Arbeit mit Futterlob: Chancen und Herausforderungen

Wie ich bereits in den vorigen Blogbeiträgen geschrieben habe, machen Pferde alles aus zwei Motiven heraus: weil sie Unangenehmes vermeiden möchten oder weil sie sich etwas Positives davon versprechen.

Mein Idealbild ist es, dass die Pferde aus dem zweiten Motiv heraus mit mir zusammenarbeiten. Deswegen arbeite ich über das Prinzip der positiven Verstärkung, angelehnt an das Clickertraining. Wenn man sich für den Weg des Clickertrainings entscheidet, kommt man um die Verwendung von Futterlob nicht herum.

Oftmals führt das Einführen von Futter zur Belohnung zu starken Veränderungen im Verhalten des Pferdes, sowohl zum Positiven, aber oftmals auch erstmal sehr zum Negativen.

Die positiven Veränderungen, die sich einstellen können sind:

  • Das Pferd bemüht/engagiert sich mehr.
  • Das Pferd ist aufmerksamer.
  • Das Pferd traut sich mehr.
  • Das Pferd bietet von selbst mehr an, es beginnt „mitzudenken“.
  • Das Pferd lernt schneller.
  • Das Pferd übt die Lektionen zuverlässiger aus.

Um es auf einen Punkt zu bringen:

Durch Futterlob erhalte ich eine Begeisterung und eine Motivation des Pferdes, wie ich sie ohne Futterlob selten erlebe! Dieser Aspekt ist mir im Zusammensein mit Pferden so wichtig, dass ich mich ganz klar und konsequent für diesen Weg entschieden habe.

Leider hat ja bekanntlich jede Medaille zwei Seiten und so kommt es auch häufig zunächst zu negativen Veränderungen:

  • Das Pferd fängt an zu betteln.
  • Das Pferd wird aufdringlich.
  • Das Pferd wird unkonzentriert und zappelig.
  • Das Pferd wird aggressiv gegenüber anderen Pferden und auch gegen Menschen.
  • Das Pferd wird bissig.

Veränderungen wie diese führen oftmals dazu, dass die Pferdebesitzer die Arbeit mit Futterlob schnell wieder einstellen. Für mich ist das Einstellen des Futterlobes aber keine Problemlösung, sondern nur eine Problemvertuschung.

Ein Vergleich: Stellen Sie sich vor, Ihr Pferd lässt sich nicht verladen. Solange Sie mit Ihrem Pferd nirgends hinfahren müssen, ist alles in Ordnung und Ihr Problem ist nicht sichtbar. Aber was ist, wenn Sie dann doch mal fahren müssen, z.B., weil Ihr Pferd in die Klinik muss? Gut, im Notfall können Sie Ihr Pferd vom Tierarzt sedieren lassen, aber viel besser wäre es doch an dem Problem zu arbeiten und Ihr Pferd verlässlich verladefromm zu bekommen, oder nicht? Dasselbe gilt für mich für die Arbeit mit Futterlob.

Das Futter ist nicht das Problem!

Die Gabe von Futter selbst ist nicht das Problem, sie deckt nur Probleme, die unter der Oberfläche schlummern, gnadenlos auf! Hier zeigt sich ob Ihr Pferd der Meinung ist, Sie vom Futter vertreiben zu dürfen, also aus der Dominanzsicht her betrachtet, ob Ihr Pferd sich in der Rangfolge stärker fühlt als Sie.

Füttern Sie falsch, also ohne auf die Einhaltung der Futterregeln zu achten, haben Sie ganz schnell schlechte Karten im Umgang mit Ihrem Pferd. Können Sie aber richtig mit Futter umgehen, haben Sie ein mächtiges Werkzeug in der Hand, Ihr Pferd zum freiwilligen Gehorsam zu bekommen.

Bitte nicht gleich aufgeben!

Wenn Sie also mit Futter arbeiten möchten, geben Sie bei Anfangsschwierigkeiten bitte nicht gleich wieder auf!

Die erste Zeit, in der Sie mit Futterlob arbeiten, ist die Schwerste. Am Anfang sind die Pferde oft sehr gierig. Das wird meiner Erfahrung nach besonders schlimm, wenn man nur ab und an mal ein Leckerchen gibt. Dann hofft das Pferd immer: „Gibt es jetzt was?“ Das führt zu einer hohen Erwartung und Anspannungshaltung und wenn es dann nichts gibt, auch zur Frustration des Pferdes. Deswegen finde ich die eher sparsame Gabe von Leckerchen kontraproduktiv.

Ich füttere viel und meiner Erfahrung nach wird gerade durch das häufige Belohnen mit Futter nach der anfänglichen Gierphase, die Gier sehr viel geringer.

Seien Sie auf die Konfrontationen gefasst und treffen Sie Vorsorge

Hier einige Tipps für die Arbeit mit Futter:

  • Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Pferd Sie testen und in Frage stellen wird.
  • Trainieren Sie die Arbeit mit Futter ebenso wie Sie hoffentlich geduldig das Verladen üben würden. Erwarten Sie bitte nicht, dass dieses Problem nach ein-zwei Übungseinheiten erledigt ist, sondern nehmen Sie sich für dieses Training die Zeit, die es braucht.
  • Schaffen Sie sichere Übungsvoraussetzungen – Wenn Sie am Futterthema arbeiten, sollten keine anderen Tiere oder Menschen im nahen Umfeld sein. Das Pferd wird sonst schnell der Meinung sein, sein Futter verteidigen zu müssen und das andere Tier/ Mensch vielleicht angreifen.
  • Schaffen Sie auch Voraussetzungen, sich gegen evtl. Angriffe Ihres Pferdes zu wappnen. Am besten üben Sie die Futtererziehung erst mit einer Trennung zwischen Ihnen und Ihrem Pferd (wie, können sie hier nachlesen).
  • Üben Sie mit Ihrem Pferd das Kommando „Geh“ oder „Ab“ damit Ihr Pferd lernt Sie nicht zu bedrängen. Erst wenn Ihr Pferd das Kommando „Ab“ zuverlässig befolgt und die Grundregeln der Erziehung einhält, üben Sie ohne Absperrung weiter.

Achtung Falle!

Im täglichen Umgang kommt es häufig dazu, dass man die Grundregeln der guten Futtererziehung wieder schleifen lässt und sich z.B. Futter frech erbetteln lässt oder gedankenlos Leckerlies gibt. Das rächt sich oftmals schnell. Wenn das passiert, trainieren Sie das Futterthema wieder, bis sich Ihr Pferd wieder manierlich benimmt (ebenso wie beispielsweise auch das Verladen immer wieder geübt werden sollte).

Wenn Sie es schaffen, diese Erziehung zu bewältigen, ist alles andere im Umgang mit Ihrem Pferd fast ein Kinderspiel. Denn Sie haben mit das Schwierigste geklärt.

Es gibt sicherlich viele Trainingsansätze um aus einem Pferd einen braven, gut erzogenen Partner zu machen, aber ich kenne keinen schöneren Weg als dem Clickertraining, der sowohl Mensch wie Tier so viel Spaß macht.

1. Dezember 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Umgang 13 Kommentare »

 

13 Reaktionen zu “Arbeit mit Futterlob: Chancen und Herausforderungen”

 

Von Silvia • 2. Dezember 2009

Super geschrieben, vielen Dank.
Futter ist einfach der absolut positive Verstärker überhaupt! Und trotz der Probleme, die natürlich auftreten können, braubt man sich sonst einem sehr guten und vor allem positiven Hilfsmittel.

LG,
Silvia
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Ja, das sehe ich genau so!
Vielen Dank für die Unterstützung :-D ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Verena • 6. Dezember 2009

Toller, sehr sinnvoller, Beitrag.
Meine RB kann man eig. nur erst durch Futter motivieren, dann macht er auch toll mit. Allerdings wird er schnell zappelig und übereifrig, denkkt nur noch an die Futtertasche. Man muss echt wahnsinnig konsequent sein…

Lg
Verena
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Da hast Du Recht!
Aber es lohnt sich so sehr!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Birgit • 7. Dezember 2009

Toller Beitrag !!
Ich übe auch elles mit Futterlob und es klappt suuuuuuuper. All die aufgeführten positiven Veränderungen zeigt mein Tinkerlein. Er hat richtig Spaß an der Arbeit, wenn Futterlob dabei eine Rolle spielt. Und wird er einmal frech, dann bekommt er ein klares “nein” und er verstehts.

LG Georgi
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Super schön!!! :-D
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Lizzy • 10. Dezember 2009

Sicher, über Futterlob kann man sich bestimmt gut streiten, ich finde es auch gut und setze es gern ein, aber wie bei allem natürlich muss man sich gut überlegen, wie und wann man das einsetzen mag. Es ist ja ein training und das will eben gut strukturiert sein. Da stimme ich voll zu, nebenbei mal ein Lecker reinschieben ist kontraproduktiv.
Ein wichtiger Punkt bei der Lecker-Gabe sind auch das timong un ddas wie. Jeder, der sich mit clickern beschäftigt, wird wissen, wie wichtig eine promte Gabe ist, um die richtige Verknüpfung zu bahnen. Dazu gehört dann auch die Art der Lecker-Gabe. ICh habe nämlcih schon oft gesehen, dass ein Mensch seinem Pferd ein Lecker geben wollte und dann ewig an der Tasche und dann mit dem LEcker rumgefuddelt hat. So wird das nichts mit der richtigen Verknüpfung und provoziert nur weitere Schwierigkeiten. KOnzentration muss man schon mitbringen ;)
Eine schöne Lecker-Übung finde ich das “ausstellen” des Pferdes. Dazu bringe ich ihm bei, sich auf Stimmkommando geradeaus zu stellen und den Kopf zu senken und so zu stehen. Das ist eine feine Übung und wirkt auch dem Betteln entgegen :)
Vieel Grüße, Lizzy.
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Liebe Lizzy,
diese Anti-Bettelübung habe ich auch schon mal hier beschrieben,
vielen Dank für Deinen Beitrag,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Sigi • 11. Dezember 2009

Leider kann man nicht alle Pferde mit Lecklerlies belohnen. Hufrehe-Pferde und Pferde mit EMS sollten nur sehr sparsam Getreidefreie Leckerlies ohne Melasse bekommen, gut eignen sich getrocknete Hagebutten, die man aber auch nicht viel geben darf. 2-3 Stück pro Tag werden meistens gut vertragen, mehr nicht. Damit kann ich nicht mit Futterlob arbeiten.

Meine Pferde sind auch motiviert, wenn sie ein “Guut”, “Brav” oder “Fein” hören und ich ihnen den Mähnekamm kraule.

Wenn es ausnahmsweise mal 1 Leckerlie gibt (mit den oben beschriebenen Anforderungen), dann freuen sie sich umso mehr und gieren trotzdem nicht.
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Liebe Sigi,
natürlich kann man zum Glück auch ohne Futterlob motivieren und loben :-) ,
vielen Dank für Deinen Kommentar,
liebe Grüße,
Babette

 

Von kka • 1. Januar 2010

Sehr interessant finde ich ja alle Eure Blogeinträge. Den hier besonders, denn erst in den letzten Tagen wurde ich im Stall drauf angesprochen, wie ich mir mein Pferd verziehen würde, indem ich ihm dauernd was zustecke.
Aber vor mir war er Schulpferd und es wurde sehr darauf geachtet, dass er nichts bekam und ich hatte noch nie ein Problem.
Vielleicht komme ich so gut zurecht, weil vom ersten Moment an ich die Entscheidung getroffen habe, wann und wie es Leckerli gibt
Vielleicht aber auch, weil ich nach Anweisung einer Tierärztin die Leckerli gebe, um seinen Hals zu gymnastizieren. Er muss sie von seiner Flanke und von unterm Bauch greifen und ich muss selbst automatisch Platz lassen, dass er genug Raum hat, um sich hin zu biegen.
Ein anderer Grund könnte sein, weil es bei mir dazu gehört und schon immer gehörte, seit wir begonnen haben, eine Bindung aufzubauen. Er folgt einfach der Person, bei der er nur gaaaaanz lieb sein muss und schon gibt’s was.
Gegenüber Pferden verteidigt er sein Futter, aber ich selbst kann mit der Karottenschüssel (für ihn das schmackhafteste, was es gibt) durchaus nochmal weglaufen, weil ich etwas vergessen hatte und wenn überhaupt, macht er ein paar zaghafte Schritte mir nach, die eher fragend wirken (“ob ich da nun mitgehen sollte?”) als fordernd (“bring jetzt endlich die Schüssel”). Er weiß, irgendwann komme ich zurück und gebe es ihm. Auch wenn er seine Schüssel stehen sieht und nicht angebunden ist, sieht man ihn mit gesenktem Kopf schmachtend auf die Schüssel schauen, aber macht er nur einen Schritt in die Richtung, kommt sofort in drohendem Ton sein Name und er lässt es bleiben. So kann ich die Schüssel locker bereit stellen und noch einmal um ihn krabbeln, um seine Hufe mit Hufsalbe einzureiben und weiß, er würde mir nicht unter der Arbeit weglaufen. Fraglich wird es erst, wenn ich noch Hände wasche, also sein Blickfeld mehr als ein paar Sekunden verlasse. Da kann es dann sein, dass er einen Überfall startet. Natürlich vermeide ich diese “seelischen Qualen”, aber manchmal kommt es vor, dass man sich spontan für eine andere Reihenfolge entscheidet (ach, im Moment sind die Hufe trocken, das sollte ich nutzen) und ich bin froh, dass auch das klappt. Ich kann auch andere bitten, ihn zu füttern ohne dass er gleich zu aufdringlich wird und denen die Jacke ansabbert, wie ich es hauptsächlich bei den Pferden beobachte und selbst erlebe, die kein Futterlob bekommen.

Massive Probleme habe ich im Winter mit der prompten Gabe. Mit Handschuhen bekomme ich beispielsweise das “bleib-stehen-bis-ich-bequem-sitze-Leckerli” nicht rechtzeitig aus der Tasche. Ich habe es schon oft bereits vor dem Aufsitzen in die Hand genommen, aber es fiel mir dann runter. Wenn ich jemanden finde, der mir gegenhält, bitte ich immer den, etwas bereit zu halten. Und auch bei der Arbeit bin ich immer wieder zu spät dran, weil mich die warmen Winterhandschuhe beeinträchtigen. Hier rätsle ich immer, wie lange ich eigentlich brauchen darf.
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Liebe Katja,
es heisst, die Zeitspanne zwischen der Leckerligabe und des Ereignisses was es zu belohnen gilt, soll nicht länger als zwei Sekunden betragen. Allerdings kann man hier unterscheiden ob es darum geht, dass das Pferd etwas Neues lernen und verstehen soll, oder ob das Pferd schon weiß, dass die Belohnung gleich kommt. Praktisch ist es mit Clickertraining/Lobwort zu arbeiten. Dann clickerst Du das zu belohnende Verhalten und es darf länger als zwei Sekunden dauern, bis die Belohnung im Pferd gelandet ist ;-) ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Kati • 14. Januar 2010

Die größten Bedenken, die ich bei der Gabe von Leckerlies in manchen Situationen habe ist, dass sich das Pferd überschätzen könnte. Wieviele Pferde würden nur zu gerne einen Purzelbaum schlagen nur um an das Leckerli zwischen ihren Vorderbeinen zu kommen das ihren Rücken dehnen oder ihnen ein Kunststück beibringen soll? Auch wenn man ungefähr einschätzen kann was das Pferd leisten können sollte und was noch nicht, kann es doch durchaus sein, dass es durch ein “anatomisches Problem” (Fehlhaltungen, Verspannungen, unpassender Sattel, (auch lange) zurückliegender unbehandelter Sturz oder Festliegen etc.) die verlangte Übung nur tut, weil es nur noch das Leckerli im Kopf hat. Ein Osteopath findet schließlich an jedem Pferd irgendetwas das nicht in Ordnung ist (ebenso wie man auch an jedem Menschen etwas finden würde). Hätte das Pferd kein Leckerli vor der Nase würde es sicher nicht weiter gehen als es angenehm ist. Dazu würde mich Ihre Meinung sehr interessieren, da ich das Thema “Leckerli oder nicht” für mich bisher noch nicht geklärt habe. Auch interessant finde ich, dass der bekannte Westerntrainer Jean-Claude Dysli, seine Hengste niemals aus der Hand füttert, weil Hengste ja gerne den Menschen mit dem Maul bearbeiten – und er hat anscheinend keinerlei (Dominanz-) Probleme.
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Hallo Kati,
im Normalfall (keine Regel ohne Ausnahmen ;-) ) gehen Pferde nicht für ein Leckerli über eine Schmerzgrenze hinaus, so dass ich die Gefahr einer Traumatisierung aus Leckerlisgier für gering halte (aber sicherlich nicht ausgeschlossen).
Sicherlich gibt es viele tolle Trainer die ohne Leckerlis arbeiten und keine Probleme haben. Ich kenne aber auch genügend Gegenbeispiele. Eines davon ist (war) Freddy Knie Sen. . Er arbeitete eine ganze Gruppe Hengste in der Freiarbeit. War er nicht in der Manege, kämpften die Hengste miteinander. Betrat er den Kreis, stellten sich die Pferde in Reih und Glied brav nebeneinander auf und er ging von Pferd zu Pferd und gab jedem seinen Bonschen…
Auch er hatte keine Dominanzprobleme :-) .
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Manu • 14. Januar 2010

Hallo Babette,
seit nunmehr 8 Jahren “lebe” ich das Prinzip der positiven Verstärkung! (manchmal im Alltag sehr schwierig!)
Ob es nun das Clickertraining mit den Pferden ist, Clickern in der Rettungshundearbeit oder beim Dogdancing, oder das Clickern (ohne Clicker) mit den Reitschülern!
Man wird oft belächelt oder es heißt, clickern muss ich nicht, das klappt auch so!
Und zugegeben – so hab ich auch mal gesprochen!
Aber ich möcht es nicht mehr missen!!!
Danke, für den tollen Beitrag!!!
GLG aus der Eifel
Manu
________________________________________
Liebe Manu,
ja, ich habe auch das selbe gesagt… :-D
Aber ich kenne niemanden der, einmal begonnen, dem Clickern wieder den Rücken zugekehrt hat.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Charlotte • 29. April 2010

Hallo!
Du sagst das du sehr viel fütterst und mit Futter belohnst, das ist toll! Schließlich ist das ja einer der größten Gründe, weshalb Pferde sich überhaupt anstrengen, aberwerden die Pferde bei so vielen Belohnungen nicht zu dick? Gerade diese starken Ponytypen, wie Haflinger Shetty, Isländer?
______________________________
Also soviel Futter kriegen meine Pferde als Belohnung nun wirklich nicht, als das ich mir da Sorgen machen würde.
Man muss ja auch nicht unbedingt Leckerchens verwenden. Es gehen ja auch dünn geschnittene Möhrenstückchen, Apfel oder ähnliches. Da kannst Du mit zwei-drei Möhren schon viel belohnen. Und wenn ich mit Körnerfutter arbeite, kann man das was man bei der Arbeit verfüttert hat, ja von der gesamt Tagesdosis abziehen.
Wenn ich mit meinen Pferden arbeite, verbrauche ich im Schnitt 1-2 Hände voll Futter/Leckerlis.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von christina • 22. Juni 2010

Hallo, ich clickere meine beiden kalten auch, einen “ronaldo” typ mit extrem schlechter vergangenheit und einen belgierhengst.– und was soll ich sagen–beide pferde verstehen mich und mein kleiner spinner hat statt panik attacken nur noch momente, in denen er sich erschrickt, aber keine halbe stunde mehr, in der er rumgaloppiert… fressen beruhigt ja auch. belohne übrigens mit luzerne und maiscops, die ich dann von der ration abziehe. und die zwei sind nicht zu dick. viele grüße
___________________________________________
Super!
Viel Spaß weiterhin mit Deinen zwei “Kalten” :-) ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Lisa • 3. Oktober 2012

Hallo,

Ich habe erst letzte Woche die Erfahrung gemacht, wie toll man ein Pferd mit Leckerlis motivieren kann =)
Allerdings hat meine Stute im Eifer des Gefechts nach meiner Leckerli-Hand geschnappt.
Ich habe instinktiv die Hand gehoben und ein lautes “hee” von mir gegeben.
Aber ich bin nicht sicher ob diese Reaktion richtig war oder ob ich es vielleicht hätte ignorieren sollen?
Kenne mich da auch nicht so gut aus, das ich ihr nicht gegen den Kopf schlage versteht sich von selbst…
Doch was ist bei so einem Verhalten richtig?
Ich glaube nicht dass sie böse Absichten hatte, sie war wohl einfach zu gierig oder hat sich zu sehr über das Neue gefreut…?
Gruß, Lisa

 

Von Delia • 4. Mai 2013

Wirklich toller Beitrag!
Ich bin sicher dass es gut funktionieren wird!
Ich habe da aber noch eine Frage:
Ich werde sehr viele Dinge mit meinem Lieblingspferd auch nach dieser Methode machen, doch möchte ich irgendwann, dass es auch ohne Leckerlie geht (z.B. mit Streicheln, oder “Brav”). Macht das Pferd jetzt nur so gut mit wegen den Leckerlies?
Und wie kann ich die Leckerlies langsam abbauen?
Liebe Grüsse, Delia

 

Von Gitti • 27. Dezember 2013

Hallo,
ich finde den Denkansatz von Euch genial und hätte gerne gewußt wie Ihr folgendes Problem lösen würdet.
Ich habe seine seit 1 Woche einen 2,5 jährigen rohen Hengst der sehr rüpelhaft ist( Menschen werden auf die Seite geschoben und überrannt bzw.begegnet er Ihnen absolut respektlos teilweise agressiv).
Man kann sich Ihm nur mit Seil (kräftig Schwingen) nähern, was ihn aber nicht sonderlich beeindruckt, sondern er vielmehr dann das steigen anfängt bzw. er zum Angriff übergeht.
Nähert man sich ihm ohne Seil, kommt er von selbst auf den Menschen zu und bedrängt dich. Er setzt sofort seinen Körper gegen den Menschen ein ( Steigen, Hinterhand, Drohen, Zähne)
Er kommt garnicht auf die Idee Leckerlis oder auch sonstige Sachen ( z.B. Futtereimer, Kübel etc) “nur” mit der Lippe zu nehmen, sondern nimmt bei allem was er macht IMMER sofort die Zähne und beißt richtig zu.
Wie würdet Ihr an diese Problem rangehen?
Liebe Grüße Gitti

 

 

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