Babettes Praxis-Blog : Monatsarchiv für Mai 2008

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Eine Übung gegen das Abknicken in der Hüfte

Ein typischer Haltungsfehler beim Reiten ist das seitliche Abknicken in der Hüfte z.B. beim Reiten von Volten oder beim Abwenden.

Wenn wir in der Hüfte abknicken statt uns korrekt in die Bewegungsrichtung zu drehen, geben wir dem Pferd verfälschte Gewichtshilfen. Das macht es dem Pferd dann natürlich sehr schwer, das Gewünschte auch korrekt auszuführen. Um diesen Fehler bei uns selbst spüren und korrigieren zu lernen, kann Ihnen vielleicht die folgende Übung helfen.
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29. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 3 Kommentare »

Sinn und Unsinn der Sporen

Sporen erregen die Gemüter: In manchen Ställen sieht man kaum jemanden ohne Sporen und man gehört auch im Volksmund zu den Anerkannten, wenn man sich „die Sporen verdient hat“. In anderen Ställen wird man hingegen mit Sporen sofort als Tierquäler an den Pranger gestellt und ihr Einsatz wird grundsätzlich abgelehnt.

Was ist nun richtig? Ist man besonders fortgeschritten wenn man mit blitzenden Dornen am Fuß reitet oder gibt man sich die Blöße, sein Pferd nicht auf andere Art und Weise vorwärts zu bekommen?

Hier werden sich meiner Ansicht nach oft zu wenige Gedanken über den sinnvollen Gebrauch des Werkzeuges gemacht, was da eingesetzt wird.
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27. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Ausrüstung 10 Kommentare »

Wie Ihr Pferd lernt, die Trense zu nehmen

Als wir auf der Messe HansePferd waren, stand gegenüber von unserem Messestand ein hübscher Scheckhengst, der zweimal täglich für seine Vorführung unter den Sattel „fertig gemacht” wurde, wobei Sie das „fertig machen“ in diesem Fall leider wörtlich nehmen dürfen…

Für diese Aktion waren jedes Mal drei Personen nötig. Es ging darum, das Pferd irgendwie mit Sattel und Trense auszustatten. Es hatte deutlichen Sattelzwang und auch das Auftrensen war purer Stress für das arme Tier. Alles geschah hektisch und mit viel Tadel für das Pferd. Entschuldigen Sie den harten Vergleich, aber für mich wirkte es eher wie eine Vergewaltigung als etwas anderes. Der Gesichtsausdruck des Pferdes zeigte so viel Stress und Leid, dass ich es nicht aus meinem Kopf bekomme.

Viele Pferde haben Satteln und Trensen als unangenehm, vielleicht sogar schmerzhaft kennen gelernt und sagen seitdem mehr oder weniger „Nein“ zu dieser Prozedur. Und so beginnt für Mensch und Tier das Miteinander schon vor der der eigentlichen Arbeit mit Angst, Stress und Kampf. Viele Reiter nehmen diesen Zustand als gegeben hin.

Bitte machen Sie das nicht!
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22. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Ausrüstung 16 Kommentare »

Die Übung „Kopf tief“

Heute möchte ich Ihnen eine Übung vorstellen, die meiner Ansicht nach ein Pferd schon möglichst früh in seiner Grunderziehung lernen sollte. Ziel dieser Übung ist es, dass Sie Ihr Pferd in jeder Situation und mit verschiedenen Zeichen veranlassen können, den Kopf zu senken.

kopftief4.jpg

Wenn Sie in der Lage sind Ihrem Pferd jederzeit und überall den Kopf senken zu lassen, haben Sie ein höchst wirksames Werkzeug in der Hand, sowohl auf die körperliche, als auch auf die psychische Haltung Ihres Pferdes positiven Einfluss zu nehmen.
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20. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 8 Kommentare »

So finden Sie den lotrechten Sitz

Im Dressursitz soll der Reiter idealerweise so sitzen, dass sein Ohr, seine Schulter, seine Hüfte und sein Fußgelenk auf einer senkrechten Linie verlaufen – in etwa so:

sitzlotgerecht2.jpg

Leider ist unsere Körperwahrnehmung häufig so, dass wir nicht merken wann wir im Stuhlsitz sitzen oder unser Oberkörper zu weit nach vorne fällt. Die folgende Übung kann Ihnen helfen, einen lotrechten Sitz zu finden.
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15. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 3 Kommentare »

Die Motivation hinter den Dingen oder: Warum ich mit Zirkuslektionen arbeite

Man spricht über uns :-) : In einem Forum fanden wir einen Bericht über unsere Seite. Das Fazit war im Großen und Ganzen sehr positiv, mit Ausnahme der Kritik, dass wir etwas zu viele „Kunststückchen“ mit unseren Pferden machen und dass dabei die Natürlichkeit des Pferdes auf der Strecke bleiben könnte.

Sowohl Tania als auch ich konnten mit diesem Gedankengang viel anfangen und er hat mich tüchtig zum Nachdenken angeregt – dafür ein großes „Dankeschön“.

Ja, ich mache mit meinen Pferden viele Kunststückchen und nach diesem Forumsbeitrag habe ich mich gefragt, was eigentlich meine Hauptmotivation dazu ist.
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13. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Aus der Bereiterpraxis 8 Kommentare »

So wird Ihr Pferd zum Luftballon-Killer oder Ein Antischeu-Training der anderen Art

Passend zu dem Blogbeitrag von Tania, in dem Sie in einem tollen Video sehen können wie der Youngster Anthony Luftballons zertritt, möchte ich Ihnen erklären, wie Sie Ihr Pferd an diese Übung heranführen.

Kaum eine Übung macht Ihr Pferd „schusssicherer“ und steigert so stark das Selbstvertrauen Ihres Pferdes wie diese. Doch ist sie auch eine sehr schwierige Übung mit nicht unerheblichen Risiken.

Deswegen beachten Sie bitte folgende Sicherheitsaspekte:

  • Üben Sie bitte auf einem sicher eingezäunten Gelände oder in einer Halle.
  • Achten Sie immer darauf, nicht in Fluchtrichtung zu stehen (selbst dann, wenn Sie Ihr Pferd für cool halten).
  • Halten Sie Ihr Pferd bitte nicht an einem Strick fest (denn wenn es wegspringt, können Sie mit gerissen werden oder sich die Hände verletzten).
  • Achten Sie unbedingt darauf, keine anderen Reiter oder Pferde zu erschrecken.
  • Auch ganz wichtig: Kinder und Hunde haben nichts im Übungsfeld verloren.
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7. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Spiele & Co 6 Kommentare »

Clickertraining in der Pferdeausbildung

Das Clickertraining ist eine Ausbildungsmethode, die ursprünglich zur Ausbildung von Delphinen entwickelt wurde. Die Delphine wurden auf einen Pfiff konditioniert, d.h. wenn der Trainer mit der Pfeife pfiff, gab es unmittelbar nach dem Pfiff einen leckeren Fisch für den Delphin. So entstand für das Tier die Verknüpfung: Pfiff = Futter = positive Gefühle.

Sobald der Delphin den Zusammenhang “Pfeifton = es gibt Futter” verstanden hatte, konnte der Trainer mit seinen Tieren mit Hilfe der Pfeife kommunizieren und belohnen. Der Trainer pfiff nun immer, wenn der Delphin genau das Verhalten zeigte, was der Trainer wollte. Er sagte dem Tier mit dem Pfiff: „DAS, was du JETZT IN DIESEM MOMENT gemacht hast, WAR RICHTIG, komm jetzt zu mir, um dir deine Belohnung abzuholen.“
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6. Mai 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Clickertraining 9 Kommentare »