Babettes Praxis-Blog

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Herde oder Box?

Immer wieder kommt es vor, dass Pferdebesitzer ihre Tiere bei mir einstellen möchten, aber aus unterschiedlichen Gründen (insbesondere die Angst vor Verletzungen durch andere Pferde), ihre Pferde nicht, auch nicht stundenweise, in die Herde stellen möchten. Technisch wäre bei mir eine reine Boxenhaltung möglich, doch da diese mit meinen Grundüberzeugungen einer artgerechten Pferdehaltung nicht in Einklang zu bringen ist, lehne ich das ab.

 

Pferde sind Herden- und Bewegungstiere! Auch wenn der Pferdebesitzer jeden Tag mit seinem Pferd arbeitet, kann er die Grundbedürfnisse seines Pferdes bei dieser Haltungsform nicht annähernd befriedigen.

Sicherlich haben unsere Herdenpferde das Risiko, sich beim Toben zu verletzen und ja, es passiert. Aber es waren noch keine schweren Verletzungen dabei und wenn ich das Risiko abwäge gegen die Gefahr von Erkrankungen die vorwiegend Boxenpferde betrifft (Die meisten Pferde stehen sich krank! Und vergessen Sie nicht die höhere Belastung für die Atemwege.), und mir den gigantischen Unterschied in der Lebensqualität für das Pferd anschaue, kann ich mich nur für die Haltung in der Herde entscheiden.

 

Was für ein trübsinniges Dasein muss es sein, den ganzen Tag eingesperrt zu sein, mit keinem Artgenossen Fellpflege betreiben zu können und nicht mit Kumpels spielen zu dürfen. Was haben diese Tiere verbrochen, dass sie ihr Leben in Einzelhaft verbringen müssen? Vergleichen Sie, wie viel Platz ein Pferd in einer normalen Box hat, im Größenverhältnis zu dem Platz, den eine Legehenne in einem Käfig hat. Die Haltung von den Hennen im Minikäfig wird zum Glück als tierschutzwidrig angesehen und jeder hat Mitleid mit diesen Tieren. Geht es dem Pferd besser? Wie fühlen Sie sich, wenn Sie einen Hund sehen, der einsam in einem kleinen Zwinger gehalten wird? Geht es dem Pferd besser?

 

Pferde leiden leider auch hier stumm. Schauen Sie Boxenpferde einmal bewusst in die Augen. Wie viele starren apathisch in die Ecke, wie viele weben oder koppen?

 

Fazit: Für mich ist eine reine Boxenhaltung Tierquälerei. Wenn Sie mögen, freue ich mich über einen Austausch zu diesem Thema.

1. April 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 11 Kommentare »

Die Basis ist gutes Laufen - der Longenkurs

Suchen Sie nach einem Weg, Ihr Pferd so zu arbeiten, dass es lernt, mit aktiver Hinterhand und aufgewölbtem Rücken in guter Stellung und Biegung zu laufen? Möchten Sie so longieren, dass Sie von dem Ergebnis auch unter dem Sattel profitieren? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Longenkurs oder in unser Video dazu.

 

11 Reaktionen zu “Herde oder Box?”

 

Von Jenni • 1. April 2008

Danke Babette! Du sprichst mir aus der Seele!

Jeder, der nur einmal versucht hat, sich in ein Pferd hineinzuversetzen, müsste eigentlich zu dem gleichen Schluss kommen.
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Leider sprechen ja viele Menschen den Pferden eine Seele ab…
Wie unvorstellbar!
Liebe Grüße
Babette

 

Von Mareike • 7. April 2008

Dieser Artikel fasst das Thema wirklich kurz und gut zusammen.
Genau das ist meine Meinung.
ich war wirklich geschockt, als ich mein Praktikum in diesem Reitstall begann. Hier werden die Pferde tatsächlich 23 Stunden am Tag (also im Einter – das heißt das halbe Jahr) in der Box gehalten und etwa 1 Stunde zum reiten rausgeholt. Und die Besitzer finden das ganz normal!
Ich finde es grausam… :-(
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Ja, ich auch!!!
:-(
traurige Grüße,
Babette

 

Von Tamina • 5. Dezember 2008

Hallo Babette,
sehr wahr gesprochen! Und auch wenn es uns das Gefühl schon sagt und auch wenn ein paar Schrammen kein Grund wären ein Pferd in einer Box zu halten, hier noch eine Stimme der Wissenschaft aus “Tiergesundheit aktuell, Quelle: VETimpulse, 16/2008″:

“Interessanterweise stellten die Schweizer Veterinäre fest, dass es entgegen eines Vorurteils bei Gruppenhaltung nicht häufiger zu Verletzungen kommt als bei Einzelhaltung. Bei der Haltung in Einzelboxen bzw. begrenztem Weidegang können die Tiere keine Herdenstruktur aufbauen, wodurch es immer wieder zu Kämpfen um die Rangordnung kommt.

Erhöhte Verletzungsgefahr besteht zudem, wenn fremde Pferde im Rahmen von Turnieren aufeinander treffen.”

Mal ganz davon zu schweigen, dass ein unausgelastetes Pferd was den ganzen Tag herumsteht oder sich um die eigene Achse dreht, wenn dann aus der Box geholt viel eher zu Unfällen neigt. Ich finde es beruhigend wenn ich weiß, dass das Tier auf dem ich sitze beim spielen und Toben, am besten auf unebenem Gelände, seine Bewegungen im Griff hat. In allen Lagen, auch wenn es mal ausrutscht, stolpert oder sich erschreckt.

Liebe Grüße,

Tamina
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Liebe Tamina,
diesen Abschnitt sollte man in jedem Boxenstall aushängen!!
Ich stimme Dir voll und ganz zu!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Petra • 25. Juni 2009

Nie wieder Box.
Angefangen habe ich mit einer Innenbox. Dann kam die Außenbox (wenigstens ein Fenster), dann die Paddockbox (wenigstens frische Luft) und dann aufgrund der ständig dicken Beine meines Pferdes die Entscheidung zum LAG Stall(Laufstall). Es war natürlich eine große Umstellung für uns. Mein Pferd musste sich daran gewöhnen (eigentlich traurig) ständig andere Pferde um sich zu haben. In den ersten Monaten kam er irgendwie nicht zur Ruhe und die Macken, oje ich war nur noch am Wunden versorgen. Aber jetzt sind wir glücklich. Er spielt, hat Fellchen kraulen kennengelernt !! und verteidigt auch endlich seine Mahlzeit. Ich kann zusehen wie er entweder spielt, in die Fressbox läuft, sich im Sand wälzt oder liegt oder einfach raus geht, döst und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lässt. Sein Fell glänzt wie nie, er ist ausgeglichen beim Reiten und ich weiß, dass er alles hat auch wenn ich mal einen Tag nicht zum Stall gehen kann. Wenn ich jetzt Boxenpferde sehe blicke ich in ihre Augen und sie tun mir einfach nur leid.
Petra
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Liebe Petra,
ich freue mich sehr für Dein Pferd, dass es nun ein artgerechtes Leben führen darf!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Marlies • 8. August 2009

Hallo Babette

Ich bin auch gegen die reine Boxenhaltung, aber ich persönlich möchte mein Pferd nicht mehr in einer Gruppenhaltung, da ich schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. (Keine seriöse Eingliederung, zu kleine, ungünstige Stallverhältnisse). Bei uns in der Umgebung kenne ich gerade mal einen Gruppenstall, der meiner Meinung nach seriös geführt wird und auch die Infrastruktur f. den Reiter stimmt (Reitplatz etc.) Mein Pferd lebt nun in einer Auslaufboxe mit täglichem Weidegang in der Gruppe. Ich denke das ist ein guter Kompromiss.
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Ja, das finde ich auch!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von xenia • 3. September 2009

Hallo zusammen,
ich bin ein stiller und fleissiger Mitleser… aber ich habe mich bisher noch nicht getraut, selber zu schreiben.
Dieses Thema hier brennt mir aber unter den Nägeln!
Ich habe mich gefragt, ob ich mich outen soll… aber ich tue es jetzt einfach:

Mein Pferd steht EINZELN !! (und das ist gut so!)

Obwohl ich eigentlich so denke wie Ihr!!
Als ich mir den Traum vom eigenen Pferd erfüllt habe und meinen Wallach kaufte, stand für mich fest: Mein Pferd kommt nur in einen Lauf- oder Offenstall!
Gesagt, getan!
Die ersten paar Tage war er nur von Bißwunden übersäht.
Nach ca. zwei Wochen bekam er einen Eisen-Tritt auf das Vorderfußwurzelgelenk, eine ca. 6 cm breite Platzwunde erstreckte sich bis ins Gelenk, er konnte nicht mehr stehen, das Bein nicht mehr beugen. Es entwickelte sich ein Einschuss (so ein Elefanten-Bein habt Ihr noch nie gesehen) lange war nicht klar, ob das Bein steif bleiben würde. Täglich drei Spritzen und Medikamente bis unter die Hutkante…. doch das war nur der Anfang der Verletzungen durch die anderen Pferde!
Es folgten Tritte gegen alle vier Beine, die nun von Überbeinen als Zeit-Zeugen übersät sind, Prellungen an Schulter und Hüfte, ein fast gebrochener Kiefer und ein Biß in den Kehlkopf, der ihn fast ersticken ließ!
Zeitgleich entwickelte er Husten, Atemwegsprobleme, eine laufende Nase, tränende Augen, entzündete Ohren, trockene schuppige Haut, stumpfes Fell, Haarausfall, Hautpilz, Mauke, Schlauchentzündungen, angegriffene Organe durch die Medikamente, Dauer-Durchfall, Kotwasser, Magenschleimhautreizungen….. ich habe bestimmt noch das eine oder andere vergessen…
Tierarztkosten: gute 5.000,- EUR im ersten Jahr!

Doch ich hielt dran fest: ein Pferd gehört in die Herde!

Das zweite Jahr verlief noch schlimmer.. Er war eine einzige Dauer-Baustelle, hatte ich die eine Verletzung/Krankheit behandelt, bekam er schon die nächste….
Ich hatte einen eigenen Schrank voll mit einem Arsenal an Medikamenten, Verbandszeug, Cremes, Salben, Aufbaupräparaten – ich kann mittlerweile Wunden versorgen und verbinden, besser als jede Tierarzthelferin. Doch war ich selber bald kurz vor dem Kollaps – fast zwei Jahre lang jeden Tag Pferd verarzten, Wunden auswaschen, Medikamente geben hatten auch Spuren bei mir hinterlassen.
Dann bekam mein Pferdchen einen (vermutlich Eisen-mit-Stollen-) Tritt gegen den Ellenbogen. Durch den tief ins Fleisch eingebrachten Dreck/Bakterien entwickelte sich “GASBRAND”.
Versucht mal nach Behandlungsmöglichkeiten zu googeln – Ihr werdet keine finden, weil diese Erkrankung bei Pferden sowieso tödlich verläuft, bevor eine Therapie anschlägt!
(Meine Güte bekomme ich jetzt noch Herzklopfen, nur durchs drüber schreiben…)
Da war für mich das Maß voll.
In diesem Stall gab es keine Einzel-Haltungsmöglichkeit.
Also sprach ich mit der Tierärztin – mein Pferdchen wurde mit Medikamenten vollgestopft um ihn transportfähig zu machen, dann in den Hänger geschleift (ich meine das so wie ich es schreibe, wenn Ihr nicht wißt, ob Euer Pferd morgen noch lebt, habt Ihr keinen Nerv für Verladeübungen und vorher kamen wir durch die dauernden Verletzungen nicht dazu) und in einen anderen Stall gebracht. Hier bekam er eine schöne große Einzelbox mit einem sonnigen Paddock. Zwei Wochen lang bangte ich noch um sein Leben, fuhr mehrmals täglich und nachts zum Stall, um ihm die Medikamente genau nach Zeitplan zu geben, damit der Medikamentenspiegel im Blut immer gleich hoch bleibt – und mein Pferdchen erholte sich erstaunlicherweise unglaublich gut in seiner “Einzelhaft”.
Das ist jetzt über 10 Monate her!
Was soll ich sagen, es geht meinem Pferd gut!
Kein Durchfall mehr, keine Hautprobleme, keine Mauke etc. Er hat einfach keinen Stress mehr!
Weil ich aber nach wie vor diese “Das-Pferd-gehört-in-Gesellschaft-Geschichte” verfolgt habe, habe ich versucht ihn mit einem anderen Pferd vom Hof zusammen auf die Weide zu stellen.
Wieder ging es los mit Tritten, Bißwunden und einem gestressten Pferd, was schließlich in einer Kolik gipfelte. Also trennte ich ihn wieder.
Der momentane Stand ist jetzt so:
Er hat immernoch eine Einzelbox mit großem Paddock, etwas über 30 QM groß (hier steht er über Nacht) und er hat eine eigene Weide (hier steht er den ganzen Tag, jeden Tag, Sommer wie Winter). Die Weide ist links und rechts nur durch Strombänder von den Nachbarweiden getrennt, hier stehen weitere Pferde.
Sie können sich beschnuffeln, zusammen rumstehen oder rumliegen (nur durch die Bänder getrennt) oder auch mal zusammen den Zaun entlang langfetzen, buckeln und toben. Aber sie können sich nicht treten und verletzen.
Und wenn er genug hat, kann er sich umdrehen und weggehen, ohne daß ihm das Nachbarpferd folgen kann und ihn bedrängen kann.

Mein Pferd war noch nie so glücklich!!
Es geht ihm einfach gut und er ist topfit!
Sein Immunsystem hat so aufgeholt, das ist unglaublich.

Jetzt ist es eher andersherum, die anderen Pferde im Stall kränkeln ab und an mal – nur er bleibt gesund *klopfaufholz*
Vorher war er der erste der “Hier” schrie, wenn ein Virus durch die Luft flog – und er bekam natürlich nicht nur einen Schnupfen, sondern gleich eine halbe Lungenentzündung (seht Ihr, das habe ich oben in der Aufzählung vergessen: über 40 Grad Fieber eine Woche lang…)
Jetzt schnupft und rotzt alles um ihn herum und ich renne schon mit Fieberthermometer bewaffnet in die Box, aber ihm geht es einfach gut!
Er war noch nie so ausgelassen und glücklich!
Nachdem ich zwei Jahr lang nur Verletzungen behandelt habe, hatte ich dieses Jahr den ersten Sommer, den ich mit REITEN und SPIELEN und SONSTIGEMKRAM verbracht habe!
Wenn ich die Stallgasse betrete, schnellt sein Kopf am anderen Ende bereits nach oben (er erkennt mich schon am Klang meiner Schritte), er brummelt mich an und “fragt” mich mit den Augen, was wir heute denn wieder anstellen, was wir heute wieder unsicher machen.

Ne, es bleibt jetzt so wie es ist, mein Pferd bleibt in
“Einzelhaft”, Schande über mein Haupt…..

Liebe Grüße
von der geouteten
xenia
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Liebe Xenia,
ich glaube, Du musst Dir keine Sorgen machen das Dich hier jemand nicht versteht und Dir Deine Entscheidung übel nimmt.
Mein Gott, was für eine Geschichte!
:-(
Zum Glück ist es ein Einzelfall das ein Pferd so gar nicht von seinen Artgenossen akzeptiert wird und wiederholt so verletzt wird.
Für Dein Pferd ist es sicher der richtige Weg den Du nun gewählt hast.
Alles Liebe für Euch,
Babette

 

Von Mirja • 21. Januar 2010

Meiner steht noch mit einen Pferd ganzjährig im Offenstall. Er ist ausgeglichen, geht nicht durch, buckelt nicht. Da ich fünf mal die Woche die Pferde versorge, mit mis´ten und ich es echt toll erwischt habe zahle ich dafür auch fast nichts. Im Reitstall hingegen sind alle Pferde seitdem Schnee liegt ni´cht mehr rausgekommen, nur zum reiten in der Halle, und dort würde ich bis zum zehnfachen mehr bezahlen.Nein, ich bin echt ein überzeugt vom Offenstall, und wenn Box dann nur mit ganzjährigen täglichen mehrstündigen Weidegang. Ein Argument vom Reitstall war das die Pferde Stollen bekämen, nun da frage ich mich warum man die Eisen zum Winter nicht unten läßt, bzw. Spezialbeschlag macht. Lieber läßt man die Pferde dann im Stall stehen, ich muß zwar 15min. zur Halle reiten, doch ist es mir das allemal wert, da es meinem Pferd viel besser dort geht.
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Liebe Mirja,
meine Pferde die Eisen brauchen, bekommen im Winter immer einen speziellen Beschlag mit Schneegrip und Stollen. So verbringen sie auch im Winter problemlos im Offenstall ;-) ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Silke H. • 28. Januar 2010

Mein 21jähriger Traber steht jetzt schon seit 15Jahren in Offenstallhaltung,davon knapp 2 1/2Jahren bei uns.Wir können ihn gar nicht mehr einsperren,er würd den Stall zerlegen und sich die Beine zertrümmern.Er ist zwar sofort am rotzen wenns Wetter umschlägt und läuft bei nasskaltem Wetter auch klamm aber wir haben ihm Futterzusatz gekauft gegen Arthrose und ich koch ihm bei Erkältung gern Erkältungstee,Hustentee oder Pfefferminztee was er zu seiner Medizin bekommt.Er fühlt sich draussen einfach am wohlsten.Diesen Winter haben wir ihn mit 400g Decke statt 200g stehen,aber lieber Deckenpferd als mind.20Std Box.Unserren Shetty den wir jetzt 1Jahr besitzen konnte die Vorbesitzerin auch wohl einsperren,aber jetzt würd er sich auch wohl eher die Beine kaputthauen als sich einsperren lassen.L.G. Silke Zu Xenia:So hätt ich in diesem Fall auch reagiert,er steht ja auch nicht 23 Stunden eng eingepfercht so wie ichs jetzt verstanden habe

 

Von Linda Booz • 17. Februar 2010

Hallo Babette,

Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin keine so große Pferdekennerin – aber ich kann den Tieren “aus den Augen” lesen. Über Umwege bin ich auf einen Bauernhof gekommen, wo ungefähr 30 Pferde leben (der Bauer hat 11 eigene). Diese Pferde leben alle in einer Box – wenn sie Pech haben, stehen sie einige Tage nur in dieser Box. Wenn sie Glück haben, kommen sie stundenweise auf die Weide.
Ich finde das absolut nicht artgerecht und versuche auch immer wieder, meine Meinung kundzutun – es hat sich auch schon einiges getan – dafür bin ich sehr froh für die Tiere !!
Liebe Grüße und mach weiter so – die Tiere werden es Dir danken !!!!
Linda Booz
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Vielen Dank Linda!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Anja • 14. März 2010

Hallo an alle, ich bin gerade durch meine Weideverpächter auf Eure Seite aufmerksam gemacht worden. Echt Klasse. Und was ich bis jetzt zum Thema Pferdehaltung / Offenstall gelesen habe – man da kann ich nur zu stimmen. Leider sind wir ( meine Stute und ich ) auch gebrandte Kinder. Vor meiner Versetzung hatte meine Kleine eine Außenbox mit vollem Kontakt zu den Nachbarn ( 14 weitere Pferde ) und täglich zwischen 12 und 16 Stunden Weidegang. Herrlich – tja und dann kam der Umzug und das Drama begann: Klimawechsel= Rotznase und seit dem Herbst andauernde Bindehautentzündung auf beiden Augen; Aufstallung = ständige Verletzungen ( Brust aufgespießt über 800,-Euro, Auge an Kante aufgerissen, Flanken kaputt – an vorstehenden Boxenriegeln aufgerissen, Beine ständig kaputt gehauen an Türscharnieren, die in die zu enge Stallgasse ragten; Gesamtsumme in knapp 4 Monaten etwa 2000 Euro) Jetzt ist mir der Kragen geplatzt und ich habe meine Stute in einen anderen Stall verfrachtet. Dort klappt es prima, die ersten Tage hatte ich sie nachts in der Box, aber seit zwei Tagen im Offenstall. Seitdem hat sie noch keine neue Macke dazubekommen! Baut auch langsam wieder auf und frist entspannter…herrlich…es lebe eine vernünftige Tierhaltung…
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Oje!
Da habt Ihr ja einiges hinter Euch… :-(
Alles Gute für die Zukunft und liebe Grüße,
Babette

 

Von Katrin • 17. Juli 2010

Leider gibt es die reine Boxenhaltung noch immer.
Ich habe seit gut 3 Monaten eine Reitbeteiligung in einem relativ großen Stall. Die Bedingungen dort sind ideal – viel Weidemöglichkeiten, großer Platz, große Halle. Dennoch gibt es einige Pferdebesitzer die ihre Pferde in der Box lassen. Da steht sogar an den Boxentüren – bei Regen bitte nicht raus???. Viele stehen aber den ganzen Tag draußen und die Besitzer holen dann ihre Pferde von der Koppel wenn geritten wird. Zum Glück steht ‘meiner’ den ganzen Tag draußen.

@Xenia – warum hast du solange gewartet bis du dein Pferd umgestellt hast?

Ich wünsche mir das bald alle Pferdebesitzer in ihren Pferde ein Lebewesen sehen und nicht nur einen Freizeitgegenstand.
LG
Katrin
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Liebe Katrin,
Deinen Wunsch teile ich…
Liebe Grüße,
Babette

 

 

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Babette Teschen

  • Veröffentlichung Der Longenkurs
  • Ausgebildete Tierheilpraktikerin
  • Seminare nach Linda Tellington-Jones
  • Von 1998 bis 2000 Reitlehrerin in der Schule Marienau
  • Seit 1996 selbständig mit dem Pferdehof Teschen -
    Zentrum für ganzheitliche Betreuung

  • Seit 1998 Spezialisierung auf Alternative Reitweise nach Sally Swift und M. Feldenkrais
  • Schülerin von Horst Becker, Lehrer der klassischen Dressur
  • Seit Anfang 2003 Angebot eigener Seminare