Babettes Praxis-Blog : Monatsarchiv für März 2008

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Futter aus der Hand? Ja, aber bitte mit Tischmanieren á la Knigge!

Kaum ein Thema wird in der Pferdeerziehung so kontrovers diskutiert, wie das Thema „Füttern aus der Hand bei der Arbeit”. Kritiker weisen vor allem auf die Gefahren hin, vor allem auf das Beißen oder darauf, ein Pferd durch Futter zu verziehen. Dabei wird allerdings außer Acht gelassen, dass gute Futtermanieren erlernbar sind und dass das Futterlob viele Vorteile hat.
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27. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 16 Kommentare »

Zeichen für Losgelassenheit

Jeder redet davon, dass ein Pferd losgelassen über den Rücken gehen soll. Woran erkenne ich aber, ob ein Pferd losgelassen ist?

Nachfolgend finden Sie Zeichen, die Ihnen helfen können, wirkliche Losgelassenheit zu erkennen. Wichtig ist, das Pferd als Ganzes zu sehen und vertrauen Sie auch darauf, was Ihr Gefühl Ihnen sagt.

Ein Pferd, das losgelassen geht,

  • strahlt Harmonie in der Bewegung aus (die Bewegungen sind fließend, schwingend, raumgreifend),
  • strahlt Ruhe aus,
  • läuft taktrein in allen Gangarten,
  • trägt den Schweif gerade und er pendelt locker im Takt der Bewegung,
  • zeigt einen entspannten Gesichtsausdruck (lesen Sie dazu den Beitrag: Was der Gesichtsausdruck des Pferdes verrät),
  • lässt den Rücken schwingen,
  • lässt den Reiter gut sitzen,
  • lässt im Kiefergelenk los,
  • lässt den Unterhalsmuskel locker,
  • ist jederzeit in der Lage und bereit, in Dehnungshaltung zu gehen,
  • geht in korrekter Anlehnung,
  • hat die Nase leicht vor der Senkrechten,
  • hat keinen “falschen Knick”,
  • schnaubt ab (Zeichen einer unbeschwerten Atmung),
  • tritt mit der Hinterhand gut unter,
  • hält ein fleißiges, gleichmäßiges Tempo,
  • läuft „leise“.

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25. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper 5 Kommentare »

Die Kraft der positiven Bilder

Aus der menschlichen Psychologie ist bekannt, dass unser Unterbewusstsein das Wort „nicht“ nicht wahrnimmt. Und doch formulieren wir in unseren Gedanken oder auch im gesprochenem Wort viel zu oft Sätze, die ein „nicht“ enthalten und stellen uns eine zu erwartende Situation in ihrer negativen Möglichkeit vor.

 

Beispiele:

  • „Hoffentlich hat mein Chef heute keine schlechte Laune“

  • „Bestimmt ist die Ampel wieder rot“

  • “Wetten das mein Mann den Müll wieder nicht raus gebracht hat?“

Auf das Reiten bezogen, sehen solche negativen Erwartungen z.B. so aus:

  • „Schlag nicht immer mit dem Kopf.“

  • „Scheu nicht vor dem Traktor.“

  • u.ä.

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20. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Aus dem Reitunterricht 3 Kommentare »

Das blockierte Fußgelenk

Eine häufige Anweisung, die im Reitunterricht zu hören ist, lautet: „Absatz tief!“. Damit möchte der/die Reitlehrer/in einen hochgezogenen Absatz korrigieren, was aber fast immer eine ganze Reihe von unerwünschten Folgen hat.

 

Dieses Kommando führt nämlich oft dazu, dass der Schüler seine Ferse aktiv herunterdrückt. Das wiederum bewirkt durch den Krafteinsatz ein festgestelltes Fußgelenk:

fuss1.jpg

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17. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 2 Kommentare »

Eine Übung für ein weiches Gesäß

Unbewusst spannen viele Reiter/innen ihr Gesäß an, vor allem dann, wenn eine schwierige Lektion ansteht. Wussten Sie aber, dass viele Pferde, besonders die sensibleren von ihnen, Stress bekommen, wenn wir auf ihnen mit dem Hintern klammern?

 

Es macht deshalb Sinn, immer wieder daran zu arbeiten, mit einem weichen Gesäß zu reiten und genau dafür habe ich eine Übung für Sie.

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12. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 10 Kommentare »

Was der Gesichtsausdruck des Pferdes bei der Arbeit verrät

In meinem Reitunterricht gucke ich den Pferden ins Gesicht. Auch wenn die Mimik des Pferdes nicht so ausgeprägt ist wie unsere (das Pferd hat wesentlich weniger Gesichtsmuskulatur für seine Mimik zur Verfügung), so kann es uns doch deutlich über seinen psychischen und physischen Zustand etwas mitteilen.

Für mein Empfinden ist eines der größten Übel für unsere Pferde, dass die Natur sie zu stumm Leidenden gemacht hat. Wie schlimm würde so manche Reiteinheit mitanzuhören sein, würden Pferde wie Hunde bei Schmerzen winseln oder jaulen! Aber auch Pferde zeigen ihr Leid. Wir müssen nur hinschauen und uns empatisch auf das Pferd einlassen. Natürlich können verschiedene Zuschauer ein Pferd sehr unterschiedlich sehen. Auf den einen wirkt das Pferd angestrengt konzentriert, auf den anderen vielleicht unglücklich. Wer Recht hat? Das kann uns mit Sicherheit nur das Pferd sagen.
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12. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper 4 Kommentare »