hotte Angst bekam. Aber auch in dieser Situation hat er auf mich reagiert. Wir sind halt drei Sprünge galoppiert, dann habe ich ihn auf altbekannte Weise gestoppt und den Bauern vom Trekker geholt. Der hat sich dann entschuldigt. Fazit: Vorarbeit ist alles, und wenn die in einer Gangart gefestigt ist, kommt erst die nächsthöhere Gangart! Dann brauche ich auch nicht ziehen und zerren, denn das ist grundsätzlich schlecht! 
Lieben gruß
_______________________________________________________________
&lt;em&gt;Liebe Marina,
so wie Du es beschreibst, ist es natürlich ein Traum. Jedoch leider eher eine Ausnahme...
Liebe Grüße,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich habe meinen Wallach mit einem gut passenden und sitzenden Fairpull (ein Halfter mit Stirnriemen und zusätzlichen D-Ringen für die Zügelsnaps) angeritten.<br />
Das erste, was wir machten war losgehen und anhalten, und zwar ohne Zügelzug. Auch beim Reiten sollte die Grundschule ja stimmen. Ich konnte ihn auf Sprachlaut anhalten, rückwärts gehen lassen und losgehen lassen&#8230;<br />
Und dann bin ich wegen der seitlichen Anlehnungsmöglichkeit auf ein Sidepull umgestiegen, was ich ihm, wie man es ja mit jeder Zäumung machen sollte, am Boden erst mal erklärt habe.<br />
Und was soll ich sagen, wir gehen sogar im Dunkeln allein ins Gelände. Er stoppt auf Sitz und Stimme, wozu brauche ich mir da Gedanken zu machen, wie scharf das Rope an der Nase ist? Wenn ich ihn seitlich biegen möchte, dann nutze ich die Zügel am Hals (außen) und mit zwei Finger am inneren Zügel zupfe ich ihn sanft, damit er weiß, was wie genau. Wir hatten einmal einen däml&#8230; Bauern mit seinem Trekker mit Anhänger (nach nicht mal 1 Monat unter&#8217;m Sattel), der meinte, mich auf engem Wege überholen zu wollen, worauf mein Hotte Angst bekam. Aber auch in dieser Situation hat er auf mich reagiert. Wir sind halt drei Sprünge galoppiert, dann habe ich ihn auf altbekannte Weise gestoppt und den Bauern vom Trekker geholt. Der hat sich dann entschuldigt. Fazit: Vorarbeit ist alles, und wenn die in einer Gangart gefestigt ist, kommt erst die nächsthöhere Gangart! Dann brauche ich auch nicht ziehen und zerren, denn das ist grundsätzlich schlecht!<br />
Lieben gruß<br />
_______________________________________________________________<br />
<em>Liebe Marina,<br />
so wie Du es beschreibst, ist es natürlich ein Traum. Jedoch leider eher eine Ausnahme&#8230;<br />
Liebe Grüße,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jochen</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-1758</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 18:38:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-1758</guid>
		<description>Guten Abend, Babette.

Ja, das mit den Photos geht klar, wenn das Forum steht. Und hier gleich als Nachtrag zu meinem Schrieb vom 2. 12. 2008:

3. Gehört in der Unterschrift zum zweiten (noch nicht sichtbaren) Bild hinter die Apposition &quot;hart an einem senkrechten Abgrund entlang&quot; ein Komma, das ich vergessen habe.

2. Muß es in der Unterschrift zum ersten Bild heißen &quot;und schon ziehen wir vier wieder etwas orthodoxer vondannen&quot;, und nicht &quot;vonstatten&quot; - ein Überbleibsel aus der ersten Fassung.

Und 1. möchte ich dringend klarstellen, daß es sich bei dem von mir beschriebenen Notstop im Katastrophenfall wirklich um einen nur bei äußerster Not anzuwendenden Bremsvorgang handelt. Ich bin bisher noch nie in die Verlegenheit gekommen, ihn anwenden zu müssen, wie ich auch noch nie im Zug die Notbremse gezogen habe und im Auto noch nie vor einem urplötzlich auf die Fahrbahn gerannten Kind mit dem Reflexfuß voll in die Eisen gestiegen bin. Man muß wissen, wie es geht, und das Wissen hilft dabei, in Streßsituationen souverainer zu reagieren, aber es gehört garantiert nicht zum Trainingsprogramm am lebenden Pferd. Also bitte nicht &quot;nur mal so&quot; ausprobieren!
 - So, jetzt geht es mir wieder besser.

Viele Grüße,
Jochen
________________________________________________________________
&lt;em&gt;:-)
liebe Grüße,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Abend, Babette.</p>
<p>Ja, das mit den Photos geht klar, wenn das Forum steht. Und hier gleich als Nachtrag zu meinem Schrieb vom 2. 12. 2008:</p>
<p>3. Gehört in der Unterschrift zum zweiten (noch nicht sichtbaren) Bild hinter die Apposition &#8220;hart an einem senkrechten Abgrund entlang&#8221; ein Komma, das ich vergessen habe.</p>
<p>2. Muß es in der Unterschrift zum ersten Bild heißen &#8220;und schon ziehen wir vier wieder etwas orthodoxer vondannen&#8221;, und nicht &#8220;vonstatten&#8221; &#8211; ein Überbleibsel aus der ersten Fassung.</p>
<p>Und 1. möchte ich dringend klarstellen, daß es sich bei dem von mir beschriebenen Notstop im Katastrophenfall wirklich um einen nur bei äußerster Not anzuwendenden Bremsvorgang handelt. Ich bin bisher noch nie in die Verlegenheit gekommen, ihn anwenden zu müssen, wie ich auch noch nie im Zug die Notbremse gezogen habe und im Auto noch nie vor einem urplötzlich auf die Fahrbahn gerannten Kind mit dem Reflexfuß voll in die Eisen gestiegen bin. Man muß wissen, wie es geht, und das Wissen hilft dabei, in Streßsituationen souverainer zu reagieren, aber es gehört garantiert nicht zum Trainingsprogramm am lebenden Pferd. Also bitte nicht &#8220;nur mal so&#8221; ausprobieren!<br />
 &#8211; So, jetzt geht es mir wieder besser.</p>
<p>Viele Grüße,<br />
Jochen<br />
________________________________________________________________<br />
<em> <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
liebe Grüße,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jochen</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-1751</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 19:04:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-1751</guid>
		<description>Guten Tag.

Vor einigen Tagen bin ich zufällig auf Ihre Webseite gestoßen, und ich habe mich sehr über Ihre verständigen Artikel gefreut. Einen Klappersack habe ich schon vorgeführt (ohne Leckerli), und Klein-Thalie (eine Camargue von knapp 19 Monaten) bringt ihn morgens mit den Nüstern zum Klappern und versucht manchmal, ihn als Beißteil fürs Zahnen zu benutzen (wie z. B. den Griff der Hufraspel). Wenn das nicht recht gelingen will, analysiert sie ihn ein Weilchen mit den Füßen. Manolo (ein etwa 20-jähriger Spanier-Wallach ohne Stammbaum) und Farouche (eine etwa 18-jährige Ponystute, reinrassige Promenadenmischung) finden den Klappersack allerdings reichlich uninteressant. Mal sehen, ob sich das irgendwann mit Leckerli ändert. Luftballons habe ich letztens auch eingekauft...

Zum Thema &quot;Gebiß - mit oder ohne&quot; würde ich sagen, daß die Frage unglücklich gestellt ist. Den wirklichen Unterschied sehe ich in &quot;langer Zügel - kurzer Zügel&quot;, und es gibt Zaumarten mit direkter Zügelwirkung, die sich besser für kurze, und andere mit indirekter Zügelwirkung (mit Hebel), die sich besser für lange Zügel eignen. Wobei ich mit &quot;lang&quot; auch wirklich &quot;lang&quot; meine, und nicht etwa &quot;nicht ganz so kurz&quot;. Und das heißt: Man stellt das Pferd an die Aufsteigehilfe, mit der Seite, von der man gerade aufsteigen will (feiner Artikel, der mit dem Rückwärts Einparken!), legt die Zügel auf den Hals, läßt das Pferd grasen, klettert in den Sattel, sucht sich die Steigbügel, steckt die Füße hinein, fühlt nach, ob die Hutschnur eng genug ist und freut sich über irgendwas, bis garantiert 10 bis 20 Sekunden vorbei sind - länger gern, kürzer nein. Dann nimmt man mit einer Hand die Zügel an der Schnalle oder am Knoten auf und hält sie etwa 20 cm höher, als sie vorher lagen. Wenn das Pferd jetzt nicht den Kopf aus dem Gras nimmt und von allein losgeht, dann sagt man ihm, daß es das tun soll (vokales Kommando; wenn das nicht reicht, Zügelhand noch höher, evtl. bis zum Kontakt; notfalls Wadenkontakt). Muß man so weit gehen, daß man einen Zweig pflückt oder ihn gar als Gerte einsetzt, dann ist Respekt-Training angesagt - aber bitte kein Join-Up, denn Respekt hat etwas mit Gegenseitigkeit zu tun!

Die Richtung, wenn es mehrere Möglichkeiten gibt und das Pferd bei der Telepathie nicht aufgepaßt hat (wenn man selbst also keinen klaren Gedanken hatte!), kommandiert man so: Hand nach links bedeutet nach links gehen, und Hand nach rechts bedeutet nach rechts gehen (Hand etwas vor bedeutet geradeaus, aber das braucht man eigentlich nicht, denn man kommandiert nur Neues; bestehende Anweisungen führt das Pferd von alleine weiterhin aus und wird dafür gebührend gelobt und mit viel Liebe behandelt, und zwar nicht nur beim Reiten).

Wenn nun die Zügel derart schlackern, daß sie durch ihr Gewicht das Pferd am Mund stören, oder wenn sie sich im Unterholz verfangen könnten, dann kürzt man sie halt (ein schneller Griff mit der freien Hand genügt). Und wenn das Pferd plötzlich mehr Länge braucht (z. B. um ein Stolpern aufzufangen), dann zieht es sich ungehindert die lose gehaltenen Zügel paßgenau durch die Reiterhand. Die korrekte Zügellänge variiert zwischen den so ermittelten Extremen, und man korrigiert je nach Bedarf.

Da der Reiter bei langen Zügeln nicht allzu viele Mätzchen machen kann, da er also das Pferd nicht übermäßig stört, kann dieses seinerseits Kopf und Hals in die Balance werfen und vernünftig sein Gleichgewicht kalkulieren; und auch ein altes und/oder polytraumatisiertes Pferd lernt dabei recht schnell Trittsicherheit sogar in unwegsamem Gelände, baut Vertrauen zu sich selbst und zum Reiter auf, der ihm ja Vertrauen entgegenbringt, kommt besser mit den ganzen Phantomen klar, die überall lauern, und bald auch mit plötzlich aufbellenden Hunden, großvolumigen Lastwagen mit verwirbeltem Fahrtwind und sogar (einigermaßen) mit der leidigen Ballerei, wenn mal wieder Jagdsaison ist.

Im Gelände ist dieses Reiten mit langem Zügel auch aus Sicherheitserwägungen gegenüber Drittpersonen unerläßlich, denn nur so kann man schnell und wirksam genug intervenieren, wenn mal eine Katastrophensituation auftritt. Dann geht die Zügelhand hoch (bis in Brusthöhe oder Kopfhöhe, je nach Länge der Arme und der Zügel), während gleichzeitig die freie Hand vorne unten den gegenüberliegenden Zügel (oder beide) packt und über den Hals auf ihre Seite zieht. Man verkürzt also schlagartig die Zügel, zieht dabei den Mund auf die Seite der Zügelhand und den Hals auf die Seite der bislang freien Hand, schiebt mithin Kopf und Hals gewissermaßen wie eine Hexentreppe verdreht zusammen, als wäre das Pferd vor eine Betonmischmaschine gelaufen, und erhält einen platzsparenden Notstop. Ein durch kurze Zügel ohnehin schon verstreßtes Pferd hingegen wird mangels klarem, karikaturhaftem Kontrast in einer Notsituation statt anzuhalten eher dazu neigen, sich (verstärkt) auf die jetzt nur unwesentlich kürzeren Zügel zu legen und durchzugehen, selbst wenn der Reiter sich dazu überwunden haben sollte, mit nur einem Zügel zu bremsen. Denn mit kurzen Zügeln reiten viele zu allem Elend auch noch zweihändig, und jede Hand hält den jeweils falschen Zügel! Man kann da eigentlich nur noch hoffen, daß der Reiter genau jetzt hinreichend Platz hat, so daß er das Pferd in einen Kreis lenken und auslaufen lassen kann. Wenn nicht - oh weh, oh weh...

Wenn das Pferd nun aber eine Wassertrense im Mund hat (der dann wahrscheinlich auch noch verschnallt ist, damit sie nicht durchrutscht, wenn man seitlich am Zügel zieht) oder eine Knebeltrense (bei der dann ja wohl hoffentlich die Nase frei bleibt), dann wird bei jeder Kontaktaufnahme des Zügels ein direkter eiserner Stoß in den Mund verabreicht. Man wird natürlich versuchen, diesen Stoß klein zu halten, indem man seine Sonntags-Nachmittags-Ausgeh-Klavierspieler-Finger benutzt, aber den Kontakt bei langen Zügeln braucht man nur, wenn ohnehin schon eine gewisse Nervosität herrscht, und da ist in der Regel nach einigen Stunden (oder Tagen, oder Wochen) durch Dick und Dünn vom Klavierspieler nicht mehr allzu viel übrig. Also hält man bei direkter Einwirkung auf den Mund lieber Dauerkontakt mit kurzen Zügeln - und bleibt in der Reitbahn.

Bei Zaumstücken mit Hebel, wie Hackamores (also ohne Gebiß) und Western- oder iberischen Gebissen, tritt die Wirkung der Zügel nach und nach auf und wird dabei immer stärker. Allein schon die Gewichtsveränderung des Leders, wenn man das Durchhängen der Zügelgirlande reduziert, wirkt auf den Hebel und wird vom Pferd deutlich wahrgenommen, und es kann in einem großen, fehlerfreundlichen Bereich entscheiden, ob der Reiter es wohl ernst meint oder ob er sich nur wieder mal verheddert hat. Und der kann seinerseits bei flagrantem Ungehorsam oder bei akuter Gefahr durch die Hebelwirkung ein überzeugendes Argument schonend einsetzen. Liverpools mit Zügeln an den Hebelarmen haben übrigens die gleiche Wirkung - und Pelhams auch, wenn man sie mit nur zwei Zügeln benutzt, nämlich denen an den Hebeln. Die Länge der Anzüge aller dieser Zaumstücke ist weitgehend irrelevant, wenn man mit langen Zügeln reiten will, denn man braucht ja keine Anpassung von vier Zügeln an Reiterhände und Pferdemund (wie beim Dressurreiten), und man braucht auch nicht mehrere Pferdeköpfe möglichst stoßfrei gleichgeschaltet zu halten (wie beim mehrspännigen Fahren). Übermäßig lange Anzüge jedoch können schlackern oder sich im Geäst verhaken, und manche Pferde sollen auch versucht haben, damit zu spielen. Zudem wird die ganze Sache durch mehr Metall natürlich auch schwerer - und immerhin lastet alles auf dem Kopf des Pferdes, das ihn ja nicht auf den Zügel legen und somit abstützen kann.

Eine Zwischenstellung nehmen Zäume ein, die mehr oder weniger Halftern ähneln (und natürlich Halfter selbst). Die Zügel wirken zwar direkt, verursachen aber keinen Stoß, wenn man sie auf Kontakt zurücknimmt. Kordelhalfter können sehr überzeugende Bremsen sein, denn sie sind dünn, und somit wirkt die Kraft auf eine sehr kleine Auflagefläche. Allerdings sollte man sie selber herstellen, denn die handelsübliche Ausführung hat an der Halteschlaufe einen unzuverlässigen Knoten, der sich zusammenziehen kann. Vor allem bei nächtlichen Geländeritten kann das Pferd halb ersticken, ehe der Reiter etwas merkt. Und wenn der Halfterstrick zum Reiten in zwei Zügel umfunktioniert wird, dann sollten seine Enden nah am Kopf befestigt werden (und nicht in der Halteschlaufe), sonst muß man auf dem einen Zügel alles das nachgeben, was man auf dem anderen heranholt - oder hat man schnell beide Zügel bis zum Anschlag vor dem Pferdehals, ohne daß man den Kopf unter Kontrolle hätte.

Ich selbst reite seit Jahren ausschließlich mit Hackamore und darunterliegendem Kordelhalfter, aber ich reite auch so gut wie ausschließlich im Gelände (es kommt nur selten vor, daß ich etwas Neues als Laborversuch im Paddock oder auf der Weide ausprobiere). Kordelhalfter und Führstrick sind bei heiklen Passagen äußerst sinnvoll, wenn nämlich das Pferd dem Reiter in größerem Abstand und/oder im Zickzack folgen muß und jede Einwirkung auf den Mund vermieden werden sollte. Und wo die Welt am schönsten ist, da gibt es herrliche Passagen dieses Kalibers. Ein Zügel ist da ungeeignet, es sei denn, man bindet ihn ans Halfter. Aber das ist recht umständlich, und ein Strick aus Polypropylen-Fall ist nicht sehr schwer und kann sich immer wieder als nützlich erweisen.

Was nun das Schäumen am Gebiß angeht, da kann man den Verdacht auf Tollwut dadurch be- oder entkräften, daß man dem Pferd das Gebiß abnimmt: Hört das Schäumen jetzt auf, so war es alles nicht so schlimm; wenn nicht, dann sofort den Tierarzt rufen. Will man sich ein erstes Schäum-Verständnis selbst erspüren, so kann man sich ein Eßstäbchen quer durch den Mund stecken und über den Nacken lose (oder auch fester, wie Zügel eben...) anbinden. Dann geht man im Garten Unkraut jäten oder hält aus anderen Gründen das Gesicht vielleicht eine Stunde lang nach unten. Bei klirrendem Frost kann man auch ein dickes Schmiermesser aus Edelstahl nehmen - so lernt man gleichzeitig etwas über Wärmeleitung in Metallen.

Wenn man darangeht, ein Fohlen im Sommer seines ersten Geburtstages mit Knebeltrense spazieren zu führen (Strick am Halfter, keinesfalls am Gebiß!), dann kann es schäumen, vor allem beim Grasen. Und wenn man ein Fohlen im Sommer seines zweiten Geburtstages lehrt, wie es sich mit Knebeltrense von hinten am Zügel führen lassen soll, dann kann es auch schäumen. Jedoch wird das Schäumen mit gewonnener Erfahrung schnell wieder verschwinden, und man braucht sich deshalb keine Sorgen zu machen. Bei größeren Anforderungen und auf größeren Veranstaltungen kann dann jeweils aufs Neue soviel Streß herrschen, daß sogar erfahrene Pferde schäumen. Wenn darüber hinaus die Pferdeäpfel zunächst matschig, dann flüssig werden, sollte man nicht bis zum Durchfall warten, sondern das Pferd möglichst schnell in Sicherheit und auf die Weide bringen - zumindest wenn man es liebt.

Unter Pferden gibt es, genau wie unter Menschen, Faulpelze und Workaholics. Letztere freuen sich am Streß, finden darin ihre Lebenserfüllung und sterben am soundsovielten Herzinfarkt, ohne den Rentenkassen lange auf der Tasche zu liegen. Und es gibt Menschen, die ihren Streß zu kompensieren versuchen, indem sie haufenweise Zigaretten rauchen, ständig auf Kaugummi herumschmatzen oder sich die Fingernägel bis aufs rohe Fleisch wegbeißen. Es sei ihnen ja gegönnt, kein Neid! - nur: Wenn einer ankommt und sich freut, daß er jetzt schon aus drei Nagelbetten blute, was allen beweise, wie wunderbar er seinen Streß abzukauen verstehe, dann glaube ich nicht so recht, daß er noch alle Tassen im Schrank hat.

Selbstverständlich kauen Pferde, nämlich Gras oder auch Heu, und zwar besonders gern, nachdem sich ein furchtbar gefährliches Schlangenteil als harmloser Plastikschlauch entpuppt hat. Und wenn sie jemandem sagen wollen, daß die Welt in Ordnung ist, dann kauen sie auch leer - aber haben Sie schon mal ein zufriedenes Pferd mit seinen Artgenossen auf der Weide gesehen, wie sie die Köpfe zusammenstecken und sabbern? Pferde sind, zumindest nach meinem bescheidenen Verständnis, keine Boxerhunde. Verringert sich der Streß, so hört das Schäumen auf; und ich will niemandem Vorschriften machen, aber wenn Sie daraus Ihre Konsequenzen ziehen und künftig bei Schäumen verstärkt auf das Wohl des Pferdes achten, so habe ich wirklich nichts dagegen einzuwenden - und Ihr Pferd vermutlich auch nicht.

Schäumen ist bei gebißerfahrenen Pferden ein Symptom für Streß, und es tritt an einer Schwachstelle auf. Aber es reduziert den Streß genauso wenig wie Zigaretten, Kaugummi oder Nägelbeißen, und auch ohne Gebiß wird der Streß weder besser noch schlimmer - diesmal im Gegensatz zum Rauchen, Kaugummikauen oder Nägelbeißen, bei denen es sich um stereotype Verhaltensweisen handelt (d. h. um eingefleischte Angewohnheiten): Man wird sie schlechter wieder los als eine Trense, und beim Abgewöhnen treten oft genug Entzugserscheinungen auf.

Deutschsprachige Fachlektüre kann ich Ihnen leider nicht nennen: Ich lebe seit über 30 Jahren in Frankreich und kenne die deutsche Pferdeliteratur-Szene nicht. Dafür hier etwas Anschauungsmaterial, falls das Kommentarfenster Photos weiterleitet (es sieht zwar nicht danach aus, aber man weiß ja nie):

 

So lächerlich kann ein Reiter mit zwei Handpferden aussehen: Farouche schneller, Manolo langsamer, Thalie brav in der Mitte am langen Halfterstrick, und ich als Hampelmann. Aber Farouche fühlt das Hackamore auf Kontakt gehen, und schon ziehen wir vier wieder etwas orthodoxer vonstatten.

 

Manolo folgt mir frei, hart an einem senkrechten Abgrund entlang und genießt dabei die Aussicht, während ich Photos mache. Wir sind zu zweit allein in der Wildnis hier oben. 15-20 Meter tiefer liegt ein sehr schöner See.

Vielen Dank für Ihre Geduld, wenn Sie mein Geschwätz bis hier ausgehalten haben, und viele Grüße aus der Provence,
Jochen
______________________________________________________________________
&lt;em&gt;Lieber Jochen,
vielen Dank für Deinen &quot;Mammutbeitrag&quot;, bei dem ich viel geschmunzelt habe :-) .
Leider klappt es bei den Kommentaren nicht ein Foto einzubauen, aber bald haben wir ein Forum und ich hoffe, dass Du uns das Foto dann nachreichst und Dich auch sonst aktiv bei uns beteiligst.
Herzliche Grüße nach Frankreich,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag.</p>
<p>Vor einigen Tagen bin ich zufällig auf Ihre Webseite gestoßen, und ich habe mich sehr über Ihre verständigen Artikel gefreut. Einen Klappersack habe ich schon vorgeführt (ohne Leckerli), und Klein-Thalie (eine Camargue von knapp 19 Monaten) bringt ihn morgens mit den Nüstern zum Klappern und versucht manchmal, ihn als Beißteil fürs Zahnen zu benutzen (wie z. B. den Griff der Hufraspel). Wenn das nicht recht gelingen will, analysiert sie ihn ein Weilchen mit den Füßen. Manolo (ein etwa 20-jähriger Spanier-Wallach ohne Stammbaum) und Farouche (eine etwa 18-jährige Ponystute, reinrassige Promenadenmischung) finden den Klappersack allerdings reichlich uninteressant. Mal sehen, ob sich das irgendwann mit Leckerli ändert. Luftballons habe ich letztens auch eingekauft&#8230;</p>
<p>Zum Thema &#8220;Gebiß &#8211; mit oder ohne&#8221; würde ich sagen, daß die Frage unglücklich gestellt ist. Den wirklichen Unterschied sehe ich in &#8220;langer Zügel &#8211; kurzer Zügel&#8221;, und es gibt Zaumarten mit direkter Zügelwirkung, die sich besser für kurze, und andere mit indirekter Zügelwirkung (mit Hebel), die sich besser für lange Zügel eignen. Wobei ich mit &#8220;lang&#8221; auch wirklich &#8220;lang&#8221; meine, und nicht etwa &#8220;nicht ganz so kurz&#8221;. Und das heißt: Man stellt das Pferd an die Aufsteigehilfe, mit der Seite, von der man gerade aufsteigen will (feiner Artikel, der mit dem Rückwärts Einparken!), legt die Zügel auf den Hals, läßt das Pferd grasen, klettert in den Sattel, sucht sich die Steigbügel, steckt die Füße hinein, fühlt nach, ob die Hutschnur eng genug ist und freut sich über irgendwas, bis garantiert 10 bis 20 Sekunden vorbei sind &#8211; länger gern, kürzer nein. Dann nimmt man mit einer Hand die Zügel an der Schnalle oder am Knoten auf und hält sie etwa 20 cm höher, als sie vorher lagen. Wenn das Pferd jetzt nicht den Kopf aus dem Gras nimmt und von allein losgeht, dann sagt man ihm, daß es das tun soll (vokales Kommando; wenn das nicht reicht, Zügelhand noch höher, evtl. bis zum Kontakt; notfalls Wadenkontakt). Muß man so weit gehen, daß man einen Zweig pflückt oder ihn gar als Gerte einsetzt, dann ist Respekt-Training angesagt &#8211; aber bitte kein Join-Up, denn Respekt hat etwas mit Gegenseitigkeit zu tun!</p>
<p>Die Richtung, wenn es mehrere Möglichkeiten gibt und das Pferd bei der Telepathie nicht aufgepaßt hat (wenn man selbst also keinen klaren Gedanken hatte!), kommandiert man so: Hand nach links bedeutet nach links gehen, und Hand nach rechts bedeutet nach rechts gehen (Hand etwas vor bedeutet geradeaus, aber das braucht man eigentlich nicht, denn man kommandiert nur Neues; bestehende Anweisungen führt das Pferd von alleine weiterhin aus und wird dafür gebührend gelobt und mit viel Liebe behandelt, und zwar nicht nur beim Reiten).</p>
<p>Wenn nun die Zügel derart schlackern, daß sie durch ihr Gewicht das Pferd am Mund stören, oder wenn sie sich im Unterholz verfangen könnten, dann kürzt man sie halt (ein schneller Griff mit der freien Hand genügt). Und wenn das Pferd plötzlich mehr Länge braucht (z. B. um ein Stolpern aufzufangen), dann zieht es sich ungehindert die lose gehaltenen Zügel paßgenau durch die Reiterhand. Die korrekte Zügellänge variiert zwischen den so ermittelten Extremen, und man korrigiert je nach Bedarf.</p>
<p>Da der Reiter bei langen Zügeln nicht allzu viele Mätzchen machen kann, da er also das Pferd nicht übermäßig stört, kann dieses seinerseits Kopf und Hals in die Balance werfen und vernünftig sein Gleichgewicht kalkulieren; und auch ein altes und/oder polytraumatisiertes Pferd lernt dabei recht schnell Trittsicherheit sogar in unwegsamem Gelände, baut Vertrauen zu sich selbst und zum Reiter auf, der ihm ja Vertrauen entgegenbringt, kommt besser mit den ganzen Phantomen klar, die überall lauern, und bald auch mit plötzlich aufbellenden Hunden, großvolumigen Lastwagen mit verwirbeltem Fahrtwind und sogar (einigermaßen) mit der leidigen Ballerei, wenn mal wieder Jagdsaison ist.</p>
<p>Im Gelände ist dieses Reiten mit langem Zügel auch aus Sicherheitserwägungen gegenüber Drittpersonen unerläßlich, denn nur so kann man schnell und wirksam genug intervenieren, wenn mal eine Katastrophensituation auftritt. Dann geht die Zügelhand hoch (bis in Brusthöhe oder Kopfhöhe, je nach Länge der Arme und der Zügel), während gleichzeitig die freie Hand vorne unten den gegenüberliegenden Zügel (oder beide) packt und über den Hals auf ihre Seite zieht. Man verkürzt also schlagartig die Zügel, zieht dabei den Mund auf die Seite der Zügelhand und den Hals auf die Seite der bislang freien Hand, schiebt mithin Kopf und Hals gewissermaßen wie eine Hexentreppe verdreht zusammen, als wäre das Pferd vor eine Betonmischmaschine gelaufen, und erhält einen platzsparenden Notstop. Ein durch kurze Zügel ohnehin schon verstreßtes Pferd hingegen wird mangels klarem, karikaturhaftem Kontrast in einer Notsituation statt anzuhalten eher dazu neigen, sich (verstärkt) auf die jetzt nur unwesentlich kürzeren Zügel zu legen und durchzugehen, selbst wenn der Reiter sich dazu überwunden haben sollte, mit nur einem Zügel zu bremsen. Denn mit kurzen Zügeln reiten viele zu allem Elend auch noch zweihändig, und jede Hand hält den jeweils falschen Zügel! Man kann da eigentlich nur noch hoffen, daß der Reiter genau jetzt hinreichend Platz hat, so daß er das Pferd in einen Kreis lenken und auslaufen lassen kann. Wenn nicht &#8211; oh weh, oh weh&#8230;</p>
<p>Wenn das Pferd nun aber eine Wassertrense im Mund hat (der dann wahrscheinlich auch noch verschnallt ist, damit sie nicht durchrutscht, wenn man seitlich am Zügel zieht) oder eine Knebeltrense (bei der dann ja wohl hoffentlich die Nase frei bleibt), dann wird bei jeder Kontaktaufnahme des Zügels ein direkter eiserner Stoß in den Mund verabreicht. Man wird natürlich versuchen, diesen Stoß klein zu halten, indem man seine Sonntags-Nachmittags-Ausgeh-Klavierspieler-Finger benutzt, aber den Kontakt bei langen Zügeln braucht man nur, wenn ohnehin schon eine gewisse Nervosität herrscht, und da ist in der Regel nach einigen Stunden (oder Tagen, oder Wochen) durch Dick und Dünn vom Klavierspieler nicht mehr allzu viel übrig. Also hält man bei direkter Einwirkung auf den Mund lieber Dauerkontakt mit kurzen Zügeln &#8211; und bleibt in der Reitbahn.</p>
<p>Bei Zaumstücken mit Hebel, wie Hackamores (also ohne Gebiß) und Western- oder iberischen Gebissen, tritt die Wirkung der Zügel nach und nach auf und wird dabei immer stärker. Allein schon die Gewichtsveränderung des Leders, wenn man das Durchhängen der Zügelgirlande reduziert, wirkt auf den Hebel und wird vom Pferd deutlich wahrgenommen, und es kann in einem großen, fehlerfreundlichen Bereich entscheiden, ob der Reiter es wohl ernst meint oder ob er sich nur wieder mal verheddert hat. Und der kann seinerseits bei flagrantem Ungehorsam oder bei akuter Gefahr durch die Hebelwirkung ein überzeugendes Argument schonend einsetzen. Liverpools mit Zügeln an den Hebelarmen haben übrigens die gleiche Wirkung &#8211; und Pelhams auch, wenn man sie mit nur zwei Zügeln benutzt, nämlich denen an den Hebeln. Die Länge der Anzüge aller dieser Zaumstücke ist weitgehend irrelevant, wenn man mit langen Zügeln reiten will, denn man braucht ja keine Anpassung von vier Zügeln an Reiterhände und Pferdemund (wie beim Dressurreiten), und man braucht auch nicht mehrere Pferdeköpfe möglichst stoßfrei gleichgeschaltet zu halten (wie beim mehrspännigen Fahren). Übermäßig lange Anzüge jedoch können schlackern oder sich im Geäst verhaken, und manche Pferde sollen auch versucht haben, damit zu spielen. Zudem wird die ganze Sache durch mehr Metall natürlich auch schwerer &#8211; und immerhin lastet alles auf dem Kopf des Pferdes, das ihn ja nicht auf den Zügel legen und somit abstützen kann.</p>
<p>Eine Zwischenstellung nehmen Zäume ein, die mehr oder weniger Halftern ähneln (und natürlich Halfter selbst). Die Zügel wirken zwar direkt, verursachen aber keinen Stoß, wenn man sie auf Kontakt zurücknimmt. Kordelhalfter können sehr überzeugende Bremsen sein, denn sie sind dünn, und somit wirkt die Kraft auf eine sehr kleine Auflagefläche. Allerdings sollte man sie selber herstellen, denn die handelsübliche Ausführung hat an der Halteschlaufe einen unzuverlässigen Knoten, der sich zusammenziehen kann. Vor allem bei nächtlichen Geländeritten kann das Pferd halb ersticken, ehe der Reiter etwas merkt. Und wenn der Halfterstrick zum Reiten in zwei Zügel umfunktioniert wird, dann sollten seine Enden nah am Kopf befestigt werden (und nicht in der Halteschlaufe), sonst muß man auf dem einen Zügel alles das nachgeben, was man auf dem anderen heranholt &#8211; oder hat man schnell beide Zügel bis zum Anschlag vor dem Pferdehals, ohne daß man den Kopf unter Kontrolle hätte.</p>
<p>Ich selbst reite seit Jahren ausschließlich mit Hackamore und darunterliegendem Kordelhalfter, aber ich reite auch so gut wie ausschließlich im Gelände (es kommt nur selten vor, daß ich etwas Neues als Laborversuch im Paddock oder auf der Weide ausprobiere). Kordelhalfter und Führstrick sind bei heiklen Passagen äußerst sinnvoll, wenn nämlich das Pferd dem Reiter in größerem Abstand und/oder im Zickzack folgen muß und jede Einwirkung auf den Mund vermieden werden sollte. Und wo die Welt am schönsten ist, da gibt es herrliche Passagen dieses Kalibers. Ein Zügel ist da ungeeignet, es sei denn, man bindet ihn ans Halfter. Aber das ist recht umständlich, und ein Strick aus Polypropylen-Fall ist nicht sehr schwer und kann sich immer wieder als nützlich erweisen.</p>
<p>Was nun das Schäumen am Gebiß angeht, da kann man den Verdacht auf Tollwut dadurch be- oder entkräften, daß man dem Pferd das Gebiß abnimmt: Hört das Schäumen jetzt auf, so war es alles nicht so schlimm; wenn nicht, dann sofort den Tierarzt rufen. Will man sich ein erstes Schäum-Verständnis selbst erspüren, so kann man sich ein Eßstäbchen quer durch den Mund stecken und über den Nacken lose (oder auch fester, wie Zügel eben&#8230;) anbinden. Dann geht man im Garten Unkraut jäten oder hält aus anderen Gründen das Gesicht vielleicht eine Stunde lang nach unten. Bei klirrendem Frost kann man auch ein dickes Schmiermesser aus Edelstahl nehmen &#8211; so lernt man gleichzeitig etwas über Wärmeleitung in Metallen.</p>
<p>Wenn man darangeht, ein Fohlen im Sommer seines ersten Geburtstages mit Knebeltrense spazieren zu führen (Strick am Halfter, keinesfalls am Gebiß!), dann kann es schäumen, vor allem beim Grasen. Und wenn man ein Fohlen im Sommer seines zweiten Geburtstages lehrt, wie es sich mit Knebeltrense von hinten am Zügel führen lassen soll, dann kann es auch schäumen. Jedoch wird das Schäumen mit gewonnener Erfahrung schnell wieder verschwinden, und man braucht sich deshalb keine Sorgen zu machen. Bei größeren Anforderungen und auf größeren Veranstaltungen kann dann jeweils aufs Neue soviel Streß herrschen, daß sogar erfahrene Pferde schäumen. Wenn darüber hinaus die Pferdeäpfel zunächst matschig, dann flüssig werden, sollte man nicht bis zum Durchfall warten, sondern das Pferd möglichst schnell in Sicherheit und auf die Weide bringen &#8211; zumindest wenn man es liebt.</p>
<p>Unter Pferden gibt es, genau wie unter Menschen, Faulpelze und Workaholics. Letztere freuen sich am Streß, finden darin ihre Lebenserfüllung und sterben am soundsovielten Herzinfarkt, ohne den Rentenkassen lange auf der Tasche zu liegen. Und es gibt Menschen, die ihren Streß zu kompensieren versuchen, indem sie haufenweise Zigaretten rauchen, ständig auf Kaugummi herumschmatzen oder sich die Fingernägel bis aufs rohe Fleisch wegbeißen. Es sei ihnen ja gegönnt, kein Neid! &#8211; nur: Wenn einer ankommt und sich freut, daß er jetzt schon aus drei Nagelbetten blute, was allen beweise, wie wunderbar er seinen Streß abzukauen verstehe, dann glaube ich nicht so recht, daß er noch alle Tassen im Schrank hat.</p>
<p>Selbstverständlich kauen Pferde, nämlich Gras oder auch Heu, und zwar besonders gern, nachdem sich ein furchtbar gefährliches Schlangenteil als harmloser Plastikschlauch entpuppt hat. Und wenn sie jemandem sagen wollen, daß die Welt in Ordnung ist, dann kauen sie auch leer &#8211; aber haben Sie schon mal ein zufriedenes Pferd mit seinen Artgenossen auf der Weide gesehen, wie sie die Köpfe zusammenstecken und sabbern? Pferde sind, zumindest nach meinem bescheidenen Verständnis, keine Boxerhunde. Verringert sich der Streß, so hört das Schäumen auf; und ich will niemandem Vorschriften machen, aber wenn Sie daraus Ihre Konsequenzen ziehen und künftig bei Schäumen verstärkt auf das Wohl des Pferdes achten, so habe ich wirklich nichts dagegen einzuwenden &#8211; und Ihr Pferd vermutlich auch nicht.</p>
<p>Schäumen ist bei gebißerfahrenen Pferden ein Symptom für Streß, und es tritt an einer Schwachstelle auf. Aber es reduziert den Streß genauso wenig wie Zigaretten, Kaugummi oder Nägelbeißen, und auch ohne Gebiß wird der Streß weder besser noch schlimmer &#8211; diesmal im Gegensatz zum Rauchen, Kaugummikauen oder Nägelbeißen, bei denen es sich um stereotype Verhaltensweisen handelt (d. h. um eingefleischte Angewohnheiten): Man wird sie schlechter wieder los als eine Trense, und beim Abgewöhnen treten oft genug Entzugserscheinungen auf.</p>
<p>Deutschsprachige Fachlektüre kann ich Ihnen leider nicht nennen: Ich lebe seit über 30 Jahren in Frankreich und kenne die deutsche Pferdeliteratur-Szene nicht. Dafür hier etwas Anschauungsmaterial, falls das Kommentarfenster Photos weiterleitet (es sieht zwar nicht danach aus, aber man weiß ja nie):</p>
<p>So lächerlich kann ein Reiter mit zwei Handpferden aussehen: Farouche schneller, Manolo langsamer, Thalie brav in der Mitte am langen Halfterstrick, und ich als Hampelmann. Aber Farouche fühlt das Hackamore auf Kontakt gehen, und schon ziehen wir vier wieder etwas orthodoxer vonstatten.</p>
<p>Manolo folgt mir frei, hart an einem senkrechten Abgrund entlang und genießt dabei die Aussicht, während ich Photos mache. Wir sind zu zweit allein in der Wildnis hier oben. 15-20 Meter tiefer liegt ein sehr schöner See.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Geduld, wenn Sie mein Geschwätz bis hier ausgehalten haben, und viele Grüße aus der Provence,<br />
Jochen<br />
______________________________________________________________________<br />
<em>Lieber Jochen,<br />
vielen Dank für Deinen &#8220;Mammutbeitrag&#8221;, bei dem ich viel geschmunzelt habe <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  .<br />
Leider klappt es bei den Kommentaren nicht ein Foto einzubauen, aber bald haben wir ein Forum und ich hoffe, dass Du uns das Foto dann nachreichst und Dich auch sonst aktiv bei uns beteiligst.<br />
Herzliche Grüße nach Frankreich,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-1680</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 18:45:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-1680</guid>
		<description>Hallo,

mein Pferd und ich kommen seit über 10 Jahren prima gebisslos klar. Wir haben uns für das Sidepull mit Ledernasenband entschieden. Sicherlich hat meine Hafidame auch ab und zu mal die Idee ein anderes Tempo oder gar eine andere Richtung als geplant einzuschlagen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass Haltung bewahren ;) und reinsetzen dann effektiver sind, als am Zügel zu zerren! 
Man muss fairer Weise sagen, dass ich mein Pferd seit seinem 2. Lebensjahr kenne und es seit seinem 4. Lebensjahr fast täglich reite. Wir kennen uns also schon ganz gut...
Herzliche Grüße
Sabine
_______________________________________________________________
&lt;em&gt;Liebe Sabine,
danke, dass Du uns Deine Erfahrungen teilst und auch hier hoffe ich, dass viele Leser sich ermutigt fühlen auch diesen Weg zu gehen, falls ihr Pferd mit Gebiss unglücklich ist,
liebe Grüße
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>mein Pferd und ich kommen seit über 10 Jahren prima gebisslos klar. Wir haben uns für das Sidepull mit Ledernasenband entschieden. Sicherlich hat meine Hafidame auch ab und zu mal die Idee ein anderes Tempo oder gar eine andere Richtung als geplant einzuschlagen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass Haltung bewahren <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  und reinsetzen dann effektiver sind, als am Zügel zu zerren!<br />
Man muss fairer Weise sagen, dass ich mein Pferd seit seinem 2. Lebensjahr kenne und es seit seinem 4. Lebensjahr fast täglich reite. Wir kennen uns also schon ganz gut&#8230;<br />
Herzliche Grüße<br />
Sabine<br />
_______________________________________________________________<br />
<em>Liebe Sabine,<br />
danke, dass Du uns Deine Erfahrungen teilst und auch hier hoffe ich, dass viele Leser sich ermutigt fühlen auch diesen Weg zu gehen, falls ihr Pferd mit Gebiss unglücklich ist,<br />
liebe Grüße<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Annette W.</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-848</link>
		<dc:creator>Annette W.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 20:55:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-848</guid>
		<description>hallo,
also ich reite seit 3 jahren mit dem bitless bridle und bin sehr zufrieden und mein pferdchen auch.
ich habe mein pferd vor 3 jahren gekauft, er kannte angeblich keine trense, was ich aber nicht glaube. denn als ich ihn das erste mal die trense anziehen wollte ist er vor mir gestiegen und zur &quot;wildsau&quot; geworden.
ich habe es über wochen versucht ihm die trense anzuziehen, ich habe das gebiss mit honig, zuckerrübensirup, usw. eingerieben.
ich wollte ihm die angst nehmen und habe ihn mit der trense gestreichelt ihn riechen lassen und was weiß ich nicht alles gemacht. 
irgendwann bin ich hingegangen und habe vor seinen augen die trense weggeworfen, weil ich diese ganze situation für uns beide zu stressig fand.
zu meinem glück kam damals dieser bericht in der cavallo über gebissloses reiten.
ich habe mich direkt im internet informiert und das bitless bridle gefunden und zur probe bestellt.
mein pferdchen hat es sofort angenommen und kam super damit zurecht.
ich habe ihn gebisslos eingeritten.
nach 2 jahren dachte ich mir, ich versuche mal das gebiss wieder aus um zusehen ob er es nimmt. und siehe da er hat es mir aus der hand genommen.
aber geritten wird er nur gebisslos.
durch das bitless bridle hat er vertrauen bekommen.

ich kann nur jedem empfehlen gebisslos zu reiten.

mir wurde schon von vielen leuten gesagt, die ich beim reiten getroffen habe, mein pferd würde aussehen als ob es lächelt.

aber trotz bitless bridle würde ich gerne mal den lg zaum testen. ich denke auch das wäre noch eine gute alternative zum bitless bridle und mein pferdchen hat etwas abwechslung.

vielen dank für die tolle internetseite.

annette und faylong
_________________________________________________________________
&lt;em&gt;Liebe Annette,
vielen Dank für Deinen Bericht. Schön, dass Du die Abneigung Deines Pferdes respektieren kannst. Hoffentlich folgen viele Deinem Beispiel,
liebe Grüße,
Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo,<br />
also ich reite seit 3 jahren mit dem bitless bridle und bin sehr zufrieden und mein pferdchen auch.<br />
ich habe mein pferd vor 3 jahren gekauft, er kannte angeblich keine trense, was ich aber nicht glaube. denn als ich ihn das erste mal die trense anziehen wollte ist er vor mir gestiegen und zur &#8220;wildsau&#8221; geworden.<br />
ich habe es über wochen versucht ihm die trense anzuziehen, ich habe das gebiss mit honig, zuckerrübensirup, usw. eingerieben.<br />
ich wollte ihm die angst nehmen und habe ihn mit der trense gestreichelt ihn riechen lassen und was weiß ich nicht alles gemacht.<br />
irgendwann bin ich hingegangen und habe vor seinen augen die trense weggeworfen, weil ich diese ganze situation für uns beide zu stressig fand.<br />
zu meinem glück kam damals dieser bericht in der cavallo über gebissloses reiten.<br />
ich habe mich direkt im internet informiert und das bitless bridle gefunden und zur probe bestellt.<br />
mein pferdchen hat es sofort angenommen und kam super damit zurecht.<br />
ich habe ihn gebisslos eingeritten.<br />
nach 2 jahren dachte ich mir, ich versuche mal das gebiss wieder aus um zusehen ob er es nimmt. und siehe da er hat es mir aus der hand genommen.<br />
aber geritten wird er nur gebisslos.<br />
durch das bitless bridle hat er vertrauen bekommen.</p>
<p>ich kann nur jedem empfehlen gebisslos zu reiten.</p>
<p>mir wurde schon von vielen leuten gesagt, die ich beim reiten getroffen habe, mein pferd würde aussehen als ob es lächelt.</p>
<p>aber trotz bitless bridle würde ich gerne mal den lg zaum testen. ich denke auch das wäre noch eine gute alternative zum bitless bridle und mein pferdchen hat etwas abwechslung.</p>
<p>vielen dank für die tolle internetseite.</p>
<p>annette und faylong<br />
_________________________________________________________________<br />
<em>Liebe Annette,<br />
vielen Dank für Deinen Bericht. Schön, dass Du die Abneigung Deines Pferdes respektieren kannst. Hoffentlich folgen viele Deinem Beispiel,<br />
liebe Grüße,<br />
Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Almut</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/comment-page-1/#comment-398</link>
		<dc:creator>Almut</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 13:04:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/#comment-398</guid>
		<description>Hallo Babette, 
danke für Deine Antwort. Ich mache das eigentlich ganz genau so, also hinschauen und hinfühlen, und ich habe (trotz der großen Maul-Sensibilität) nicht das Gefühl, meinem Pony mit dem Gebiss Leid zuzufügen.  
Was mich bei dem Artikel am meisten irritiert hat, war die - offenbar wissenschaftlich belegte - Feststellung, dass man mit dem Gebiss im Maul (sogar unabhängig davon, ob und wie man es anfasst) einen Reiz im Gehirn auslöst, der auf &quot;fressen&quot;, d.h. Ruhe geht, während man von dem Pferd beim reiten Bewegung verlangt, was wiederum von entgegengesetzten Hirnimpulsen gesteuert wird. Die Schlussfolgerung daraus war, dass ein Gebiss völlig kontraproduktiv wirkt und das Pferd durcheinanderbringt. Weil es aber ein sehr kooperatives Wesen ist, macht es trotzdem mit, auch wenn dadurch ernsthafte psychische und physische Schäden entstehen können (das hatte teils auch was mit kauen/schlucken und atmen zu tun, aber ich will hier nicht den ganzen Artikel wiederkäuen).
Nun frage ich mich, ist es wirklich so extrem? Wenn ja, gewöhnen sich die Pferde mit der Zeit daran? Denn - wie Du ja auch schreibst - es gibt schließlich genug Pferde, die offenbar zufrieden mit Gebiss laufen. 
Liebe Grüsse von einer grübelnden Almut
_________________________________________
&lt;em&gt;Liebe Almut,
ja, ich erinnere mich...
Ich sehe den Zusammenhang: das Pferd kaut, das Nervensystem schaltet auf Parasympatikus (Zeit für Ruhe, Essen, Entspannung) eher als positiv an, denn, ich möchte ja ein entspanntes Pferd beim Reiten! In wieweit das das Pferd in eine Konfliktsituation bringt weil es ja Leistung bringen soll, kann ich nicht sagen...
Tatsache ist, die Pferde schaffen das. 
Und da ich bekennender Weise auch beim Reiten viel mit Futterlob arbeite, weiß ich auch ganz sicher, meine Pferde können mit Gebiss sowohl atmen, als auch kauen und schlucken! :-) Und ich glaube, ernsthafte psychische Störungen haben in der Regel andere Gründe, oder?
Liebe Grüße, Babette&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Babette,<br />
danke für Deine Antwort. Ich mache das eigentlich ganz genau so, also hinschauen und hinfühlen, und ich habe (trotz der großen Maul-Sensibilität) nicht das Gefühl, meinem Pony mit dem Gebiss Leid zuzufügen.<br />
Was mich bei dem Artikel am meisten irritiert hat, war die &#8211; offenbar wissenschaftlich belegte &#8211; Feststellung, dass man mit dem Gebiss im Maul (sogar unabhängig davon, ob und wie man es anfasst) einen Reiz im Gehirn auslöst, der auf &#8220;fressen&#8221;, d.h. Ruhe geht, während man von dem Pferd beim reiten Bewegung verlangt, was wiederum von entgegengesetzten Hirnimpulsen gesteuert wird. Die Schlussfolgerung daraus war, dass ein Gebiss völlig kontraproduktiv wirkt und das Pferd durcheinanderbringt. Weil es aber ein sehr kooperatives Wesen ist, macht es trotzdem mit, auch wenn dadurch ernsthafte psychische und physische Schäden entstehen können (das hatte teils auch was mit kauen/schlucken und atmen zu tun, aber ich will hier nicht den ganzen Artikel wiederkäuen).<br />
Nun frage ich mich, ist es wirklich so extrem? Wenn ja, gewöhnen sich die Pferde mit der Zeit daran? Denn &#8211; wie Du ja auch schreibst &#8211; es gibt schließlich genug Pferde, die offenbar zufrieden mit Gebiss laufen.<br />
Liebe Grüsse von einer grübelnden Almut<br />
_________________________________________<br />
<em>Liebe Almut,<br />
ja, ich erinnere mich&#8230;<br />
Ich sehe den Zusammenhang: das Pferd kaut, das Nervensystem schaltet auf Parasympatikus (Zeit für Ruhe, Essen, Entspannung) eher als positiv an, denn, ich möchte ja ein entspanntes Pferd beim Reiten! In wieweit das das Pferd in eine Konfliktsituation bringt weil es ja Leistung bringen soll, kann ich nicht sagen&#8230;<br />
Tatsache ist, die Pferde schaffen das.<br />
Und da ich bekennender Weise auch beim Reiten viel mit Futterlob arbeite, weiß ich auch ganz sicher, meine Pferde können mit Gebiss sowohl atmen, als auch kauen und schlucken! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Und ich glaube, ernsthafte psychische Störungen haben in der Regel andere Gründe, oder?<br />
Liebe Grüße, Babette</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
