Wenn alle Alarmglocken schrillen sollten: Hartes Fettdepot am Pferdehals

Leider eine Tatsache: viele unserer Wohlstandspferde sind “gut im Futter”, etwas moppelig oder gar schlichtweg viel zu fett! Und an dieser Stelle muss ich mir selber einen riesengroßen Misthaufen zuteilen, denn einige meiner Pferde sind es auch :-(

Mein Fütterungsmanagement

Ich habe einen Pensionsbetrieb und habe zur Zeit an die 30 Pferde bei mir stehen, die ich in zwei Herden aufgeteilt habe:

  • Die “leichtfuttrigen” Pferde, zu denen die meisten Ponys zählen und
  • die “Viel-Fressen-Dürfer”, in der Regel unsere Großpferde und schwerfuttrige Pferde.

Die “Diätherde” (also die leichtfuttrigen Pferde/Ponys) bekommt nur stundenweise rationiert Heu im Winter bzw. Gras im Sommer. Kraftfutter gibt es so gut wie nicht. Die “Viel-Fresser-Herde” kann die ganze Nacht durch ans Gras bzw. ans Heu und tagsüber noch 3 Stunden. Auch hier bekommen die wenigsten Pferde Kraftfutter zugefüttert, nur die, die es auch wirklich brauchen. Wirklich individuell kann ich mit diesem Management nicht auf jedes einzelne Pferd eingehen, doch ich bemühe mich sehr, die Fütterung so zu gestalten, dass es allen Pferden gut geht.

Meiner Erfahrung nach ist der Anteil der wirklich schwerfuttrigen Pferde klein und der weitaus größere Teil (auch der Großpferde) ist eher leichtfuttrig. Und so habe ich eben leider auch einige Pferde bei mir, die eindeutig zu viel auf die Waage bringen. Die meisten Pferde, die zu viel auf den Knochen haben, stehen in der Großpferd-Herde, also in der Herde, die die längere Zeit am Futter steht. Am liebsten hätte ich schon länger einige der Großpferde mit in die Pony-Herde getan, doch die ist platzmäßig einfach am Limit. Und ja, so steckte ich leider zu lange den Kopf vor dem Problem in den Sand, dass das eine oder andere Pferd zu dick ist…

Die Rechnung trägt nun das Pferd meiner Tochter

Tja, was bei vielen Pferden gut geht, ist nun leider bei Soeno, dem Peruanischen Paso meiner Tochter Lena, nicht gut gegangen. :-( Soeno ist jetzt 9 Jahre alt. Er wurde bei uns geboren und stand Zeit seines Lebens in der Großpferd-Herde. Hier war er glücklich, hing sehr an seiner Mutter (ja, er war abgesetzt ;-) aber die Bindung war stark wie am ersten Tag) und an seinen langjährigen Freunden, die beständig mit ihm zusammen lebten.

Als Jungpferd war er rank und schlank, doch das änderte sich langsam aber stetig. Er entwickelte Fettpolster am Mähnenkamm, an der Kruppe und an den Schultern. Und irgendwann kamen die ersten kritischen Stimmen: “Du Babette, Soeno ist aber ganz schön dick….”

Ich überlegte, ob ich Soeno in die Diät-Herde stellen soll, aber ich machte mir Sorgen, wie er die Trennung von seiner Mutter und seinen Kumpels verkraften würde, dachte an seine sensible Psyche, sah die eh zu volle Pony-Herde, hatte Angst vor der Eingliederung in die neue Herde und, und, und… Ich entschied mich also, Soeno in seiner Herde zu lassen. Immerhin war ja gerade erst die Pferdewaage da und das Urteil des Fachmannes lautete: Ok, etwas zu viel, aber noch ok (er bekam als Wert eine 5, d.h. Futterzustand genau richtig).

Die Krankheit begann

Letzten Winter bekam Soeno erstmals Hufrehe (eine sehr schmerzhafte und gefährliche Entzündung der Huflederhaut). Da wir im Spätsommer die Hufeisen abgenommen haben und Soeno eine schlechte Hufstellung hat (er hat eine für Peruanische Pasos typische lange, sehr weiche Fesselung und untergeschobene Trachten) und die Rehe zeitgleich mit stark gefrorenem Boden auftrat, war es für den behandelnden Tierarzt und auch für mich offensichtlich eine sog. Belastungsrehe und so stellten wir keinen ursächlichen Zusammenhang mit der Fütterung, Soenos Übergewichtes, oder einer Stoffwechselerkrankung her.

Wir kamen mehr schlecht als recht durch den Winter und den Sommer über ging soweit alles gut. Diesen Winter ging es dann wieder los: Hufrehe! Und da es Soeno immer schlechter ging, begannen wir verstärkt nach den Ursachen zu suchen. So fanden wir anhand einer Blutuntersuchung als Krankheitsursache EMS = das Equine metabolische Syndrom.

Das Equine metabolische Syndrom

Unter der Krankheitsbezeichnung EMS wird ein Symptom-Komplex zusammengefasst, der sich auf Grund einer Störung des Zuckerstoffwechsels einstellt und vorwiegend übergewichtige Ponys und Pferde betrifft. Übergewicht und Bewegungsmangel führen zur Bildung von Fettdepots. Das Fettgewebe in diesen Depots produziert Hormone, die eine Insulinresistenz bewirken. Eine Folge von EMS ist die Hufrehe.

In der Regel bilden sich, bevor es zur durch EMS ausgelöster Hufrehe kommt (Hufrehe kann auch ohne vorangegangene Verfettung durch unterschiedliche Ursachen auftreten), typische Fettdepots am Körper des Pferdes. Diese sitzen häufig am Mähnenkamm, an der Kruppe, ums Euter bzw. bei Hengsten und Wallachen im Bereich des Schlauches und an der Schulter.

Wenn der Mähnenkamm hart wird

Zunächst sind diese Fettdepots in der Regel weich. Wenn das Fettdepot an der Mähne hart wird, ist das ein sehr ernst zu nehmendes Alarmzeichen, das Sie bitte niemals übersehen dürfen, denn dann besteht akute Gefahr, dass Ihr Pferd bald an einer Hufrehe leiden wird. Da mir das leider so nicht bekannt war, habe ich dieses Alarmzeichen bei Soeno übersehen. :-(

Bei Soeno war dieses Fettdepot am Oberhals tatsächlich lange weich, doch dann wurde es immer härter und als er an Hufrehe litt, war der rotmarkierte Bereich steinhart:

Hätte ich nur…

Heute mache ich mir große Vorwürfe, dass ich nicht viel früher auf Soenos Übergewicht reagiert habe. Ich hoffe sehr, dass ich mit Diät-Maßnahmen und mit der Unterstützung von Schulmedizin und Naturheilkunde Soenos Erkrankung in den Griff bekomme. Er wird wohl Zeit seines Lebens Diät halten müssen. Zur Zeit bekommt er 6 kg gewaschenes Heu (um möglichst viel Fruktose aus dem Heu herauszuwaschen), ein spezielles Mineralfutter für EMS-Pferde und als Belohnungsleckerlis Hagebutten. Nicht einmal Möhren oder Äpfel sind erlaubt. Ich hoffe, dass es mir innerhalb eines Jahres gelingt, seinen Stoffwechsel so wieder neu aufzubauen, dass er ein halbwegs normales Leben in unserer Mager-Herde führen kann und dass er keine weiteren Reheschübe erleben muss.

Handeln Sie, bevor Ihr Pferd krank wird

Wenn Sie auch so ein Moppelchen Ihr Eigen nennen, hoffe ich, dass ich Sie etwas sensibilisieren konnte für die Gefahr, die das Übergewicht Ihres Pferdes mit sich bringen kann und dass Sie nicht irgendwann Ihrem Pferd gegenüber so ein schlechtes Gewissen zu haben brauchen, wie ich es nun gegenüber Soeno habe.

Sorgen Sie rechtzeitig dafür Ihr Pferd schlanker zu bekommen und achten Sie darauf, Ihrem Pferd ausreichend Bewegung zu verschaffen. Passen Sie gut auf, was die Aufnahme von fruktosereichem Gras angeht und überlegen Sie sich, ob die Fütterung aus einem engmaschigem Heunetz oder das stundenweise Aufsetzen einer Fressbremse, nicht das kleinere Leid für Ihr Pferd ist.

Beobachten Sie Ihr Pferd immer gut und wenn Sie bemerken, dass die Fettdepots Ihres Pferdes härter werden oder dass Ihr Pferd nur noch klamm oder gar lahm geht, holen Sie bitte umgehend den Tierarzt.

Tania ist mir ihrem Aramis auch schon mal knapp an einer Hufrehe vorbei geschrammt. Ihren Erfahrungsbericht finden Sie hier und hier finden Sie eine Dokumentation über die Gewichtskontrolle ihrer Pferde.

7. Juni 2011 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 39 Kommentare »

 

39 Reaktionen zu “Wenn alle Alarmglocken schrillen sollten: Hartes Fettdepot am Pferdehals”

 

Von Dorit • 7. Juni 2011

Habe gerade für Pauli den greenguard bestellt. Habe ja schon die ganze zeit überlegt…ist er zu dick, nein..doch…der Arme…das übersteht er nicht mit Maulkorb. Wahrscheinlich ist es besser vorzusorgen, als später etwas viel Schlimmeres zu haben.

 

Von Sabine • 7. Juni 2011

Hallo Babette,

das ist mal ein guter Tipp! Ich hab noch nie drauf geachtet, ob der Speck bei meinem Pferd hart oder weich ist…. Wobei ich es auch manchmal schwierig finde, ihn bei einem insgesamt kompaktem Pferd von Muskeln zu unterscheiden.
Mein (kleines) Großpferd läuft auch nachts mit Fressbremse rum, tagsüber darf er ohne, da frisst er eh nicht viel. Auch ich selbst musste mich überwinden, ihm die Fressbremse anzuziehen. Sieht nicht schön aus und bei entsprechender Neigung dazu scheuert es auch schnell mal. Aber egal, wunde Stellen sind nichts gegen Hufrehe und seine fast schon wieder normale Figur und wiedergewonne Spritzigkeit geben der Fressbremse ihre Daseinsberechtigung.

Ich finde, das Thema kann nicht oft genug angesprochen werden, ich habe das Gefühl die Pferde werden allgemein immer dicker. Neben evtl. rationiertem Futter sollte man aber auch ausreichende Bewegung nicht vergessen! Nur vom Offenstall bewegen sich die meisten Pferde leider nicht genug.

Alles Gute für Soeno!
______________________________________________
Danke für Deinen guten Wünsche :-)
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Carola Schlanhof • 9. Juni 2011

Hi Babette,

seit meine Paso-Prinzessin ausgewachsen ist, kämpfe ich auch mit ihrem Gewicht. Die Problematik hatte ich mit meiner Vollblüterin früher nicht (die wäre was für deine Schwerfuttrigen-Herde gewesen).

Wenn ich es richtig verstehe, kriegen deine Leichtfuttrigen nicht Heu ad libitum, wie häufig empfohlen wird und wobei es sich angeblich einpendelt, daß sie nicht mehr fressen, als sie wirklich brauchen.
Wie viel, wie oft, und wie gut funktioniert es einerseits in puncto Psyche, andererseits in puncto Figur?

Bei mir funktionierte ad libitum-Fütterung nur mit Heu, das sie nicht wirklich mögen (da mußte ich im Winter Kraftfutter zufüttern, da sie so deutlich abgenommen haben). Mittlerweile habe ich wieder Heu, das sie mögen (ich hätte das Heu nicht gekauft, wenn ich vorher gewußt hätte, daß sie es nicht mögen. Ist frustrierend, wenn die Viecher vor dem gefüllten Heunetz stehen und einen hungrig ansehen). Mit dem kriege ich sie auch ganz ohne Gras proppenfett, geschweige mit, wenn sie es unbegrenzt zur Verfügung haben. Also steht es einfach nicht unbegrenzt zur Verfügung, aber offensichtlich kriegen sie immer noch etwas mehr, als sie brauchen (noch keine deutlichen Fettdepots, aber die Rippen definitiv bei leichtem Drüberstreichen nicht mehr auffindbar).

Ich frage mich, ob es bei den Leuten, bei denen es klappt, einfach an der Heusorte und/oder Pferderasse liegt.

Ich frage mich auch immer wieder, wie natürlich und artgerecht die 24-Std.-Weide ist. Einfach Schlaraffenland? Wie häufig kommt in den Ursprungsgebieten tatsächlich die total üppige Wiese vor und wie haben die Wildpferde diese verkraftet, falls vorhanden?
Wo liegt das gesunde Mittelmaß zwischen rund-um-die-Uhr-Fütterung und 2 x Minirauhfuttermengen oder den extremen jahreszeitlichen Schwankungen, mit denen Wildpferde umgehen müssen?

Ich würde mich über noch mehr Erfahrungsberichte zum Thema freuen, vor allem über jede erfolgreiche Maßnahme bei den Von-Luft-und-Wasser-fett-werdenden Pferden.

Viele Grüße
und gute Besserung an den Latino!

Carola
___________________________________________________
Liebe Carola,
ich habe es in meiner “Vielesserherde” lange versucht, ihnen Heu/bzw. Weide ad libitum anzubieten und gehofft, dass sich das Fressverhalten, wie es ja tatsächlich häufig gesagt wird, der unbegrenzten Futteraufnahmemöglichkeit anpasst und die Pferde sich nicht zu fett fressen. Das hat bei mir leider überhaupt nicht funktioniert (siehe Soeno :-( ). Die Pferde wurden fetter und fetter… Selbst die letzten Monate hatte ich echt kein schmackhaftes Heu und trotzdem, die Pferde sind viel zu dick geworden :-( !
Deswegen traue ich mich nicht mehr an diese Theorie und ich fahre viel besser mit der “Dosiermethode”. Bei den Ponys klappt es so gut. Dort stehen mehrere Ex-Rehepferde, die bei mir in dieser Herde keine Probleme haben. Sie sehen gut aus und sind in meinen Augen auch zufrieden mit dem, wie sie bei mir gefüttert werden. Die Zeit, wo diese Herde nicht an Gras bzw. Heu dürfen, steht ihnen Stroh zum Knabbern zur Verfügung. Ich weiß, auch darüber gibt es verschiedene Meinungen, aber ich habe damit wirklich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe wenig mit Koliken zu tun, die Pferde können ihr Fressbedürfniss ausleben, ohne dabei zu sehr aufzugehen. Auch ich würde mich über einen weiteren Austausch freuen und würde gerne endlich die optimalste Lösung für meine Lieben finden…
Ich versuche jetzt diesen Weg: Die Moppels aus der Vielesserherde dürfen am Vormittag vier Stunden aufs Gras, am Nachmittag nochmal 2 Stunden. In der Nacht stehen sie auf einem Paddock mit Heu, welches in ein engmaschiges Netz eingetütet ist. Bisher fühlt sich das für mich für einen guten Weg an… Schauen wir mal ;-) .
Danke für die Wünsche für Soeno :-*
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Beate • 9. Juni 2011

Liebe Babette, liebe Lena, erst mal alles gute für Soeno und dass ihr das Problem gut in den Griff bekommt. Nur noch mal als Tipp: Die Scharnebecker Mühle hat sich auf Futter für solche Pferde spezialisiert….

 

Von Valeria • 9. Juni 2011

Liebe Babette, liebe Lena,

auch von mir alles Gute für Soeno.

Und ganz ganz vielen Dank, dass Ihr das Thema aufgegriffen habt. Ich muss das bei meinem extrem leichtfuttrigen Pferd auch im Auge halten und mache mir Gedanken darüber, ob die Fütterung so in sich stimmig ist. Momentan ist mein Wallach 24 Std. auf der Koppel (mit nur wenig Gras) und bekommt in der Regel rund um die Uhr Heu. Der Zugang zum Heu regelt sich auf natürliche Weise durch die Herdenordnung. Die Herde besteht auf 14 Wallachen, meiner ist in der Rangordnung, an zwei-, vielleicht auch drittletzter Stelle.

Habt Ihr mit dieser natürlichen Futterregulierung Erfahrung?
Könnten wir das Thema vielleicht ins Forum verlagern?

Liebe Grüße
Valeria
____________________________________________________
Hallo Valeria,
mit der natürlichen Futterregulierung hat es bei mir nicht funktioniert. Die Pferde wurden fetter und fetter :-(
Wir haben im Forum schon ein paar spannende Threads zum Thema, guck mal hier und hier.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Beate • 10. Juni 2011

Mein Pferdchen (zugegeben, er ist ein Pony ;) ) ist da auch so ein Fall, er ist einfach zu dick. Ich habe ihn dann aber nicht direkt auf Diät gesetzt. Ich habe einfach mehr mit Keks-Wort, statt mit Leckerlis (er hat natürlich noch welche bekommen ;) ) gearbeitet habe ihn mehr auf dem Platz “gearbeitet” und das ganze noch mit Konditionstraining verbunden (hatte er eh schon lange nötig…). Und nach ein paar Wochen war er wieder rank und schlank. Ohne Maulkorb und weiterhin 24h Wiese/He. Allerdings waren sie (Aiko und unsere anderen Jungs ;) eben meistens auf der Koppel, welche schon relativ abgenagt war.
Aber nachdem ich eine Woche nicht da war, hat er schon wieder erstaunlich viel zugelegt *stöhn* Und eines unserer anderen Pferde ist gerade auch zu dick, der hatte nämlich ein paar Wochen Pause, weil er einen Satteldruck hatte, welcher auch noch genau auf der Lage des Longiergurtes war…

Naja, ich mach mich dann mal ans Pferde abspecken *zwinker* Aber da meine Jungs am Hals noch keine Fettpölsterchen haben (sie haben nur am Bauch zu viel ;) )…

 

Von Kerstin • 10. Juni 2011

Mein Pony hat auch EMS und hatte Rehe und hatte auch diesen typischen Fettkamm und Fettpolster. Sie hat jetzt schon gut abgenommen und vom Gesamtzustand geht es ihr viel besser, aber ihr Blutbild ist immer noch nicht besonders gut. Ich hoffe das wird langfristig noch besser.

Ob das mit der natürlichen Futterregulierung in der Herde über die Rangordnung richtig gut funktionieren kann find ich eher fraglich, mein Pony stand in der Herde von ca. 20 Pferden, sie war eher ranghoch (im oberen Drittel) und dementsprechend immer viel zu dick. Die 3-4 rangniedristen Pferde waren immer recht schlank, allerdings hatten die auch finde ich recht viel Stress. Ich hatte auch das Gefühl, dass alle Pferde durch den “Konkurrenzkampf” beim Fressen Stress hatten, denn auch die ranghohen Pferde haben immer sehr geschlungen und es gab Streitigkeiten.

Ich denke für eine große Herde braucht man so viele Futterstellen und Platz, so dass alle Pferde problemlos ans Rauhfutter können. Dann reguliert sich aber natürlich Gewichtstechnisch erst recht wieder nichts von alleine.

Ich finde das Thema Gruppenhaltung und passende Fütterung für alle Pferde jedenfalls sehr kompliziert. Wir haben jetzt eine Dreiergruppe und selbst da ist es schon schwierig, die richtige Menge und Häufigkeit zu finden.

Viele Grüße
Kerstin

 

Von Ramona • 11. Juni 2011

Hallo Babette,
vielen Dank zum Aufgreifen dieses (ge)wichtigen Themas. Ich schlage mich fast täglich damit rum.
Meine Dicke ist ein Kalti-Friesen Mix, sehr nach dem Kalti kommend, ich würde sie mir jedoch etwas mehr nach dem Friesen wünschen und denke, dass viel von der Fütterung kommt. Der Mähnenkamm ist ca. handbreit steinhart und wird von meinem Reitlehrer als “Fettkamm” bezeichnet. Jedoch wird mir von allen Leuten der Stallgemeinschaft gesagt, dass sei ihr Typ und ein Kalti müsste etwas dicklich sein… Tania dachte ja auch, dass es der Typ sei, und wohl doch geirrt.

Ist es also bei den kräftigeren Pferden zu verkraften, dass sie mehr auf die Waage bringen? Klar wird aus ihnen niemals ein Sportpferd werden, aber vielleicht eine runde, leicht sportliche figur?

Viele Grüße,
Ramona
__________________________________________________
Hallo Ramona,
ja klar dürfen die kräftigen Pferde kompakter sein und mehr auf die Waage bringen als die grazilen Sportpferde, aber auch die “kräftigen Kalten” sollten keine Fettpolster aufweisen.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Patrizia Harneit • 12. Juni 2011

Hey Babette,

sehr gut hast du das mal wieder geschrieben und ich freue mich, für Soeno soviel wie nur möglich zu tun.
Er ist ein wunderbares Pferd mit so einem zarten Seelchen und da wollen wir doch mal schauen, dass wir ihn gemeinsam hin bekommen…

und er wieder ein glückliches Pferdeleben leben kann….

Fühl dich gedrückt und knuddel an Soeni…

Pat
_______________________________________________
Ich danke Dir für alles, was Du für Soeno und meine anderen Schätze tust :-*

 

Von gabriela masanti • 13. Juni 2011

Babette: Ich wüschne dir, deiner tochter und natürlich der Paso-Dame viel glück bei der (totale!) genesung!!
danke für den tipp mit dem harten “speck”! hab ich nicht gewusst!

Hallo Alle zusammen,
auch meine Isländer, vor allem die “leitstute”, haben gut speck auf den rippen. obwohl kleinmaschige heunetze (3cm), und nur 2 mal 1.5 stunden/tag auf magerer wiese im sommer. von kraftfutter reden wir gar nicht. davon gibt es eine handvoll reinen hafer mit dem mineralfutter. that’s it!

Das blöde ist ja dass pferde halt eben trotzdem dauerfresser sind. wir haben es so gelöst dass in zwei 4.5 cm netzen immer auch noch etwas (reines!!) stroh unter den paddockbäumen hängt. haben unsere pferde wirklich zu wenig heu, fressen sie das ganze stroh auf. haben sie genug, fressen sie ein klein wenig, haben sie zu viel sehen sie sich das stroh gar nicht mehr an. wir versuchen die heumenge diesem fressverhalten anzupassen. geht eigentlich immer besser.

ja jaaaa! wir geben uns sehr grosse mühe mit unseren rössli aber siehe daaaa….. für den moment immernoch zu rund für meinen geschmack!

ich finde das futtermagagement für pferde eines der einfachsten (braucht ja eigentlich nur heu und gras) und zur selben zeit kompliziertesten gebieten mit pferden. vor allem poneys die nur schon vom futter ansehen dick werden…… grrrrrr!!

 

Von gabriela masanti • 13. Juni 2011

..ah ich wollt noch schnell sagen dass meine pferde nebst paddock auch eine grosse, total kahlgefressene trampelweide zur verfügung haben. das kommt zum teil davon dass ich einen 17jährigen unreitbaren (knie) Isländer habe und möchte dass der so viel bewegung wie nur möglich haben kann…… das mag ich natürlich auch den andern gönnen!!

am morgen sind die pferde im paddock weil ich gelernt habe dass am morgen, wärend der bodenerwärmung das fruktan am höchsten ist….. also auch keine trampelweide.

Bei meiner tampelweide bin ich mir aber nicht so sicher. sie ist zwar total kahlgefressen aber irgendwas finden pferde ja immer …

Eure meinung zu trampelweiden dazu würde mich breeeeennend interessieren!!

 

Von perline • 13. Juni 2011

Liebe Babette,

hast Du schon mal an entgiften gedacht?
Mein Pony, Shetty, hat schon seit Jahren Rehe, ausgelöst durch Fallobst.
Vorletzten Herbst ging es ihm so schlecht, dass er nicht mehr aufstehen wollte, da hab ich mit Arnika-Globuli gegen die Entzündung und mit gemahlenen Mariendistelsamen und Mariendistel – Globuli wieder hinbekommen,Tierarzt hat ihn nach den schlechten Leberwerten schon ziemlich aufgegeben.

Jetzt sind 2 Jahre vorbei, ich passe im Frühjahr mit dem Anweiden sehr auf, auch mit Maulkorb, aber jetzt ist er den ganzen Tag wieder auf einer Magerweide mit den anderen und es geht ihm gut!

Hast Du auch mal an Artrose gedacht? Mein Pony hat auch Artrose, gebew dagegen Braunhirse, konnte nämlich lange nicht auseinander halten ob er wegen der Rehe schwerer geht oder eben wegen der Artrose (ist ca. 12 Jahre alt).

Alles liebe und gute Besserung
Sonja
___________________________________________
Hallo Sonja,
ja, entgiften ist ein wichtiges Thema und er wird naturheilkundlich gut versorgt. Leider hat er neben EMS auch noch Borreliose und wahrscheinlich noch eine Grunderkrankung namens DSLD, die rassetypisch ist für Peruanische Pasos :-( … Ein bisschen viel für ein kleines Pferd, wie ich finde *seufz*
Danke für die Besserungswünsche, ich leite sie weiter :-)
Babette

 

Von Sabine • 13. Juni 2011

Hallo Babette,
zunächst auch von mir alles Gute für Soeno und viel Erfolg beim Futtermanagement. Vielen Dank, dass du dieses wichtige Thema aufgegriffen hast.

Ich bin ja mit meiner Hafi-Stute auch 1 1/2 Jahre dem Irrglauben aufgesessen, dass sich die Heuaufnahme mit der Zeit von selbst regulieren, und sich das Gewicht dann einpendeln würde, wenn immer was da ist, und auch bei mir hat das Ganze mit EMS geendet. Auch bei uns hatten die PFerde nur stundenweise Koppelgang (alles mit Maulkorb) und Heu aus engmaschigen Netzen (wobei die Heuqualität und der Schnittzeitpunkt da den Ausschlag geben und bei uns gab’s einfach oft frühes fettes Heu), und dennoch gibt es kein Pferd, das länger als 6 Monate im Stall war, das nicht zu dick bzw. viel zu fett geworden ist.

Das Hauptproblem für mich war, das man die Figur des eigenen Pferdes unter lauter anderen dicken Ponys irgendwann falsch einschätzt bzw. aus den Augen verliert. Ich dachte immer, dass meine gegenüber vielen anderen ja noch richtig gut aussieht, was mir so auch immer wieder bestätigt wurde, und so hat man das Problem immer wieder auf die lange Bank geschoben und gehofft, dass sich irgendwas von alleine regeln würde. Bei mir waren es wie gesagt nur 1 1/2 Jahre in der Üppigfütterung, die mein Pferd verfetten ließen und das EMS zum Ausbruch brachten. Die ganz offensichtlichen Fettpolster, die du beschrieben hast, hatte sie auch nicht wirklich, lediglich Hals und Schulterbereich, was bei einem Hafi aber dann schon von Natur aus wieder anders aussieht als bei anderen Pferden.
Ich hoffe, dass durch die vielen Threads im Forum und auch diesen Newsletter viele Leute erreicht werden können und zu einem Umdenken kommen, bevor es zu spät ist. Im Nachhinein fühlt man sich nämlich furchtbar schuldig, weil man ja eigentlich seiner Verantwortung seinem Pferd gegenüber nicht gerecht wurde, das jetzt sein Leben lang dafür darunter leiden muss.
Liebe Grüße
Sabine

 

Von Sandra • 13. Juni 2011

Hi babette,
es gibt einen chinesischen tee der ” jiagolan” heisst, ist eine art ginseng. Dr. Eleonore keller in den u.s.a. macht zur zeit interessante forschungen darueber. Dieser kraut scheint den stoffwechsel zu regulieren. Mein pferd leidet auch an leichten hufrehe, besonders im fruehjahr, und jiagolan tee hat ihm sehr geholfen. Man faengt an mit einem halben teeloeffel 2x am tag 20 min. vor dem essen, einfach so aus der hand gegeben, oder in eine winzige menge futter vermischt. Sollte keine verbesserung auftreten nach 2-3 tagen, kann man die menge langsam steigern. Ausserdem, futtere ich equigard von hippolyt…kann ich nur empfehlen. Eine gute besserung wuensch ich dem soeno!

L.g.,
Sandra
_________________________________________________
Danke für den Tipp und die guten Wünsche für Soeno,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Ulli • 13. Juni 2011

Hi Babette,

wie du weißt habe ich mit meiner Enja ja ein ähnliches Problem, sie hatte zwar noch nie eine Rehe dafür aber Verschlag.
Im Winter habe ich mit ihr Gott sei Dank nie Probleme aber im Sommer geht sie seid zwei Jahren nur noch mit Fressbremse auf die Weide.
Tagsüber sind sie ja am Haus da kann sie ohne Maulkorb gehen.
Das war für mich am Anfang eine riesige Überwindung- das arme Pferd….sie wird immer Hunger haben….usw usf…..wie wir halt so sind!
Enja dagegen hat sich schnell daran gewöhnt und nimmt die Fressbremse heute gerne da sie dabei immer ein Leckerchen bekommt.
Ich will nicht sagen das sie heute schlank ist aber es geht ihr deutlich besser und sie kann auch jeden Tag wieder etwas tun.
Sie bekommt jeden Tag von Hypolit noch 100g Super Condition dazu- das erhöht den Stoffwechsel…ich habe da gute Erfahrungen gemacht.

Jetzt musste sie eine Woche ohne Maulkorb raus da sie sich ein bissche erkältet hatte, sie hat sofort wieder zugenommen und zwar ordentlich….die Talkmassen , die fast weg waren,an Hals Schultern und Bauch sind gleich wieder mehr geworden.Also schlank und gesund wird Enja wohl nie mehr, ich werde immer auf ihr Gewicht achten müssen aber es geht ihr so ganz gut.
Ich drücke euch für Soeno ganz doll die Daumen das es besser wird und danke für den Tipp mit den Hagebutten.

Lg Ulli

 

Von Conny • 13. Juni 2011

Ich hatte mit meiner Vierer-Gruppe auch immer das Problem, dass alle zu übergewichtig waren. Was unsren (leider nur 3en) wahnsinnig gut beim Abspecken geholfen hat, war die Anlage eines Rundlaufes, um die Pferde so zu mehr Bewegung animieren.
Auf dem Rundlauf verteilen wir kleine Heuportionen. Dadurch sind die Pferde immer in Bewegung, weil sie sich nicht von einem Heuhaufen zum nächsten fressen, sondern immer wieder hin und her wechseln. Könnte ja sein, dass der Kumpel viiiiel besseres Heu hat :-)

Leider ist die einzige Stute in der Gruppe noch immer speckefett und hat eben so nen harten Fettkamm. Lt. Besitzerin hätte sie das immer im Sommer.
Wir hatten ihr zwar versuchsweise auch ne Fressbremse mal angelegt, aber da stand sie auf der Weide und bettelte sich nen Wolf.

Ehrlich gesagt finde ich, dass so ne Fressbremse was von einem Folterwerkzeug hat.

Würde man mich zum Abnehmen zwingen, indem man mir eine stinkige Gummischeibe mit einem kleinen Loch vor den Mund bindet, würde ich Panik bekommen ;-)

LG
Conny

 

Von Vera • 13. Juni 2011

Bis vor ein paar Jahren hatte ich auch eine Reitbeteiligung (Highlandpony) welcher heute noch an EMS leidet. Die Besitzerin hat es Gott sei Dank erkannt und handelte sofort. Damals kaufte sie ihn aus einer Zucht frei und stellte ihn, wohlwissendlich über die Krankheit, bei sich ein. Ein EMS Pferd ist nicht immer leicht zu halten. Das Pferd ist geprägt für sein ganzes Leben. Es ist nicht nur für das Pferd eine große Umstellung von der gewohnten Herde bzw. Futtermenge zu einer anderen Herde bzw. reduzierten Futtermenge, sondern auch für den Besitzer welcher sich darüber im Klaren sein muss dass es besonders jetzt auf das Futter ankommt. Ich finde es auch relativ schwierig solch ein Pferd bei uns hier in der Umgebung in einen Reitstall unterzustellen. Meist gibt es eine vorgegebene Masse an Heu und Grünfutter. Ein Individueller Futterplan ist meist gar nicht möglich, da die Stallbesitzer dann gleich wieder überfordert sind und nicht mehr wissen welches Pferd wieviel bekommt. Bei solch einem Pferd in Reitställen ist, meiner Meinung nach, ein relativ früher Tod vorprogrammiert.
DIe Besitzerin hat dann auch schnell selbst eingegriffen und ihre Pferde selbst inviduell nach dem Bedürfnissen des einzelnen gefüttert. Auch heute muss ist sein Fetthals nicht verschwunden. Es ist weniger geworden und der Mähnenkamm hängt jetzt einfach schlaff zur Seite, aber ganz gesund wird er NIE MEHR werden. :-(
Das war meine traurige Geschichte, die mich noch heute berührt. Durch einen “gutgemeinten Fehler” wurde das Leben eines Tieres umgekrempelt.

 

Von Anne • 13. Juni 2011

Hallo Babette,

das kenn ich. Es ist denke ich ein Sache des Lernens, leider auf Kosten der Tiere, ich habe sehr an meinem Fehlverhalten zu tragen gehabt, sehr! Mein beiden Ponies, ein Shetty und ein Welshpony hatten immer deutliches Übergewicht. Ich hielt sie tagsüber auf der Weide und Nachts auf dem Sandplatz ( mit Heu und Stroh), sie wurden fetter, ich stellte sie 4 Stunden tägl. auf die Wiede, weil Weide muss ja sein, ein Pferd gehört auf die Weide! Sie blieben fett, im Winter 2009 bekamen beide Hufrehe! Das Shetty schlimm, der Welshponywallach leicht, aber es reichte!

Nun ist es ja so, dass der Mensch bekanntlich nicht so gerne vor seiner eigenen Haustür kehren mag, mein unperfektes Verhalten meinen Tieren gegenüber kratze arg an mir.

Meine Ponie´s haben es nun so, dass sie fast nur auf dem Sandpaddoch mit OS ganzjährig stehen, meine beiden Grazien sind schlank, die Figur ist wunderbar ( und auch erst da habe ich gemerkt, was für ein Unterschied das ist). Im Frühjahr kommen beide gar nicht auf die Weide, manchmal sehr schwierig, insbesondere ist die Herrausvorderrung z.B bei Ausritten und Spaziergängen groß, muss ich doch wirklich auf mein Pony achten, damit der Kopf nicht Richtung Gras geht bzw. Grün – sie würden alles fressen, egal – hauptsache grün *g*.

Wenn das Gras länger wird, dann fang ich mit 5 Minuten tägl. an, dies steigere ich bis zu 1 Stunde tägl. Meine kleine Weide ( die große habe ich abgegeben), ist so angelegt, dass mans dort Grassorten findet, die weniger Energiereich sind, außerdem findet sich dort Kamille, Spitzwegerich, Brennesseln, Löwenzahn, Scharfgarbe etc.. also nicht nur Gras. Man könnte meinen, man habe nicht viel Arbeit, dies ist aber ein Ergebnis intensiver Bemühungen, eine rehegerechte Weide zu beschaffen und zu erhalten.(…)

Manchmal fällt es mir heute noch sehr schwer,diesen Umstand zu akzeptieren, hätte ich doch gerne meine Ponies auf großen Weiden, 24 Stunden – ein Traum!

Verantwortung heißt auch, zu seinen Fehlern zu stehen, auch wenn der Misthaufen auf die eigene Kappe geht. Das bemerkenswerte an der Sache ist, dass das Pferd vieles nicht vergißt, aber es verzeiht. Viele Menschen haben das nicht!

 

Von Evelyn • 13. Juni 2011

Hallo Babette,
ich habe auch einen Südländer (Menorquin) und dem bekommt das fette deutsche Gras auch nur wohl portioniert. Bislang hatte ich mit Rehe zum Glück noch kein Problem, ich passe aber auch sehr auf.

Eine weitere Problemquelle ist das Heu, was man allgemein kaufen kann. Ich war mal Pferdewirtin Zucht und Haltung (Ausbildung vor 30 Jahren), und damals gab es noch eine richtige Grünlandbewirtschaftung, d.h. Heu für Pferde wurde immer erst nach dem Aussamen der Gräser geerntet. Dadurch war der Energiegehalt niedriger und es war gefahrlos möglich, Pferde sich sattfressen zu lassen.
Heute unterscheidet kaum ein Landwirt mehr zwischen Heu für Rindvieh oder für Pferde. Warum auch? Frühe Maht ermöglicht bis zu 3 Schnitte, das bringt mehr Geld als die früher übliche einmalige Maht. Und einen Wender setzt auch kaum noch jemand ein. Die Folge ist schlechtes, für Pferde ungeeignetes Heu wo man hinschaut. Sehr traurig.
Mein Fazit gegen Rehe: nur gutes Heu, gutes Futterstroh, Gras als “Dessert”, Späneeinstreu und Bewegung, Bewegung, Bewegung.
Viel Glück für alle Rehe-Geplagten!

 

Von goldfasan • 13. Juni 2011

Hallo.
Toller Bericht. Er hat mich sehr bewegt. Aber jetzt habe ich wenigstens kein schlechtes Gewissen mehr, dass meine Pferde viel auf dem Paddok stehen. Damit sie Abwechslung haben, bekommen sie häufig Äste von Bäumen zum knabbern. Das ist zwar Arbeit, immer wieder neue zu besorgen, doch ich sehe mit welcher Begeisterung sie an den Ästen knabbern!!!!! Ich werde jetzt aber auch noch auf die Heumenge achten, denn ich finde meine Pferde sind auch gut im Futter. Und wiedermal, dieses Forum ist einfach nur Klasse!!!!!!!!

 

Von andrea reiter • 14. Juni 2011

Danke für den Artikel und alles Gute für Soneo.

Ich bin vor allem dankbar, weil mich andere Einsteller immer nerven, mein Isi bekäme zu wenig Heu. Er ist trotzdem noch gut beieinand (wie man hier zu sagen pflegt, also, dass der Rippen hat, kann man nur glauben, aber nicht fühlen – einen Fetthals hat er nicht).

Die SB hat es eigentlich sehr gut raus mit der Fütterungsmenge, sehr individuell für die Pferde, soweit es bei einem Reitstall mit Vollversorgung möglich ist. Und da bekommt meiner eben – wenn er nachts im Stall steht, z. T. recht wenig Heu. Gutes Stroh ist aber immer vorhanden. Da können dann die Vertreter der Theorie, dass Pferde ständig Heu im Angebot haben müssen und – falls nicht – krank werden, so richtig nerven und einem ein schlechtes Gewissen machen.

Mein Isi würde platzen, glaube ich. Ich bin auf jeden Fall froh und sehr beruhigt, dass so ein Profi wie du auch der Meinung ist, dass unbegrenzt Heu nicht immer unbedingt das Richtige sein muss. Danke.

 

Von Britta • 14. Juni 2011

Hallo zusammen!
Seit fast drei Monaten habe ich meine Hannoveraner-Stute wieder direkt hinter unserem Haus stehen und seitdem lebt auch ein Pony-Wallach (wahrscheinlich Isländer-Shetty-Mix) als Beistellpony bei uns.
Wir haben den beiden einen Gang um die eine Weide angelegt. Am “Start” gibt es Wasser, unterwegs und am “Ziel” jeweils Heu aus einem Maurerkübel mit darüber gespannten engmaschigen Heunetz. Vom Start bis zum Ziel müssen die beiden eine Strecke von 220 Metern zurücklegen.
Sie verbringen täglich ca. 8 Stunden auf diesem “Auslauf”, davon sind sie zur Zeit vormittags ca. 2 1/2 Stunden auf der Weide (Pony mit Fressbremse). Nachts sind sie in der Box und bekommen dort zum Frühstück und Abendessen portiniertes Heu aus engmaschigen Heunetzen und die Stute zusätzlich Müsli.
Ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden. Beide haben schon leicht abgenommen, das war mir besonders bei Ponychen wichtig. Zudem bewegen sich die beiden viel mehr als auf einem normalen Auslauf. Die Stute hat eine ausgeheilte Sehnenverletzung und Arthrose im Karpalgelenk und wird deswegen nur noch gelegentlich an der Longe gearbeitet, im Schritt ausgeritten oder spazierengeführt.
Einmal in der Woche reite ich einen Wallach, der in unserem vorherigen Stall (Boxenhaltung mit Auslauf und/oder Weide) steht. Wenn ich dort bin, bin ich mittlerweile ziemlich geschockt, wie dick er und die anderen Pferde sind. Wahrscheinlich würde meine Stute dort jetzt auch so ähnlich aussehen. Aber nun habe ich ja den Vergleich zu meinen beiden zuhause, die mir wesentlich besser gefallen.
Alles Gute für Soneo!
Liebe Grüße,
Britta

 

Von Jenny • 16. Juni 2011

Hallo,
Ja auch meine beiden sind zu dick und das weiß ich schon lange.
Eine Fressbremse hat mich immer abgeschreckt,aber ihr habt recht.
Eine Krankheit ist viel schlimmer.
Aber manche sagen auch,wenn man die Bremse nur Stundenweise drauf hat,würde die Pferde in der anderen Zeit halt mehr fressen und aufs gleiche kommen.
Ich muss Babettes Erfahrung teilen,immer Futter haben damit sich das Fressverhalten von selber einpegelt funktioniert nicht.

LG Jenny

 

Von gabriela masanti • 20. Juni 2011

Hallo alle zusammen auf diesem sehr tollen und gescheiten Forum!

ich schreibe nochmal weil ich grad eines meiner beiden minishetyfohlen (2 jahre alt) notfallmässig in die tierklinik bringen musste. es hatte eine ganz schlimme unkontrollierbare kolik. schon die 2te.
nach langem hin und her haben wir herausgefunden dass es sich um Sandkoliken handelt.
Unsere Islandpferde fressen, eben damit sie nicht zu dick werden, aus 3cm netzen auf dem paddock. die minis, obwohl sie als einzige heusatt zur verfühgung haben, fressen aber auch alles was von den netzen auf den boden fällt.
Dazu dürfen sie natürlich viele stunden mit den “Grossen” auf die Trampelweide (2000m2).

Ich schreibe euch das alles weil wir uns hier sehr viel mühe geben unseren pferden gerecht zu werden ohne sie übermässig dick werden zu lassen. (ist mit isländer seeeeehr schwierig!!). Und trotzdem haben wir nun dieses eine, andere problem.

falls ihr damit erfahrung habt, nehme ich gerne ratschläge entgegen.
Wenn nicht, wollte ich einfach nur darauf aufmerksam machen dass bei einer kolik um eine sandkolik sein kann.
wir haben mit dem TA und auch in der Klinik lange gesucht bis wir da drauf gekommen sind.
Halt eben grad weil unser TA weiss dass unsere haltungsbedingungen wirklich mehr als in ordnung sind.

vielen dank…. für ratschläge.

was schon verändert wird: wir werden nun für alle regelmässig Flohsamenkuren machen und für die minis zusätzlich eine eingezäunte heuraufe mitten auf die trampelweide stellen.

viel spass mit euren pferden euch allen!! Gabriela

 

Von Theresa • 6. April 2012

Hallo :)

Ich hab auch ein leider zu schweres Pferdchen zuhause, das jetzt auch strenge Diät halten muss…:(
Jetzt würde mich interessieren was du dem kleinen unterschützend aus der naturheilkunde gibst…

Liebe Grüße und alles gute!
Theresa

 

Von heike • 21. März 2013

Super, dass du auf dieses Problem hinweist.

Allerdings finde ich, man sollte nicht erst um 5 vor 12 reagieren, wenn der Halsspeck hart wird, sondern schon, wenn er überhaupt auftritt …

 

Von Susanne • 21. Oktober 2013

Also in unseren Herden gelingt das Einpendeln… Allerdings werden unsere Pferde auch fast täglich geritten. Bei uns stehen Paso, Hannoveraner, Quarter, Vollblüter (um Typrassen zu nennen) zusammen auf sehr großen Geländen in Hanglage, was ja auch wieder ein wenig trainiert. Aber oft stehen die Schätzchen auch einfach nur zum Dösen zusammen. Aber wenn Pferde nur gelegentlich geritten werden, sieht die Sache wohl wieder ganz anders aus. Also wäre wohl auch zur Gesunderhaltung des Verdauungsapparates hier mehr Bewegung die erste Wahl statt die ganze Nacht die Fressbremse anzulassen.
Grüße aus dem Saarland!

 

Von Amelie • 6. Dezember 2013

Hallo, um Pferde trotzdem das Rund um die Uhr fressen zu ermöglichen gibt es Rundballen-Netze. Der Rundballen wird damit so zusagend eingetütet. Die Maschen sind 4cm groß und somit kann sich das Pferd immer nur einpaar Halme ziehen.

LG

 

Von Gabriela • 20. Januar 2014

Hallo alle zusammen! Trotz rundballe unter kleinst-maschigem netz sind unsere isländer zu dick geworden (testdsuer 1 jahr!) wir sind wieder bei portionenheu und gutem sauberem futterstroh ad lib. angelangt! Zudem ist die fresshaltung an der rundballe alles andere als natürlich, damit gelangt sehr viel staub in die nüstern und für den rücken fand ich das auch nicht wunderprächtig!…. Fanden wir jedenfalls…. Lg und allen kranken pferden von herzen eine gute und schnelle besserung! Gab. PS: Futterstroh: lingin ist sehr wohl wichtig für die verdauung! Wenn mehmals täglich heu gefüttert wird, ist stroh ad lib normalerweise kein problem, ganz im gegenteil!

 

Von Edith Junker • 31. Mai 2014

Zum Glück können sich die Blutwerte auch wieder ändern! Bei meinem waren es 4 Reheschübe, bis ich den Zusammenhang erkannt habe. Jetzt läuft er das sechste Jahr nur noch mit greenguard auf die Weide (stundenweise) und bekommt Heu und Stroh. Alles andere gibts eigentlich nur als Leckerli in geringen Mengen. Ein guter Artikel, der ungemein wichtig ist. Unser Gras ist eben keine Steppe mehr, sondern fette Futtergrundlage.

 

Von Thomas Bühlmann • 31. Mai 2014

Interessanter Artikel. Das Methabolische Syndrom ist ein Problem des Energie- bezw. Zuckerstoffwechsels. Eine Zivilisationskrankheit. Gute Übersicht vermittelt: http://equivetinfo.de/html/metabolisches_syndrom.html
Könnte man das Thema noch etwas ausweiten und den Aspekt Eisenbeschlag und Zufütterung von Schnittgras (Fruktosegehalt?) mit berücksichtigen? Treten diese Probleme bei Barfüssern weniger auf? Ist Schnittgras fruktosehaltiger? Spielt der Zeitpunkt des Grasschnitts eine Rolle (morgens-abends)? Was meint ihr dazu und was sind eure Erfahrungen? Bester Gruss.

 

Von Steffi • 31. Mai 2014

Meine ehemalige RB war ein Haflinger, dementsprechend leichtfuttrig. Der Besitzer hatte, milde ausgedrückt, nicht so viel Ahnung von Pferde. Er hatte ihn als Fohlen beim Kartenspielen gewonnen. Der kleine stand 24h auf einer riesigen Weide. Das ganze Jahr über und wurde ein Jahr lang überhaupt nicht bewegt. Dementsprechend dick war er auch. Er hatte eben diese Fettpolster am Hals, ich selbst kannte mich damals nicht damit aus. Ich sollte ihn nur ordentlich reiten, damit er auch abnahm. Brachte aber überhaupt nichts. Ich bin jeden Tag 1h geritten, aber er konnte sich danach ja direkt wieder den Bauch vollschlagen. Ein halbes Jahr später erlitt er einen “Kreuzverschlag” (oder so ähnlich). Hätte der Besitzer Ahnung gehabt, wäre er vielleicht nie so dick geworden.

 

Von Christine • 31. Mai 2014

Liebe Babette,

ein wichtiges und scheinbar immer aktueller werdendes Thema. Ich habe nicht alle Kommentare durchgelesen, vielleicht wurde das hier also schon gesagt?:

Ein harter, verdickter Mähnenkamm ist nicht nur die Ansammlung von Fett, sondern eine Stelle, an der der Körper Gifte (Umweltgifte, genauso wie körpereigene Abfall- /Schlackenstoffe aus dem Stoffwechsel) einlagert, die er aktuell nicht verstoffwechselt bekommt. Definitiv ist er Alarmstufe rot! Es scheint diskutiert zu werden, wie dieser “Giftkamm” zu deuten ist: geht es nur um den Fettstoffwechsel, oder kollabiert der Körper (über Hufrehe), weil auch dieses Giftdepot nichts mehr an Giften aufnehmen kann und der Körper schlicht mit dem restlichen “Sondermüll” überfordert ist.

Nach 3 Reheschüben, die ich klassisch behandeln ließ (Hufe auf Gipskeil, Polsterverbände angegossen, Boxenhaft mit ultra tiefer Einstreu, Entzündungshemmer und Schmerzmittel, jeder Schub dauerte 4-6 Wochen… und kostete endlos viel Geld), stieg ich eigentlich rein aus Geldnot beim nächsten Schub auf eine Homöopathin um, die ich nach dem Zufallsprinzip wählte und landete einen Volltreffer.

Ihr Patentrezept: Blutegel (jw. 5 je betroffenen Huf) am Kronsaum, 1-2x Wiederholung innerhalb einiger Tage, ein spezielles Präparat, das gespritzt wird, welches den Körper massiv entsäuert (da jede Entzündung eine starke Übersäuerung mit sich führt und eine Übersäuerung wiederum die Entzündung anfacht), sowie div. homöop. Mittel, die die Entgiftung aller Stoffwechselorgane forcieren und den Stoffwechsel neu balancieren. Und ganz besonders wichtig: KEINE Boxenhaft, KEINE Verbände und Keile, KEINE Schmerzmittel etc. (Keile sind eh extrem umstritten und Schmerzmittel belasten den Stoffwechsel enorm und verleiten das Pferd zu Überbelastung der Hufe, Blutegel haben zudem eine leichte schmerzlindernde Wirkung).

Warum keine Boxenhaft und nicht weich polstern? Weil ein Huf nur heilen kann, wenn er gut durchblutet wird. Ohne Hufmechanismus ist die Durchblutung so derart eingeschränkt, dass weder der Abtransport von Schlacken, noch die Durchblutung ausreichend funktioniert. Am sinnvollsten ist in dieser Zeit eine Einzelhaltung in einem Offenstall, in welchem das Pferd sich frei bewegen kann, wie es selbst meint. Es muss unterschiedliche Zonen geben (von weich bis hart), damit das Pferd die Wahl hat, aber auch der Hufmechanismus angeregt wird.

Die alten Pferdeleute wussten das noch: man führte Rehepferde (in Ermangelung an Offenstallhaltung) vorsichtig in kurzen Einheiten im Schritt.

Ergebnis dieser Therapie war ein Pony, dass nach 1,5 Wochen lahmfrei war! Und… der Giftkamm löste sich auf, sie hörte auf zu laktieren (was 20 Jahre lang keiner in den Griff bekommen hatte), verlor ihre Heustauballergie… Letztere kehrte nach 2 Jahren zurück, aber in stark abgemilderter Form. Auch die Hufrehe sind nicht komplett passé, sie reagiert jedoch ausschließlich auf das Gras Mitte Juli. Weder Brot noch Möhren etc. haben ihr etwas an, wobei ich alles in Maßen gebe.

Die oben genannte Therapie funktioniert sogar bei bereits “bettlägrigen” Rehepatienten.

Eine korrekte Begleitung in der Hufbearbeitung sorgt dafür, dass die Hufkapsel sich wieder mit dem Hufbein verbindet. Alle klassischen Reheschäden sind reversibel (einschl. Hufbeinrotation und -Senkung! und dem klassischen “Knollenhuf”), wenn sie korrekt bearbeitet werden (z.B. nach Pete Ramey, Biernat, Straßer).

Nichts desto trotz bleibt uns nichts anderes übrig, als ein strenges Futter- und Bewegungsmanagement durchzuführen… Probleme der Domestizierung.

Zu Borreliose habe ich jüngst etwas interessantes gefunden: Cistrosentee. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=i-n-0q_zaQI.

 

Von P. Schmidt • 31. Mai 2014

Ich habe einen 15 Jahre alten Hannoveraner Wallach, der im Sommer immer gut zunimmt und da auch gern mal ein wenig moppelig wird. Das ist dann auch der Zeitpunkt an dem ich immer auf seine füllige Figur angesprochen werde. Er hat im Sommer 24 Stunden Weide. Spätestens Ende August fängt er an und nimmt ab und ab November kann ich ihm beim Abnehmen zuschauen und das obwohl er nachts in einer Paddockbox steht mit reichlich Heu und Stroh und auch noch 1 kg Hafer und 1 kg Heucobs tgl bekommt und tagsüber auf dem Gemeinschaftspaddock auch noch ständig freien Zugang zum Heu hat. Er ist übrigens der Ranghöchste, wird also nicht von seinen Kumpels weggeschickt. Ich bin also froh um jedes Kilo was er im Sommer zunimmt, sein “Gewichtsproblem” erledigt sich im Winter von alleine. Seine Zähne sind übrigens in Ordnung, die werden 1x jährlich kontrolliert und auch ansonsten strotzt der Kerl nur vor Tatendrang und Gesundheit. Regelmäßig gearbeitet wird er natürlich auch, das fordert er auch ein, sonst kommt er nur auf dumme Gedanken. Bei der Haltung mit der sehr kontrollierten Fütterung, wie sie mittlerweile so modern ist, würde ich im Winter gar nicht mehr gegen seine Gewichtsabnahme füttern können. Reine Offenstallhaltung ist wegen unseres Futterproblems im Winter leider auch nicht mehr möglich, ich habe da mittlerweile alles schon durch.
Bei zu wenig Rauhfutter ist die Gefahr einer Kolik auch sehr groß. Ich persönlich finde die Mini Heumengen die viele Pferde bekommen auch nicht sehr pferdegerecht. Warum wird das Heu dann nicht wenigstens noch mit gehäckseltem Futterstroh vermischt, damit die Freßzeiten verlängert werden und die Kolikgefahr und Rehegefahr wird damit auch noch verringert.
Eine gewisse Gewichtszunahme im Frühjahr und im Frühsommer ist auch durchaus als völlig normal anzusehen, man sollte halt nur darauf achten, dass das Pferd zum Herbst wieder abnimmt. Das ist durchaus machbar mit vernünftiger Bewegung und einem guten Futtermanagement.

 

Von Blasserdunst • 31. Mai 2014

Guter Bericht! Danke!!! Ich lasse meinen Moppel seit 3 Jahren 24 Std Im Offenstall Maulkorb tragen, das Heu ist unter doppelt Netz und er muß sich dort mit Maulkorb schon stark bemühen etwas abzubekommen – aber leider schafft trotzdem so viel zu futtern und konsequent nicht abzunehmen! Ich bin fassungslos! Ich müsste ihn aus der tollen Sommer/Sommerweiden Winter/Laufstallgruppe rausnehmen – und hier bliebe leider für ihn nur alleine stehen in einer Box bzw tagsüber im Paddock , da ihn wg seinem Verhalten absolut keiner der anderen Weidegruppen am Hof aufnehmen wird. Aber würde ich das trotzdem tun – einfach damit er abnimmt – habs schon (sehnenbedingt) 2x 4 Monate probiert – wird er binnen kürzester Zeit vom liebevollen aufmerksamen leicht händelbaren Parellipferd das auch im Gelände nur mit Halsring geritten werden kann- ein Unhändelbarer Kotzbrocken der mir völlig zuviel ist – da graut mir sogar vor einem sonst so relaxten Spaziergang! Er ist mir dann insgesamt zu anstrengend, benimmt sich nur noch prollig wie ein Hengst- und wg meiner Erkrankung pack ich das dann kräftemäßig schon gar nicht!… Dh ich bin mit ihm dann einfach völlig überfordert und kann mit der Zeit dann fast gar nichts mehr mit ihm machen, weil ich es nicht packe. Dh die Alternative wäre für mich – um ihn dünner zu bekommen undurchführbar … Und verkaufen will ich ihn auch nicht damit er so mager gehalten werden kann – denn dort benimmt er sich dann nicht anders und würde binnen kürzer Zeit mehrfach verkauft bevor er beim Schlachter landet – oder ihn jmd einfach wieder auf die Weide läßt und dazu in eine Gruppe – deren Chef er sein wird – dann ist alles wieder gut und er das liebste manierlichste Pferd im
Umgang! Dh ich kann nichts ändern – und ich Lüge mir damit auch nicht in die Tasche – ich kenne ihn leider diesbezüglich nur zu gut!!!

 

Von Uschi Regli • 31. Mai 2014

Danke für den aufschlussreichen Artikel.
Bitte bei der Verwendung von Green Guards/Fressbremsen unbedingt darauf achten, dass die Schneidezähne keinen Schaden nehmen: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=579855078788781&set=a.579854932122129.1073741840.100002928821836&type=1&fref=nf

 

Von K.Wagner • 31. Mai 2014

Hallo,

danke für den doch schon älteren Bericht auf den ich Aufmerksam gemacht worden bin.
Ich habe auch aktuell das Problem eines viel zu dicken Haflingers… habe ihn so übernommen und wir sind beide daran Ihn in Form zu bekommen.
Er ist nun 16 Jahre jung und stand leider die letzten Jahre fast nur auf der Wiese rum. Hatte laut meinen Informationen schon 3 Hufrehen..
Jetzt hatte dem letzt eine Homöopathin mich darauf aufmerksam gemacht das bei meinem Hafi der Hals auf EMS hinweisen könnte. Ich habe vorher nie davon gehört. Und bin natürlich erst einmal aufgeschreckt. Er frisst bei weitem nicht mehr so unermüdlich wie früher (Denke er war ein “Mir ist langweilig, dann fress ich mal” Pferd.)
Haben auch schon gut abgespeckt wobei ich auch noch nicht überprüft habe wie es den mit seinem Hals aussieht ( Hat noch einen kräftigen Hals, was ich bis eben aber auf restlichen Speck und Muskeln schob)
Ein EMS Test war evtl. angedacht aber je nach dem wie gleich mein urteil über seinen Hals ausgeht wird es wahrscheinlich doch sehr sicher zu so einem Test kommen.
Die letzten Tage seit ich mich darüber informiere bin ich fast schockiert das es eig. so viele Fälle davon gibt, aber man nie wirklich was davon hört, eher halt vom Cushing ( Das jetzt laut meinen Informationen eine andere aber ähnliche Krankheit ist).
Ich fand den Artikel wirklich schön und vorallem auch sehr persönlich womit sich bestimmt viele Leute identifizieren können.
Wer kennt das nicht, keine Zeit bleibt das Hotte Hü mal ne Stunde länger auf der Wiese wie geplant, aber mit Fresskorb ist er bestimmt traurig ( wobei es mit einem Fresskorb soviel besser ist, im vergleich zu einer Hufrehe)
Nach dem Artikel bin ich gerade schwer daran meinen Dicken auch Nachts nur noch mit Fresskorb draußen zu lassen…

Danke für den tollen Artikel

 

Von sandy • 31. Mai 2014

Ich hab zwei ponys,der alte eher schwerfuttrig. Sie stehn seit einem halben jahr in einem neuen stall wo sie praktisch immer heu haben aus heunetzen. Sie werden oft als zu dünn hingestellt obwohl laut tierarzten top sind und sie endlich mal schlanke ponys sehn. Aber da viele zu dick sind hat man ein falsches bild. Der alte hat arthrose und sollte eh eher schlank sein um die beine nicht zu belasten.

 

Von Andrea Andrighetto • 1. Juni 2014

Hey Babette

Ich kenne das Gefühl nur allzugut… auch meine Peruano-Stute hatte vor bald 3 Jahren grosse Probleme mit dem Stoffwechsel. Sie war nur einen einzigen Winter lang etwas übergewichtig und im Frühling machte der Stoffwechsel bereits nicht mehr mit :-( Dies, obwohl ich meinen Pferden seit Jahrzehnten ganz gezielt 4x täglich portioniert Heu aus eigener Produktion füttere, sie nur 1 bis max. 2 Stunden auf die Weide lasse und gerade mal täglich 2 Hand voll Kraftfutter mit Mineralien gegeben habe.

Weiter haben wir täglich jedem Pferd ein paar Möhren und zwei, drei Äpfel gegeben. Das ganze Jahr hindurch.

Bei meiner Peruano-Stute waren genau diese Fruchtzucker schon zu viel des Guten :-(

Seit 3 Jahren bekommt sie max. 6kg Pferdeheu oder 4 kg Heu und 1,5 Std. Weidegang täglich. Eine Hand voll aufgeweichte PreAlpine Light-Würfel mit etwas melassefreiem, organischem Mineralpulver von HBD oder im Wechsel das KPU-Pulver von OKAPI. Saisonale Kräutermischung tut ihr gut, aber nie die empfohlene Menge sondern nur ein kleine Hand voll unter die Würfel gemischt.

Keine Möhren, keine Äpfel, keine Leckerli oder andere zuckerhaltigen Futtermittel. So geht es ihr super, sie sieht wieder wunderschön aus und ihre Hufe haben eine top Qualität (sie ist ihr Leben lang Barhuf)und sind steinhart.

Ich drücke Euch die Daumen und sende herzliche, peruanische Grüsse aus der Schweiz :-) Andrea

 

 

Einen Kommentar schreiben

 

Die folgenden Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • Herzlich Willkommen im Blog von “Wege zum Pferd”

    Hier finden Sie alle unsere Artikel und zwar die neuesten immer an erster Stelle. Hier können Sie in Ruhe stöbern. Oder Sie scrollen nach unten und lesen in den einzelnen Themen-Kategorien.

    Alles zum Thema Longieren finden Sie hier und unsere Beiträge zum Clickertraining hier. Eine Übersicht über unsere Kurse, E-Books und Bücher finden Sie hier.

    Und wer sind wir? Wir sind Babette Teschen und Tania Konnerth, Betreiberinnen dieser Seite seit 2008. Wir teilen hier unsere persönlichen Erfahrungen mit Ihnen und freuen uns auf Ihre Kommentare und Rückmeldungen.

  • Kategorien

  • Letzte Beiträge

  • Letzte Kommentare

  • Archive

  • Meta