Ein neues Pferd kommt in die Herde

Letztens bekam ich eine Mail einer besorgten Pferdebesitzerin. Sie hatte ihre Stute neu gekauft und nun sollte das Pferd in die Herde des Pensionsstalls integriert werden. In diesem Stall wird es – wie weit verbreitet – praktiziert, neue Pferde „ins kalte Wasser zu werfen“, d.h., das Pferd ohne Eingewöhnungs- und Kennlernzeit in die Herde zu stellen. Die betroffene Herde besteht aus 14 Pferden und es steht ihnen eine Fläche von ca. 2000qm zur Verfügung. Die Pferde sind immer nur ein paar Stunden auf dem Paddock. Als die Stute nun in die Herde gestellt wurde, wurde sie von den anderen Pferden gejagt und angegriffen. Es gab ruhige Abschnitte, doch auch am zweiten und dritten Tag wurde die Stute immer wieder gejagt und dabei verletzt.

Ich gebe es zu: Auch ich habe früher neue Pferde so eingegliedert. Frei nach dem Motto „Augen zu und durch“ und „wird schon schief gehen“. Zum Glück ist bei mir auch nie was Schlimmes passiert, aber ich habe Szenen erlebt, die wirklich brenzlig und grausam waren. Ich habe gesehen, wie Pferde vor Angst Urin verloren haben. Ich habe gesehen, wie ein Pferd, das in eine Ecke getrieben wurde, versucht hat über einen Zaun zu springen und sich dabei schwer überschlagen hat. Für die neuen Pferde war es der pure Stress! Und sehr gefährlich war es auch!

Heute gehe ich anders vor und es fühlt sich viel besser an!

So gliedern Sie neue Pferde sinnvoll und gefahrloser ein

Die beste Möglichkeit ein neues Pferd einzugliedern, habe ich auf der Weide. Ich habe abgetrennte Weideabschnitte nebeneinander. Ich stelle zuerst das neue Herdenmitglied auf ein Stück Weide neben das Stück, wo die Herde sich aufhält. So können sich die Pferde über den Zaun hin kennen lernen und sich schon aneinander gewöhnen. Idealerweise besteht dieser Zaun aus festen Planken und nicht nur aus Litze oder Draht, denn hier besteht die Gefahr, dass ein Pferd sich im Zaun verhängt und verletzt wenn es nach hinten oder vorne ausschlägt.

Dann stelle ich ein Pferd zu dem Neuen dazu. Am besten erst einmal ein friedliches Tier. So hat das neue Pferd eine Chance, schon einen Kumpel zu gewinnen. Am nächsten Tag kommt dann ein zweites Pferd dazu, am folgenden ein drittes usw. Je nachdem wie gut das neue Pferd mit der Situation zu Recht kommt, so schnell vereine ich die Herde. Manchmal macht es auch Sinn, den Neuen mit dem ranghöchsten Pferd zusammen separat zu stellen.

Im Winterauslauf habe ich diese Möglichkeit nicht. Deshalb habe ich Eingliederungspaddocks eingerichtet. Das sind kleine Paddocks innerhalb des großen Paddocks. Hier bleibt das neue Pferd mindestens 3 Tage drin. In der Zeit können sich die Pferde gut über den Zaun kennen lernen und gewöhnen sich aneinander.

herde.jpg

Dann probiere ich unter Aufsicht das neue Pferd in die Herde zu lassen. Wenn ich weiß, dass bestimmte Pferde in der Herde besonders garstig neuen Pferden gegenüber sind, werden diese zunächst aus der Herde herausgenommen. Erst wenn die erste Aufregung abgeklungen ist, lasse ich auch die schwierigen Kandidaten wieder dazu.

Wenn ich sehe, dass das neue Pferd noch sehr gejagt wird, nehme ich es wieder aus der Herde raus und verlängere die Zeit im Eingliederungspaddock. Bisher ging es spätestens beim zweiten Versuch die Pferde zusammenzulassen, ruhig und friedlich ab.

Die ersten Nächte nehme ich die neuen Pferde noch aus der Herde heraus. Erst wenn ich sehe, dass das neue Pferd mit an die Heuraufen darf und wirklich entspannt in der Herde ist, lasse ich das neue Pferd auch über Nacht in der Herde.

Mir sind die Sicherheit und das Wohl der mir anvertrauten Pferde sehr wichtig. Ich empfinde eine riesige Verantwortung den Tieren und ihren Besitzern gegenüber. Nur weil es „fast immer“ gut geht, ist mir das Risiko des „einfach Dazustellens“ heute viel zu groß und ich bin auch nicht der Meinung, dass die Pferde “da durch müssen“.

Auch hier bin ich der Meinung: Es geht auch anders!

14. April 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 36 Kommentare »

 

36 Reaktionen zu “Ein neues Pferd kommt in die Herde”

 

Von Maja2009 • 15. April 2009

Hallo Babette

Die Eingliederung von neuen Pferden in eine bestehende Herde ist ein schwieriges Thema, in vielen Ställen.

Bin der Meinung der Besitzer sollte, erstens bei der Eingliederung dabei zu sein und zweitens die Eingliederung sollte harmonisch und behutsam vorzunehmen werden. Dies ist das Recht der Besitzer, denn was ist im Fall der Fälle, wenn eins der Pferde verletzt wird ?

Letztes Jahr erst wurde eine neue Stute einfach so in die bestehende Wallachherde geführt und alle haben gespannt darauf gewartet was passiert. Ich hatte damals die Verantwortung für den Herdenchef dieser Wallachgruppe. Meine Bitte erstens dabei zu sein bei der Eingliederung und zweitens mein Pferd sollte sich erstmal langsam mit der Stute anfreunden wurde missachtet.

Die Koppeln wurden geöffnet, so das die Pferde mehr Platz hatten sich aus dem Weg zu gehen. Soweit so gut, die Rangniedrigeren Wallache haben die Stute weitgehenst in Ruhe gelassen und ihre Abwehrgesten geachtet.

Als ich vom Reiten zurück kam war ich erstmal entsetzt über diese Vorgehensweise und auf anraten entlies ich den Wallach in seine Herde. Jedoch war schnell die großen Koppeln zu klein!
Ich hatte den Eindruck als wolle er sagen, warum steht auf einmal eine Stute auf meiner Weide? Und die beiden waren kaum noch zu halten. Er ging auf sie los und prügelte auf sie ein, sie wehrte sich und keiner konnte mehr einschreiten.

Ich wurde überstimmt und die Stute blieb mit den Wallachen zusammen. Einpaar Nächte später verletzte sich die Stute so stark das jetzt auch der Besitzer der Stute genug hatte und die Stute aus der Herde nahm.

Ich bin der Meinung das wäre vermeidbar gewesen !

Es tut mir leid um die Stute und deren Besitzer die mehrere Wochen die tiefen Wunden pflegen mussten.

LG
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Oje, was für eine schlimme Geschichte!
Diese Stute hat sicherlich nicht nur äußerliche Trauma davon getragen… :-(
Hoffentlich sind alle Wunden (auch die innerlichen!) gut verheilt,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Annette • 20. April 2009

Hallo Tanja,
so wie du es machst bei der Eingliederung, so handhabt es die Stallbesitzerin bei uns auch.

Am Wochenende wird die Stute meines Mannes in unseren Stall einziehen und ich verlasse mich ganz auf die Stallbesitzerin. Mein Mann und ich machen uns keine Sorgen, und sind sicher, dass alles bestens ablaufen wird.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sich auf die Fachkenntnisse und das Einfühlungsvermögen der SB verlassen kann. Passieren kann immer etwas, aber ich weiss, dass alles menschenmögliche getan wird, um das zu vermeiden.

Ich hoffe, dein Artikel ist Anstoss für andere, ihre Eingliedrungstaktiken zu überprüfen.

Viele Grüsse
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Hallo Annette,
ich bin Babette, aber macht nichts ;-)
Dann wünsche ich der Stute Deines Mannes ein gutes Eingewöhnen!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Elke Bärthel • 20. April 2009

Hallo Babette,
Dein Bericht über die Eingliederung eines Pferdes in eine neue Herde ist mir dieses Mal ganz besonders wertvoll und wichtig, weil ich zum 1. Juni meinen 5-jährigen Berberwallach (sehr rangniedrig, Schimmel) auf einen anderen Pferdehof umsiedeln möchte. Zum Glück zieht seine “Freundin”, eine 17lährigen Arabermix-Stute mit um, und die beiden werden einen gemeinsamen Stall mit gemeinsamem Peddock beziehen.
Bisher stand mein Pferd allerdings (mit Sichtkontakt zu den anderen Pferden) alleine auf der Koppel und auch im Stall (neben seiner Freundin).
Wie stellst Du Dir die Eingliederung der beiden Pferde vor?? Zusammen step by step wie oben von Dir beschrieben? Oder jedes alleine? Ich würde mich sehr über eine Entscheidungshilfe freuen.
Sonnige Grüße aus Südhessen
Elke
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Liebe Elke,
ich würde beide Pferde zusammen in die neue Herde integrieren.
Ich wünsche Euch alles Gute!
Liebe Grüße, Babette

 

Von Helle • 20. April 2009

Hallo Babette,
so wie Du es machst ist es sehr einfühlsam und verantwortungsbewußt. Leider werden die Pferdebesitzer ja häufig nicht mit einbezogen in das Vorgehen bei der Integration in die Herde. Ein Stallbetreiber ist ja nicht gleichzeitig auch zwingend ein “Pferdemensch”, der etwas von der Sache versteht. Zu oft ist es leider ganz anders.
Ich erlebte, daß meine ältere Stute sehr gejagt und angefeindet wurde. Wenn sie sich wälzen wollte, hielt ihre Pferdefreundin “Wache”. Letztendlich wurde sie sehr verletzt durch den Schlag einer Stute (die Eisen hatte!!) und ich holte sie sofort nach Hause.
Hier zu Hause integriere ich auch vorsichtig, aber ich kenne meine Pferde und es sind auch nicht so viele. Das Witzigste war ein Pintowallach, der neu zu uns kam und nach ein paar Minuten Aufregung (meiner Pferde) allein am Silageplatz stand und gemütlich fraß. Der Rest stand in gebührendem Abstand drumrum und staunte: WAS für ein impertinenter Kerl!
Liebe Grüße und eine schöne Woche für alle!!
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Hallo Helle,
so einen Fall hatte ich auch mal…
Als ich die Stute nach ein paar Tagen im Integrationspaddock in die Herde gelassen hatte und besorgt geguckt habe ob die Stute auch nicht gejagt wird, hatte diese Stute in 5 Minuten sich alles unter den Nagel gerissen und war sofort die Ranghöchste… So was hatte ich zuvor noch nie erlebt… :-D
Liebe Grüße, Babette

 

Von Claudia • 20. April 2009

Hallo Babette,

wieder mal ein Superthema für Leute mit “jahrelanger Pferdeerfahrung” ;-) ) Mein Wallach stand, bevor ich ihn gekauft habe, immer nur in der Box und hatte ein klitzekleines Viereck, dass Weide genannt wurde. Er ist auch sehr verspielt und mit unter etwas “hengstig”. Nachdem ich ihn gekauft hatte, habe ich ihn auf einen Bauernhof mit Weidehaltung umgestellt und den Besitzer über sein Vorleben informiert. Am Anfang lief es nicht so schlecht, er hat zwar das Nebeneinanderstehen nicht gemacht, aber er hat ihn zuerst alleine zu einem Hafi gestellt. Es ging einigermassen, der Hafi liess ihn zwar nicht ans Futter, aber das konnte mit 2 Heuhaufen gelöst werden. Dann wurde noch ein 3 dazugestellt, der neu kam und den Hafi schon vom alten Stall kannte. Das war etwas blöd für mein Pferd aber es gab immerhin keine grösseren Streitigkeiten. Und dann hat der Besitzer auf einmal von einem Tag auf den anderen mein Pferd in eine grössere Wallachgruppe gestellt ohne mich zu informieren. Von da an gab es nur noch Streitigkeiten mit einem PRE Wallach, der auch sehr dominant ist. Sie mögen sich überhaupt nicht und es gab nur noch Probleme mit Bisswunden und schliesslich hat mein Wallach auch einen Tritt aufs Fesselgelenk bekommen und seither dort ein Überbein. Jetzt steht er wieder mit den anderen 2 zusammen. Hätte auch anders laufen können.

Liebe Grüsse
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Hallo Claudia,
wohl wahr… :-(
Alles Gute für Dich und Dein Pferd,
Babette

 

Von Christiane • 20. April 2009

Liebe Babette, ich habe schon zweimal erlebt, dass ein von mir gerittenes Pferd auf die von Dir und Maja so anschaulich beschriebene Weise in eine neue herde “integriert” wurde. Beide Erfahrungen endeten mit schweren Tritt und Bisswunden an den Pferden. Die letzte Erfahrung, an meiner eigenen Stute im November: da wurden mehrere Sommerkleingruppen auf ein ca. 1 ha großes Stück mit anfangs 1 Großballenraufe gestellt – 22 Pferde, die sich noch nicht geordnet hatten. Als ich es mitbekam, war meine Stute so in Flanken Bauch, Hinterläufen und Scheide verbissen und zertreten, dass sie fünf Monate nicht mehr reitbar war. Die Wunden eiterten teilweise noch 3 Monate später. Ich habe sie zunächst in der Box gepflegt und dann auf die Aufstallung in einer Kleingruppe, wo dann auch behutsamer von den Pferdebesitzern selbst die zusammenführung durchgeführt wurde, bestanden. Letztlich war das der ausschlaggebende Grund, warum wir jetzt umgezogen sind.

Im neuen Stall wurde es so gemacht, wie du das beschrieben hast, Babette. Es lief ganz ruhig ab, gedroht wurde mal und auch mit den Zähnen geknirscht, aber keine Verletzungen. Heute (vier Wochen später) sind sie schon recht friedlich miteinander, auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie die Hirarchi denn jetzt ist. Da hatte ich jedenfalls von Anfang an das Gefühl, dass die SB genau weiß, was gut ist für die kleine Herde.

Wäre es doch immer so!

Liebe Grüße

Christiane

 

Von sandra • 5. Mai 2009

auch wir haben im aktivstall zur zeit ein problem mit einem neuen pferd im aktivstall. das pferd (16jähriger schimmelwallach) steht seit 3 wochen seperat neben dem aktivstall mit blink und direktem kontakt um sich einzugewöhnen, was auch gut klappt. wir hatten ihn jetzt mit den anderen zusammen auf der koppel und im aktivstall was nicht sehr gut funktionierte. er wurde auch gejagt und bedrängt und in die ecke getrieben und er weicht auch nicht den ranghöheren pferden. irgendwie hat man den eindruck dass er nicht so recht weiss, wie er sich verhalten soll. er war bisher boxenpferd mit einzelpaddokhaltung. dauert es bei solchen pferden länger? werd jetzt mal die praxis weitergeben, die du empfohlen hast es zuerst mit einem dann mit 2 oder 3 zu versuchen. hoffe es klappt. hast du sonst noch einen rat?schöne grüße sandra
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Hallo Sandra,
bei manchen Pferden dauert das Eingliedern sehr lange und bei manchen klappt es leider auch gar nicht. Es ist sehr schwierig ein Pferd einzugliedern, dass lange in Einzelhaltung gehalten wurde. Diese Pferde haben oft das normale Sozialverhalten nie wirklich gelernt :-( . Ja, ich würde raten das neue Pferd erstmal nur mit ein, zwei verträglichen Pferden zusammen zu lassen und gut zu beobachten.
Ich wünsche Euch und vor allem dem Schimmel alles Gute, Babette

 

Von chrissy • 9. Mai 2009

Hallo Babette,
mein pferd stand einige zeit allein. das lag daran, dass meine stute sehr aggressiv gegenüber anderen pferden war.sie hatte sich bisher nur mit einem anderen pferd so richtig angefreundet, die anderen duldete sie nach einiger zeit nur. ich besaß sie drei jahre als wir sie zu uns holten. sie hat eine sehr große box(die box war im inneren einer riesigen scheune), ungefähr so groß wie zwei normale. eine tür war eine ganz normale,von der man von der scheune aus in die box reinkam(die box war trotzdem in einer ecke der scheune), die andere tür führte direkt in die koppel(ich mache sie nachts zu).
nach langem suchen fand ich das pony, das der neue “partner” meines pferdes sein sollte. es war ein shetlandpony.ich “baute” aus stricken eine provisorische box vor der tür, die in die scheune führt, dahinein kam das pony erstmal.ich konnte beobachten, dass das pony nicht von der tür zur box wich und auch mein pferd immer in der nähe des ponys stand.darüber wunderte ich mich und deshalb wollte ich die beiden am nächsten tag an zwei angrenzende koppeln bringen. auch dort: die beiden blieben immer möglichst in der nähe.nach einiger zeit führte ich mein pferd durch die koppel-boxentür in ihre box und gab ihr heu(ablenkung, weil ich gleich darauf das pony durch die box zur provisorischen führen wollte).aber das pony wollte nicht in seine box, ich konnte machen was ich wollte, es blieb bei meiner großen. ich gab nach und gab auch ihr einen heuhaufen, danach schaffte ich es doch, sie in ihre eigene zu bugsieren.am nächsten tag dasselbe, also ließ ich sie einfach darin.

heute gibt es nur noch streit ums futter.ich mache immer zwei heuhaufen. erst wenn die große ne minute gefressen hat, darf die kleine mitfressen(deshalb mache ich immer zwei heuhaufen).ansonsten gäbe es keine pferde, die besser zusammenpassen würden, sie freuen sich immer so sehr, wenn die eine vom ausritt zurückkommt oder die andre vom spaziergang… ich muss das pony nicht mal führen, es läuft wie ein fohlen hinterher, immer.

ich war froh, dass ich die beiden überhaupt aneineander gewöhnen konnte(weil die große doch keine anderen pferde mochte), aber dass es so gut klappt hätte ich nicht gedacht.
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Hallo Chrissy,
wie schön! Eine Geschichte mit Happy-End :-D !
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Annika • 6. Juni 2009

Hallo Babette,

Hilfe! Ich musste mit meinem Pony den Stall wechseln zum 30.05.09, also vor einer Woche. Vorher lief er mit 13 anderen Pferden auf einer sehr großen Koppel, war nichr besonders rangniedrig aber auch nicht der höchste. Jetzt steht er mit 3 Stuten und 1 Wallach zusammen und steht immer allein und wird von den anderen nur verjagt! Er tut mir wahnsinnig leid und ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann. Die laufen halt immer in 2 2-er Gruppen zusammen und er ist sozusagen “über”. Er ist sonst total verspielt, und jetzt hat er keinen mehr mit dem er spielen oder Mähnenkraulen machen kann. Das kann so nicht weitergehen, wenn er nicht glücklich ist, macht mich das ganz krank und ich glaube einfach nicht dass sich die Konstruktion in der Herde noch so ändern wird, dass er auch einen Freund finden kann. Bitte, haben Sie nicht einen Tip für mich???

Liebe Grüße
Annika

PS: Würde mich wahnsinnig über eine Antwort freuen!
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Liebe Annika,
leider fällt mir da auch keine geniale Idee ein…
Eine Woche ist noch keine Zeit und es ist gut möglich, dass er doch noch in dieser Konstellation eine/n Freund/in findet.
Es kann aber genauso gut sein, dass er das fünfte Rad am Wagen bleibt. Das er gejagt wird, wird sich sicherlich verändern. Soll die Herde denn noch größer werden, oder ist jetzt bei fünf Pferden Schluß?
Liebe Grüße und ich drücke ganz doll die Daumen, dass Dein Pferd sich gut einlebt,
Babette

 

Von Annika • 17. Juni 2009

Hallo Babette,

vielen Dank für Ihre Antwort!!

Er hat sich super dort eingelebt und ich bin darüber überglücklich! Er steht sogar schon in der Rangordnung an 3. Stelle von oben! Er steht mitten in der Herde, spielt und macht Mähnenkraulen mit den anderen Pferden. Eine Woche war wohl wirklich ein wenig zu kurz.
Haben letztes Wochenende mit der kompletten Herde einen wunderschönen Wanderritt gemacht, was die Herde noch mehr zusammengeschweißt hat und ich jetzt endlich meine ganzen Bedenken vom Anfang langsam aber sicher beiseite schieben kann. Wollte Ihnen das Erfreuliche nur kurz berichten!

Ach so, Ihre Frage, “erstmal” wird es bei den 5en bleiben.

Liebe Grüße
Annika
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Wie schön!
Das freut mich!!! :-)
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Lizzy • 20. August 2009

Hallo Babette,
vielen Dank für den Schönen Beitrag!
Ich habe auch lange Jahre gesehen, wie Pferde eibnfach zusammen gewürfelt wurden. “DIe machen das schon unter sich aus”. Ja, haben sie. Meine Stute musste 2x wegen Knochenabsplitterungen in die Klinik… Zum Glück läuft sie heute, gut 10 Jahre später mit 29 Jahren immer noch (oder wieder) gut und nicht zu letzt, weil wir nun unseren eigenen Stall, mit einer 4er Gruppe haben.
Unseren letzten Neuzugang haben wir Anfang des Monats eingewöhnt und da habe ich auch diesen Weg gewählt, ihn erst mal auf ein abgesperrtes Stück der Koppel zu stellen. Nach einer Woche erfolgte dann die zusammenführung (vorab einzelnes Zusammenstellen war nciht möglich, weil das unsere Leitstute nciht geduldet hätte- sie geht wenn ihr etwas nciht passt durch jeden Zaun). Aber es war gar kein Problem. 5 Minuten Aufregung und dann folgte gemeinsames Grasen auf schon sehr engem Raum (Platz wäre schon da gewesen). Aber auch schon über den Zaun waren vorher KOntakte geknüpft worden und zum Dösen stellten sich meine schon zu dem NEuen an den Zaun. So erfolgte also schon vorher der Sozialkontakt und alle lernten die “Sprache” des anderen zu interpretieren. Das lief also sehr gut.
Nach nun 3 Wochen kommen schon mal ein paar Bissstellen vor (aber keine tiefen), da vor allem die Herdenchefin ihre Aufgabe als Erzieherin aufgenommen hat. Unser neuer Kleiner ist nämlihc erst 3, die anderen 2 9 und dann noch unsere Omi mit 29. Da wird der Jungspund schon mal zurecht gewiesen, aber er wirkt viel entspannter im Vergleich zu seiner Ankunft bei uns.
Meine alte Stute wurde auch durch eine sehr harmonische Herde sozialisiert. In jungen Jahren war sie sehr aggressiv anderen Pferden gegenüber. Dann kam sie über Sommer in diese Herde, in der sie sich auch von ihrer schlechstesten Seite zeigte (hier wurde sie auch nciht schrittweise eingewöhnt). Die Herde reagierte mit sozialem Ausschluss- völlig ohne Körperlichkeiten. Seit dem hatte sie ihre Attacken völlig abgelehnt.
Schön, hier solche Anregungen zu lesen, viele Grüße, Lizzy.
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Liebe Lizzy,
vielen Dank für Deinen Kommentar und alles Gute für Dich und Deine Lieben :-) ,
Babette

 

Von Victoria • 24. August 2009

Hallo Babette,
Ich habe seit gestern eine 5-jährige Isi-Stute und möchte sie gerne bei einer unserer Paddockgruppen eingliedern. Es gibt 2 Paddocks, die in Frage kämen. Zum einen ein Pony-Paddock (3 Pferde, nur Wallache) und zum anderen ein Paddock mit 2 Großpferden. Bei den Ponies gibt es einen sehr hengstigen Wallach, bei den Großen einen verspielten Wallach und eine Stute, die schüchtern ist, aber Stuten seehr mag. Ich habe es schon auf dem Pony-Paddock versucht, meine Stute einzugliedern, aber der hengstige Wallach hat sie in die Ecke gedrängt und getreten und das so lange, bis ich mit Peitsche dazwischengegangen bin. Also habe ich sie heute neben die Box der schüchternen Stute gestellt, damit die beiden sich beschnuppern können die Nacht über und den halben nächsten Tag. Wie lange denkst du wird es brauchen, bis ich sie aufs Paddock stellen kann? Außerdem: Welches hältst du von den Beschreibungen her für geeigneter? Mir wird immer nur gesagt “stell sie dazu, klappt schon”.
Gruß
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Liebe Victoria,
erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Pferd!
Auf das Ihr sehr glücklich miteinander werdet :-) !
Den Spruch “stell sie dazu, klappt schon” finde ich mehr als gefährlich! Aber dazu habe ich ja in dem Blog Beitrag schon geschrieben.
Wie lange es dauert kann ich Dir nicht sagen. Ich würde es frühstens nach drei Tagen probieren und beobachten, ob die Zusammenführung schon relativ entspannt klappt. Wenn Dein Pferd wieder so schlimm attakiert wird, würde ich es wieder drei Tage neben den Pferden laufen lassen und es dann wieder versuchen sie zusammen zu lassen.
Dein Pony mit zu den Großpferden zu stellen kann problematisch werden, weil die Pferde wahrscheinlich einen sehr viel höheren Futterbedarf haben als Dein Pony. Von daher wäre Dein Pony bei den Ponys wohl besser aufgehoben. Aber ich weiß ja nicht, wie Dein Stall das mit dem Futter regelt.
Ich hoffe, dass sich Dein Pferd gut in seiner neuen Heimat und Herde einleben wird.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Sabrina • 1. März 2010

Hallo! Ich hatte meine 8 jährige Stute (Kaltblut-Friesen-Mix, ca. 1,75 cm Stock) 9 Jahre nach der Weidesaison für 4,5 Monate zum Beritt. Wir haben über den Winter einen Offenstall gebaut weil wir hier zu Hause den Platz haben: 3,5 m x 7m davon ist die Hälfte überdacht und der Rest Paddock. Als Beisteller haben wir ein Shetlandpony (Wallach) gekauft. Gestern haben wir die beiden zusammengebracht, aber die Stute hat nach dem kleinen ausgeschlagen. Als Notlösung haben wir das Paddock jetzt getrennt, so das der kleine durch kann und dann seinen Platz hat aber die Große nicht hinter her kommt. Ist das Ihres Erachtens sinnvoll? Ich bin noch sehr nervös, da ich zwar schon länger reite, aber die beiden sind meine ersten eigenen Pferde.Meine Freundin meinte, das ich das erst mal mindestens eine woche mit der Trennung machen soll und irgendwann darf der der shetty bei der großen stehen, ganz automatisch.
Vielen Dank für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen
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Liebe Sabrina,
ja, das halte ich für sehr sinnvoll!
Alles Gute für die weitere Zusammenführung,
liebe Grüße,
Babette

 

Von susie • 26. Januar 2011

liebe babette!

unsere 2 pferde sollen fuer ca. 2 monate in einen stall zur ausbildung.
zuhause sind sie den ganzen tag auf der weide und ueber nacht in der box.
der stallbesitzer vom ausbildungsstall wuerde die beiden jetzt fuer die zwei monate gern in die offenstall herde integrieren aber ich mache mir sorgen.
werden unsere pferde mit der neuen situation und dem taeglichen training nicht schon genug gefordert sein und ist es nicht schlimm fuer sie, die herde dann nach 2 monaten wieder zu verlassen?
was meinst du dazu?

liebe gruesse, susie
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Liebe Susie,
ich würde kein Pferd für zwei Monate in eine Herde integrieren. Mir wäre sowohl die Verletzungsgefahr zu groß, als auch der eventuelle Stress für alle beteiligten Pferde. Und wenn dann eine echte Pferdefreundschaft entsteht, wird sie wieder auseinandergerissen… Nein, ich würde das nicht wollen,
liebe Grüße,
Babette

 

Von susie • 27. Januar 2011

liebe babette!

danke fuer die schnelle antwort! ganz genauso haette ich es auch gesehen und irgendwie laesst mich das dann schon fast wieder am trainer zweifeln…

liebe gruesse, susie

 

Von Annika • 9. März 2011

Hallo Babette,

habe mir vor fast 2 Wochen eine 2 jährige Reitponystute gekauft, die in unsere Offenstallherde integriert werden soll. Habe sie am ersten Tag mit einer ziemlich rang hohen Pony Stute zusammen gestellt, von der sie gejagt wurde und schießlich irgendwann weggerutscht und sich verletzt hat. Seit etwas über einer Woche steht sie nun seperat neben der Herde, Können sich aber sehen und beschnuppern. Mit einem Wallach hat sie sich so sehr gut verstanden und er hat die anderen weggescheucht wenn ein anderer rübergegiftet hat. Dann habe ich die zwei zusammengestellt. Anfangs war alles ruhig nur dann fing auch er an sie zu jagen, solangsam weiß ich nicht mehr weiter. Einerseits ist sie sehr neugierig, haut aber direkt ab und kaut sofort wenn ein anderes Pferd auf sie zukommt und wirkt so langsam panisch.

Wäre über eien Rat sehr dankbar.

Liebe Grüße
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Hallo Annika,
wichtig ist, dass Dein Pony ausreichend Platz zum Ausweichen hat. Falls das jetzt im Winterpaddock nicht möglich ist, würde ich bis zum Weidegang mit der Integration warten und das Pony solange noch separiert neben der Herde laufen lassen.
Viel Erfolg,
Babette

 

Von Sara • 2. Juni 2011

Hallo,
ich habe meine Stute mit noch 3 Jahren bekommen und bin in einen Stall mit Herdenhaltung gezogen (ich kannte das vorher gar nicht!). Dort wurde sie einfach dazugestellt und erstmal verdrieben – schnell hatte sich das aber geändert und sie wurde zur Herdenchefin und sehr dominant!
Anfang diesen Jahres musste ich aus privaten Gründen den Stall wechseln. Hier stehen die Pferde in mehreren kleinen Gruppen (4 – 5 Pferde) gehalten. Meine Stute wurde zuerst zu 2 sich schon bekannten Pferden gestellt und hielt sich erst mal abseits – später hat sie eine der beiden für dich in Anspruch genommen. Dann sollte eine weitere Stute integriert werden. Sie stand für 3 Tage auf einem abgegrenzten Sttück neben den anderen auf der Koppel. Als sie dann dazu kam, hat meine sie verdrieben (sie ging wohl einfach auf sie los – auch wenn sie abseits stand). Die Besitzerin wurde panisch und hat ihr Pferd wieder raus genommen und wollte sie nicht mehr zu meinem ‘gezielt tretendem’ (dieses Gerücht wird jetzt über sie verbreitet) Pferd stellen.
Dann haben versucht meine, eine der Stuten und ein Wallach zusammen zu stellen. Alleine mit dem Wallach auf der Koppel ging es gut, als dann aber wieder die Stute dazu kam, wurde der Wallach von ihr ausgegrenzt.
Da die Stute in eine etwas größere Gruppe sollte, wurde sie von meiner Stute und dem Wallach weggestellt.
Jetzt steht meine Stute (die ich eigentlich gerne in einer Herde hätte) mit dem Wallach alleine draußen – nur leider mag sie ihn nicht besonders gerne – sie tut ihm zwar nichts, aber sie stehen auch nie zusammen da…
Ich würde gerne wieder versuchen meine Stute in eine etwas größere Herde zu integrieren und ihr die Chance zu geben eine richtige Freundin zu finden – nur leider haben einige jetzt Angst vor meinem Pferd (da die Angestellte dort verbreitet, dass sie gezielt treten würde…, sie hat aber noch nie ein anderes Pferd verletzt – werder im alten, noch im neuen Stall).
Wie könnte ich vorgehen, um sie in eine jetzt bestehende Herde ruhig zu integrieren? Gibt es Argumente, mit denen ich die anderen überzeugen kann?

Vielen Dank schon mal!!

Liebe Grüße

Sara

 

Von Vera • 5. Juni 2011

Hallo!
Wir haben es als ein Shetty zu uns in die Herde kommen sollte genauso gemacht… schön ein Stück Weide abgetrennt und alle konnten sich beschnuppern… Alles wirkte recht harmonisch und es gab kein Gezanke am Zaun und das Shetty hatte auch keine Angst. Nach einiger Zeit, mehreren Tagen, fanden wir also, dass wir sie gefahrlos zusammen lassen konnten. Doch wir hatten leider falsch gedacht. Der Herdenchef biss dem Shetty oben in den Mähnenkamm und zog ihn sogar ein Stück damit in die Höhe. Danach hat es lange gedauert bis wir ihn eingegliedert hatten, haben ihn also erst abgetrennt und dann konnte er hinterher selber entscheiden, ob er auf die große Weide wollte (dadurch dass wir so abgetrennt haben, dass er unten durch gehen konnte und die anderen nicht)… Mittlerweile hat der Kleine so ein Selbstbewusstsein entwickelt, das hätte ich nicht erwartet ;)
Mit dem nächsten Neuankömmling haben wir es dann anders gemacht. Direkt ins kalte Wasser geworfen zu den Anderen auf die Weide, da die Besitzerin Angst hatte, dass wir die Prozedur mit dem Abtrennen wieder so lange machen müssen. Und siehe da, es hat geklappt und nach kurzem Beschnuppern und Herumrennen war die Rangordnung geklärt und alle waren friedlich am Grasen.
Auch wenn bei unserer Herde das ins “kalte Wasser schmeißen” eindeutig besser funktioniert hat, finde ich die sanftere Methode eigentlich um Einiges besser!

Find es echt interessant zu lesen, wie es bei anderen Herdeneinführungen klappt und welche Methoden sich bewähren ;)

Liebe Grüße,
Vera

 

Von Niti • 11. Juli 2011

Hallo,
meine Haflingerstute steht nun seit 3 Monaten auf dem neuen Hof. Zu Anfang wurde Sie mit verschiedenen Pferden auf dem befestigen Paddock zusammengelassen. Dies verlief auch immer friedlich ohne Probleme.
Nun haben wir sie letzte Woche in die große Herde mit ca. 15 Pferden entlassen. In der kleinen Gruppe war alles in Ordnung und friedlich. Als wir am nächsten Tag mit der großen Gruppe (also alle Herdenmitglieder) mit meiner Stute auf die Koppel gelassen haben wurde es wild. Anfang sind sie so ca. 5-10 minuten wild umher galoppiert. Der Herdenchef (Wallach) hat meine Stute abgesondert und sich mit ihr zusammen ein wenig von der Herde entfernt zu grasen gestellt. Das ging so 2 Stunden. Nach 2 Stunden sind nach und nach die anderen Pferde auf die zwei zugegangen. Auf einmal – wie aus dem nix – hat ein Pferd es auf meine Stute abgesehen und hat diese wie wild gejagt. Zum Glück ist es eine riesige Koppel. Die anderen Pferde haben fröhlich mitgemacht. Es sind Hufe geflogen, Bisse verteilt worden…übelste Art. Leider ist meine Stute so lieb, dass diese nicht schlägt und beißt. Sie hat nur Schläge erhalten :-( und die waren dann auch etwas übel :-( .
Nach 20 Minuten habe ich meine Stute rausgeholt, da sie völlig hinüber war. Hat fast keine Luft mehr bekommen, nass geschwitzt…in einem ziemlich gestressten Zustand.
Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr wie wir weitermachen sollen????
Habe so große Angst, dass die “bösen” Kumpels mir das Pferd kaputt machen. Tagsüber steht sie nun immer im Offenstall mit einer verträglichen Stute aus der Herde.
Wie sind hierzu Deine Tipps?
Wie lange muss ich noch in der Regel zusehen?
Hast Du dazu Erfahrungen?

Danke für ein Feedback.
Grüße
anita

 

Von Verena • 13. September 2011

Hallo. Ich bin gerade in der Situation einen Stallwechsel vollzogen zu haben. Ich habe eine Ponystute, 19 Jahre alt, Schimmel, die sehr sehr ängstlich und nervös ist und rangniedrig. Wenn sie auch nur ein klitzekleines bißchen bedrängt wird ergreift sie die Flucht. Wir sind jetzt seit dem 3.9. in dem neuen Stall. Sie war erst ein paar Stunden allein auf einem Paddock, dann in die Herde auf der Koppel. Außer 10 Minuten galoppieren war nichts. Die Herde besteht aus mehreren Stuten und zwei Wallachen (shetty und pony). Nachts sollte es nun aufs Paddock gehen. Ging gar nicht…. die beiden Wallache griffen sie an. Und sie rennt halt immer weg. Man hat fast das Gefühl durch ihr Verhalten motiviert sie die Pferde sie zu jagen. Wir haben das dann in den darauffolgenden Tagen noch probiert. Ging aber nicht. Sie war dann nachts innerhalb des Paddocks auf einem abgetrennten Stück. Da hat sie sich aber auch nicht wohlgefühlt. Nun ist sie mit zwei Stuten mit denen sie sich gut versteht über Nacht auf der Koppel. Eigentlich wollte ich das nicht wegen zu viel Gras, geht aber nicht anders. Nun kam ich gestern in den Stall und da hatte einer der Wallache sie gerade wieder gejagt (ansonsten war bis auf Kleinigkeiten auf der Koppel immer Ruhe). Sie hat ganz schön geschwitzt und ich mache mir Sorgen. Was kann ich denn für mein Pony tun? Wie siehst du die Chance dass sich das noch gibt? Wenn ich andere Geschichten lese, sind wir ja noch gut davongekommen, wobei die Situationen auf dem paddock echt heftig waren. Sie hatte auch schon viele Lahmheitsprobleme deswegen krieg ich jedes Mal die Krise bei dem Gerenne und Haken schlagen. Im Winter gehts auch aufs Paddock, allerdings sind da die beiden Wallache nicht dabei und sie hat ihre Box direkt neben der ranghöchsten Stute. Ach so, und in zwei Wochen kommt noch eine dominante Stute aus der Tierklinik zurück. Das kann wohl auch noch was geben oder? Danke und Gruß Verena

 

Von Sandra • 17. Oktober 2011

Hallo Babette.
Ich mach mit große Sorgen, wir haben ein Isi Herde mit einem Wallach und zwei Stuten. Gestern wollten wir eine dritte Stute einbringen. Der Wallach ist völlig ausgerastet, hat sie schlimm gebissen und sie immer wieder attakiert. Die Stute stand nur ein-einhalb Tage nebenan, da sie sich nicht sehr füreindander interessiert haben dachten wir es wär kein Problem und haben sie zusammengeführt. Was dann abgieng war die Hölle. Die Stute ist eine sehr zierliche Fünjährige, will von keinem was, trotzdem hat sie der Wallach (14) angegriffen wie wild, unsere Weide ist 50/100m. Der Abstand war ihm nicht genug, er stürmte immer wieder auf sie zu und biss sich in ihr fest.
Gibt es Hoffnung das er die Stute noch annimmt?
Wie gehen wir vor?
LG
Sandra
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Hallo Sandra,
das kann ich Dir nicht sagen. Habt Ihr die Möglichkeit die zwei Pferde zusammen zu fahren und Spaziergänge und Ausritte zu zweit zu machen? Solche Aktionen schweißen Pferde oft zusammen. Ich drücke die Daumen das es noch klappt!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Mai • 25. März 2012

Hallo Babette,

ich bin mit meiner 8jährigen Stute vor 3 Wochen zum ersten mal umgezogen. Sie stand vorher in einer gemischten Herde (die sich im Laufe der Jahre immer mal verändert hat) und kommt nun wieder in eine gemischte Herde. Wir haben die Pferde 2 Wochen nebeneinander herlaufen lassen. Dann tagsüber zusammengestellt. Mein Pony hat sich am Anfang die Herde mit Treten vom Leib gehalten; es ist zum Glück nichts schlimmes passiert. Aber jetzt wir mein Pony von Tag zu Tag aggressiver den anderen gegenüber, sie tritt nicht nur, um abstand zu gewinnen, sonder geht richtig auf die anderen Pferde los, beschnuppert erst friedlich und dreht sich dann blitzschnell um und keilt voll aus.
Gestern haben wir sie dann erstmal wieder separiert, weil die Verletzungsgefahr uns allen zu groß war…
Was kann man da denn machen?
Dass meine Stute dominant ist, weiß ich, aber dass sie überhaupt nicht von den anderen ablässt und dermaßen aggressiv ist, habe ich in den letzten 7 Jahren nicht erlebt- und da hatte sie noch “heimvorteil”…
Kannst Du mir einen Rat geben?
Liebe Grüße,
Mai

 

Von Linda • 14. April 2012

Hallo :)

Seit mittlerweile 15 Jahren habe ich meine Hafi-Stute. Sie ist meine Kindheits- und Jugendfreundin und einfach mein Ein und Alles. Da ich sie natürlich nie alleine stehen lassen wollte, habe ich ihr immer ein Pony dazugeholt. In den ersten fünf Jahren habe ich insgesamt nacheinander 3 Ponys von einem nahegelegenen Reiterhof zur Verfügung gehabt. Die blieben dann jeweils immer 1-2 Jahre, bis ich sie leider wieder abgeben musste und ich ein anderes bekommen habe. Da ich meiner Süßen jedoch nicht immer wieder eine Freundin entreißen und ihr jedesmal ein fremdes Pferd vor die Nase setzen wollte, habe ich dann vor 10 Jahren ein Pony gekauft. Mit den Zusammenführungen gab es nie Probleme, da meine Hafi-Stute zum einen sehr lieb mit anderen Pferden ist und zum anderen aber immer gleich klar war, dass sie Chef ist, ohne irgendwelche Streitereien. Seither sind sie und mein Pony ein Herz und eine Seele. Wenn wir mit anderen, selbst fremden, Pferden ausreiten, gibt es seitens meiner “Großen” nie Probleme. Sie giftet, quietscht oder tritt nie. Nun ist vor ca. 4 Wochen eine “Neue” eingezogen. Ein Englisches Vollblut. Ich habe dafür eine Box neben die meiner anderen beiden gebaut, damit sie sich erstmal aneinander gewöhnen können. Das hat meiner Hafi-Stute allerdings gar nicht gepasst. Sie war der Neuen gegenüber so giftig wie ich sie noch nie erlebt habe, hat versucht über die Mauer hinweg zu beißen und war sehr aggressiv, was ich allerdings verständlich finde, wenn da plötzlich so ein “Eindringling” ist. Das Pony hat sich da komplett rausgehalten. Die Vollblutstute war jedoch absolut unterwürfig und besonders in den ersten Tagen sehr schüchtern. Ich habe meine beiden Ladys dann in den ersten Tagen getrennt von der Neuen, aber immer mit Kontaktmöglichkeiten zur ihr rausgelassen und draußen funktionierte das auch ganz gut. Meine Hafi-Stute hat sich dort nicht weiter an ihr gestört. Nach ein paar Tagen habe ich es dann gewagt, sie auf dem ca. 600 Quadratmeter großen Paddock zusammen zu lassen. Bis auf ein bißchen Gequietsche ist da auch nichts passiert. Natürlich durfte die Neue erstmal nicht gleich an den Heuwagen, weshalb ich ihnen noch andere Fressmöglichkeiten einrichtete. Nachts habe ich sie aber immernoch getrennt. Nach einer weiteren Woche sind die beiden Großen dann gleichzeitig rossig geworden und waren in dieser Zeit unzertrennlich. Wir sind auch von Anfang an jeden Tag mit allen ins Gelände und spazieren gegangen, wobei es keinerlei Probleme gab. Ich dache nun, es sei überstanden und sie verstehen sich, denn auch nach der Rosse haben sie alle noch ein paar Tage recht gut verstanden. Seit ca. 4 Tagen fängt die Vollblutstute jedoch an, nach meinen anderen beiden zu treten. Sie geht hin, dreht sich rum, quietscht und tritt. Anscheinend ist sie nun langsam aufgetaut und möchte sich in der Rangordnung weiter nach oben schieben. Das Pony haut dann sofort ab, die Hafi-Stute hat jedoch erstmal mächtig zurückgetreten. Allerdings lief das immer so, dass sie sich nicht wirklich getroffen haben. Seit vorgestern weicht meine Hafi-Stute nun jedoch manchmal zurück und geht weg, manchmal jedoch tritt sie zurück. Sie scheint mir jetzt sehr unglücklich, was ich gut verstehen kann, schließlich ist es seit 15 Jahren IHR Zuhause, indem sie IMMER Chef war. Ich weiß nicht recht, was ich nun tun soll. Ob ich sie auf dem Paddock nochmal trennen soll, oder ob ich sie das einfach ausdiskutieren lassen soll? Im Stall ist eigentlich, bis auf ein bißchen Gequietsche ab und zu, alles gut. Auf jeden Fall möchte ich nicht, dass meine Hafi-Stute nicht mehr glücklich ist in ihrem Zuhause und dort nur Stress hat :( Natürlich gehen wir weiterhin jeden Tag zusammen raus. Auch mal ohne das Pony. Da klappt alles prima und die beiden verstehen sich dann sehr gut.
Vielleicht kann mir ja hier jemand einen Rat geben. Mich würden eure Meinungen dazu sehr interessieren.

Vielen Dank schonmal im Voraus!!!
Linda

 

Von Alex • 19. April 2012

Hallo Barbette!!!

So nun wende ich mich auch mal an dich kurz zu uns : Seid dem 01.04 haben wir unseren eigenen kleinen Stall angemietet. Unsere Herde bis gestern bestand aus einer Tinker Stute (Leitstute), einem Appi Araber und einem Dülmener, die drei sind echt eine eingeschworene Truppe, kennen sich bereits aus dem alten stall usw.
Gestern war es dann so weit endlich habe ich mir meinem Traum erfüllt und habe mir einen Friesen 1 Jahr gekauft. Der kleine stand über nacht jedoch in der Box da er für den Transport sediert werden musste. Nunja heute morgen dachte ich mir stell ich ihn doch einfach auf die Wiese da die alt eingesessene herde bis dato jedes Pferd aufgenommen haben, allerdings wurde ich heute eines besseren belehrt. Alle drei in der Gruppe versuchten den kleinen Anzugreifen, jagten ihn über sämmtliche Wiesen usw. gott sei dank gab es keine verletzungen. Nunja nach kurzer Zeit freundete er sich mit dem Appi/Araber an, sie spielten rannten um die Wette usw. allerdings versuchten dann die anderen beiden dieses zu unterbinden indem sie wieder auf den kleinen zustürmten. Wie kann ich die vier am besten aneinander gewöhnen ??? kannst du mir einen tipp geben

 

Von Clair • 7. Juli 2012

Hallo Babette!
Wir stehen auch vor diesem hoffentlich kleinen problem.
Wir haben einen kleinen Offenstall in dem mein Norweger Wallach und der Isländer Wallach von meiner Mutter steht. Mein Süßer is chef unter den zweien, nun habe ich vor knapp 14 Tagen einen Shetty Hengst dazu geholt ( er ist noch nicht Hengstig ) er is 3 einhalb. Er steht seit dem ersten Tag neben an, sie können sich ohne probleme beschnuppern, das klappt auch alles ohne probleme vom ersten Tag an. Doch trotzdem hab ich schiss den kleinen dazu zu stellen. soll ich es langsam mal wagen oder lieber noch ein paar wochen warten ???
lg
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Hallo Clair,
ich fürchte, meine Antwort kommt wohl zu spät? :-( Sorry!
Und? Wie ist es gelaufen? Hat die Zusammenführung geklappt?
Liebe Grüße,
Babette

 

Von maserak • 30. August 2012

hallo babette
meine enkelein hat sich eine tinkerstute stockmaß 150 gekauft und wollte sie jetzt in eine neue gruppe integrieren sie ist 4jahre alt und angeritten und sehr lieb nur beim ersten herdenkontakt wurde sie sehr bissig und keile vorn und hinten aus , sie wurde wie man sagt ins kalte wasser geschmissen, dabei hat sie sich eine Knieverletzung zugezogen und die kniescheibe hakt ab und zu aus. jetzt steht sie in der box und wir bewegen sie täglich. aber wie sollen wir sie integrieren
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Hallo Ingrid,
ich kenne ja Eure Verhältnisse vor Ort nicht. Habt Ihr nicht die Möglichkeit Eure Stute in ein Integrationsstück zu stellen? Haben die Pferde ausreichend Platz für eine Zusammenführung? Wenn die Gegebenheiten schlecht sind und die Integration in so einer hau ruck Aktion durchgeführt wird, ist es halt drei mal gefährlicher als es eh schon ist …
Wie ich es machen würde, habe ich in diesem Blog geschrieben.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Birgit • 1. September 2012

Hallo Babette!
Ganz toll wie du die Eingliederung machst.
Mein Pferd steht seit 1 Woche in einen Bewegungs/Offenstall. Die Eingliederung funktioniert genauso wie bei dir. Allerdings gibt es seit 2 Tagen Schwierigkeiten. Herde besteht aus 6 Pferden. Mit 3 Pferden stand er schon getrennt auf ner Koppel – ohne Probleme. vor 2 Tagen kam er mit den anderen 3 gleichzeitig in den offenen Bereich/Laufstall. 2 davon ignorierten ihm und mit den anderen beschnupperte er sich. Keinerlei Aggression. Allerdings haute er hinten aus. ohne Grund bzw. Anzeichen von Aggression des anderen. Das ging ca. ne STunde. er traf sogar. dann wurde es abgebrochen. am nächsten tag stand er mit den herdenchef zusammen – den kannte er schon. auch bei ihm trat er immer wieder aus – ohne ersichtlichen grund.
was kann das sein? rangordung? fühlt er sich bedrängt? stall ist 4ha groß mit wald boxen frei zu begehen, es gibt nirgends eine sackgasse, pferde können immer ausweichen und herde besteht nur aus wallachen.
wäre nett wenn du mir ein paar zeilen schreiben könntest.
lg birgit

 

Von Melissa • 20. September 2012

Hallo Babette :)
AM 06.10. bekommen wir eine neue Stute zu uns in den Offenstall (5 jährige Shagya-Araber Stute). Das Tier stand bis jetzt in Weidehaltung mit 2 Stuten und einem Wallach zusammen, und ist ziemlich dicke mit denen. Sie war noch nie woanders, und wird daher an dem Tag alleine vom Transport etc. schon sehr gestresst sein.
Sie wird dann bei uns zu Hause im Offenstall mit 3 anderen Ponys stehen (2 Wallache und eine Stute).
Die Stute ist schon etrwas älter, und mit Abstand die ranghöchste und dominanteste. Vor einem Jahr haben wir den kleinsten Wallach dazugestellt, und den ehrlich gesagt auch ”ins kalte Wasser” geworfen, der andere Wallach wich ihm sofort nicht mehr von der Seite, aber die Stute war alles andere als begeistert. Sie war nicht wirklich aggressiv, sondern zeigte ihm deutlich, dass er ‘nicht dazu gehört’. Nach wenigen Tagen ging es allerdings, alle Pferde kamen von einem Hof, auf dem sie vorher auf einer sehr sehr großen Weide mit ungefähr um die 100 anderen Pferde standen, daher kannten sie es gut, sich einzugliedern.
Jetzt macht mir allerdings der Gedanke sorgen, dass die neue Stute nichts anderes kennt, sie ist auch noch absolut roh. Meine 3 stehen solange das Wetter nicht zu nass und zu kalt ist den ganzen Tag und die ganze Nacht nur auf der Weide. Der Paddock mit Offenbox, die zur Scheune reingeht, ist direkt nebenan (mit Tor zur Weide).
Wäre es am besten, die Stute sofort in den Paddock zu lassen, der an die Weide grenzt, sodass sie sich gleich beschnuppern können? Und soll ich dann auch nach dem Prinzip vorgehen, dass ich jetzt z.B. einen Wallach nach dem anderen zu der Stue auf den Paddock lasse, über Nacht wieder rausnehme, und wenn alles gut klappt die Ranghöchste mit dazunehme?
Würde mich um einen guten Rat sehr freuen.
Liebe Grüße aus dem Teutoburger Wald ;)

 

Von Kati • 4. Oktober 2012

Hallo Babette,
großes Kompliment zu deiner Internetseite. Gefällt mir sehr gut und sie ist sehr informativ. Ich musste vor 6 Tagen mit meinem 19 jährigen Wallach umziehen. Er lebte 16 Jahre lang in ein und denselben Offenstall in einer 5er Herde mit Wallachen und Stuten gemischt. Er war der beste Kumpel vom Chef und somit das Beta-Tier in der Herde. Er musste sich also nie um Heu oder einen trockenen Platz wenn es regnet Sorgen machen.
Jetzt musste er leider in einen anderen Offenstall umziehen. In eine mit ihm 6-köpfige Herde (3 Wallache und 3 Stuten).
Die Stallchefin wollte ihn leider auch sofort dazu stellen. Sie würde das immer so machen. Zum Glück lief alles total gut ohne das mein Bub gejagt oder angegriffen wurde. Er war einfach total cool und gelassen. Er ist den anderen Pferden immer aus dem Weg gegangen. Die Stute vom Herdenchef ist ihm dann nicht mehr von der Seite gewichen, was der Chef natürlich gar nicht gut fand. Anfangs hat er noch versucht sie zurück zu erobern, was ihm leider nicht gelang, weil meiner den Chef weg gescheucht hat. Bis jetzt ist für meinen Wallach alles gut gegangen und ich hatte mich schon gefreut wie unkompliziert der Umzug verlaufen ist. Aber nach 2 Tagen hat sich die Stute wieder für den Herdenchef entschieden und jetzt wird mein Bub ziemlich übel von ihm angegriffen. Der Herdenchef gallopiert aus heiterem Himmel auf ihn zu, drängt ihn in die Ecke und beißt meinem Wallach in den Hintern. Und meiner wert sich überhaupt nicht. Jetzt darf er nicht in den Stall oder auf das Paddock. Er kommt auch somit nicht an die Tränke im Stall. Er steht auf der angrenzenden Koppel (natürlich auch im Regen, was er gar nicht mag) und darf nur dort an seinem Heuhaufen fressen. Er ist übersät von Biss-Spuren und Kratzern. Er wirkt auf mich sehr ängstlich und panisch. Außerdem zieht er seine Flanken ein und die Muskeln an seiner Hinterhand sind total verspannt. Ich kenne mein Pferd jetzt 11 Jahre lang und ich habe ihn noch nie in so einem jämmerlichen Zustand gesehn. Es tut mir in der Seele weh und ich weiß nicht wie lang ich mir das noch anschauen kann. Liebe Babette, hast du vielleicht eine Idee? Soll ich ihn nachts von den Anderen trennen? Kommt es dann nicht immer wieder zu einer neuen Zusammenführung wenn er morgens wieder dazu kommt? Leider kann man den Stall nicht teilen und es so machen, wie du in deinem Beitrag geschrieben hast. Da der Herdenchef ziemlich aggressiv gegen meinen Bub vor geht bin ich mir nicht sicher ob das noch werden wird. Oder muss mein Wallach da jetzt einfach durch? Wäre es nach einer Woche zu früh zum Aufgeben?
Ich würde mich über deinen Rat wirklich sehr freuen. Liebe Grüße aus Bayern! Kati

 

Von Manja • 6. November 2012

Hallo Babette,
Ich hätte da auch mal eine Frage zu dem Thema…bei uns gestaltet sich die Sache etwas anders.Wir haben zwei Großpferd Stuten(14 und 16 Jahre) Jetzt haben wir uns noch eine Pony Stute dazugekauft.Haben jetzt nach 5 Tagen mal die absolut rangniedrige Stute zu dem Pony auf die Weide gestellt.(konnten sich alle die ganzen Tage am Zaun beschnuppern)Und was passierte: das neue Pony hat unsere große Stute “vermöbelt”…!Meines erachtens fühlt sich das kleine Pony als Boss!Wie um Himmels willen soll ich denn da meine Stute dazulassen, die eigentlich der Boss ist? Denn die lässt sich das von dem Pony nicht gefallen!!! Habe angst das es in einer totalen “Klopperei” endet!!! Wie soll ich mich da verhalten??
LG aus Sachsen!
Manja
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Hallo Manja,
auf jeden Fall solltest Du die Zwei auf einer ausreichend großen Fläche zusammen lassen und dabei bleiben, so dass Du zur Not dazwischen gehen kannst. Klären werden sie es müssen … Auch hier könntest Du Dir für beide Pferde eine Bach-Blütenmischung besorgen, die das Zusammenführen erleichtern. Liebe Grüße, Babette

 

Von Heidi • 7. November 2012

Hallo Babette,
ich habe eine 17 jährige Ponystute mit schwerer Arthrose aus einem Schulbetrieb für einen schöneren Lebensabend freigekauft. Wegen einer Hufrehe war sie 8 Wochen aus ihrer Herde (alles Schulpferde) raus. Jetzt sollte sie wieder rein, was nicht funktioniert hat. Wurde vom Chefwallach und den anderen Stuten gejagt. Sie hat arge Probleme wegen der Arthrose ihnen aus dem Weg “zurennen”. Würde sie vielleicht gerne in die reine Stutenherde bringen, die alle Privatpferde sind. Mit einer Stute versteht sie sich schon gut, stehen nebeneinander auf getrennten Paddocks und beknabbern sich. Sie ist immer ein ganz rangniederes Tier, geht allem aus dem Weg. Was kann ich tun um es ihr zuerleichtern?
Liebe Grüße, Heidi
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Hallo Heidi,
wenn möglich würde ich Deine Stute versuchen mit möglichst vielen Pferden aus der Herde, in die Du sie integieren möchtest, zu zweit für ein paar Stunden zusammen zu stellen. Wenn sie die anderen Pferde schon etwas kennt hat sie es bestimmt leichter wenn sie in die Herde kommt. Gute Erfahrungen habe ich auch mit der Gabe ausgesuchter Bach-Blüten gemacht.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Steffi • 1. Januar 2013

Hallo Babette!
Ein wirklich interessanter Beitrag.
Ich habe mit meinem 19 Jährigen WB Wallch letzte Woche den Stall (Pensionsstall) gewechselt. Vorher stand er mit einer Stute zusammen und laut Vorbesitzer war er sein Leben lang immer nur in Stutenherden integriert (Außer einmal 2 Jahre mit einem Wallach, den er von Fohlen an kannte). Er ist sehr dominant, “erschleicht” sich aber seine Chefposition erfahrungsgemäß erst nach geraumer Zeit. Eigentlich kann ich ihn mit jedem Pferd zusammen stellen, insofern es denn verträglich ist.
Jetzt bin ich an einem Stall, wo Wallache und Stuten getrennt sind und jeweils in 4er Gruppen zusammen stehen. Mit wurde vom SB eine Gruppe vorgeschlagen, in der alle Pferde wohl sehr friedfertig und lieb sind, unter anderem ist eins davon das Pferd einer Freundin. Wir haben mein Pferd dann vor 2 Tagen mit ihrem Pferd (rangniedrigster) zusamme gestellt. Die beiden haben 3 Stunden lang Beissspielchen veranstaltet, schienen sich zu mögen. Gestern standen sie auch zusammen drauf und alles war in Ordnung. Heute habe ich mein Pferd mit dem Ranghöheren Friesen auf den Paddock gestellt und anfangs schien alles in Ordnung. Sie haben geschnuppert und sich sonst nicht sonderlich für einander interessiert. Und wie aus dem nichts ging dann der Friese auf mein Pferd los: Rückwärtsgang mit Vollkaracho und dann ging die Treterei los. Da mir das zu heikel wurde (Pferde haben Eisen), habe ich sie dann sofort getrennt. Da die Paddocks nicht sonderlich groß sind, haben die Pferde auch keine wirkliche Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. Ich habe jetzt überlegt, mein Pferd den WInter über notgedrungen separat zu stellen und es dann im Sommer auf den großen Koppeln erneut zu versuchen. Würdest du meinen, dass ich es mit diesem Pferd noch einmal versuchen kann oder ist das hier zwecklos? Anzumerken ist, dass das wirklich böse Tritte waren, die Gott sei dank nichts verletzt haben.
Viele Grüße
____________________________________________
Liebe Steffi,
unter den Umständen, dass es zu wenig Platz gibt und die Pferd beschlagen sind wäre mir das Risko zu groß. Deswegen würde ich es wohl zur Zeit nicht noch einmal versuchen und lieber bis zum Sommer warten …
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Nicole • 24. Februar 2013

Hallo Babette,
ich bin durch langes suchen im internet bei deinem Bericht hängen geblieben!
Ich habe momentan auch ein größeres Problem und so viele verschiedene Meinungen, dass ich langsam nicht mehr weiß, was ich gut finden soll….
Ich habe ein 9 MOnate altes Fohlen, das von einem Pony sehr “vermöbelt” worden ist und seit dem angst vor anderen hat! Nun soll es mit einem anderen Ponywallach (4 jährig) zusammen kommen. Wir haben die 2 momentan schon gute zwei wochen lang nebeneinander auf geteilten großen Paddocks stehen und bis jetzt einmal zusammen gelassen, das dann so aussah: Das Fohlen haut sofort ab, wenn der kleine sich nähert..nach und nach wird dies mehr ein jagen als irgendwas anderes. Durch den Zaun laufen sie oft gemeinsam hin und her und schlecken auch nebeneneinander im Dreck. Hin und wieder zickt das Ponx zum Fohlen… ich weiß nicht was ich da tun soll?! Könnte es mit den zwein noch klappen oder hab ich da keine chance sie zusammen zu bekommen?!
Ich würde mich sehr freuen wenn du einen Rat für mich hättest….
Liebe Grüße, Nicole

 

Von Stefanie • 12. April 2013

Hallo Babette,
ich habe gerade ganz interessiert deinen Bericht gelesen. Mein Pony ist heute auch in einen anderen Stall umgezogen.
Ich habe leider in der Vergangenheit auch sehr schlechte Erfahrungen mit “einfach mal dazu stellen” gemacht. Bei uns ging es sogar soweit, dass das damalige neue Pferd meinem Pony die Linse zertrümmert hat hat und mein kleiner seither auf diesem Auge blind ist :(
Heute im neuen Stall, wurde es wieder so gehandhabt – “einfach dazustellen” – es lief zum Glück alles gut und mein Kleiner durfte auch gleich mit an die Heuraufe, das Wasser und mit in den Offenstall. Ich hoffe es geht weiterhin alles gut aber sollte ich nochmal umziehen müssen, werde ich auf jeden Fall deine Variante der Zusammengewöhnung vorstellen, denn diese ist ganz klar die wesentlich sinnvollere und bestimmt auch stressfreiere für die Pferdis. Im Nachhinein finde ich es schade, dass ich deinen Bericht nicht schon früher gelesen habe, denn so hätte ich deine Art der Zusammengwöhnung der neuen Stallbesitzerin auf jeden Fall vorgeschlagen.
LG
Steffi

 

Von Kaja • 22. April 2013

Guten Tag Frau Teschen,

etwas verzweifelt lese ich derzeit viele “Anleitungen” über das Integrieren in den Herdenverband.
Durch eine schwere Verletzung des Fesselträgerursprungs hinten links, ein Anriss des Kreuzbandes und einer Hufrollendiagnose habe ich meine Stute im Dezember letzen Jahres mit leider 13 Jahren in den Vorruhestand geschickt. Die Klinik sagte das sie mindestens 6-9 Monate Schritt gehen muss.
Nach Absprache mit der Tierärztin darf ich sie allerdings auf die Weide lassen (leider hat sich durch das Wetter bisher noch keine Gelegenheit ergeben).
Ausserdem hat meine Stute auch eine Lungenproblematik, daher wäre der permanente Weidegang das allerbeste für sie.
Nun stehe ich vor dem Problem eine sozial relativ unverträgliche Sportstute (S Springen), die stundenweise Weidegang mit einem Partner (der nicht mehr im Stall ist) gewöhnt ist, aber nie mit mehr als einem Pferd zusammen stand in eine Herde von 8 Stuten (inkl. 1-2 Fohlen)einzugliedern.
Seit Jahren habe ich das Problem das meine Stute trotz ihrer 24qm grossen Box, dem Horseball, 2 Fenstern und einen ganz lieben Nachbarn wie eine Verrückte immer und bei jeder Gelegenheit gegen die Wand tritt.
Auch in einer Hengstbox oder mit einem anderen Nachbarn, ja sogar ganz ohne Nachbar hat sie nie damit aufgehört. Bei jeder Möglichkeit wird gequietscht und eine Ziege imitiert :)
Jetzt würde ich sie gerne zu uns nachhause bringen, riesige Wiesen stehen zur Genüge zur Verfügung.
Dazu kommt das unsere Zucht (nur Stuten) im Sommer auch Nachts draussen stehen, ich habe Angst, das meine Stute das nicht “verkraftet” weil sie nie Nachts draussen war und wenn ich sie als einzige Nachts in die Box stelle sie sich nicht in die Herde einbringen kann weil sie bei den anderen als “Extrawurst” gilt?!
Eine Stute aus der Herde war bis letzten Sommer ihr Weidekumpane, vielleicht würde ich diese beiden dann zusammen ersteinmal direkt neben die Herde stellen.
Es gäbe sehr viele Vorteile wenn ich sie zuhause bei mir hätte und ich denke sofern die Integration gut verlaufen würde, es ihr auch gut gehen würde bzw. es das Beste für ihre Gesundheit wäre.
Ihre Methode hört sich stressfrei und pferdegerecht an und ich wünsche das wir das so umsetzen können und alles gut geht!
Ich Danke Ihnen jedenfalls das Sie sich die Mühe gemacht haben dieses Thema mal für alle Pferdefreunde so schön aufgeschrieben haben die sich mit dem Promblem auseinandersetzen müssen/wollen.
Viele Grüsse
Kaja

 

Von Birthe • 3. Januar 2014

Hallo Babette, bin gerade auf deine seite gestoßen habe da auch in kleines Problem:Mein Pferd ist vor 2 Monaten gestorben nun haben wir noch eine kleine Shettystute 1,10cm allein zu Hause, mir tat sie leid so allein sie hat mein großen sehr vermisst.Alles ging sehr schnell den meine Tochter wollte schon ein neues Pony haben und schon nach drei Wochen hatte sie das richtige gefunden. Eine Fuchsstute 1,42cm . Wir holten sie dann auch da es genau diese sein sollte.Nun haben ich das Problem das Die kleine Lissy die neue Pemmy so irgendwie gar nicht mag. Lissy schlägt oft auf der Koppel nach Pemmy aus und wir können Pemmy an der Flanke nicht mehr putzen da ich befürchte klein Lissy muß sie ordentlich getreten haben nun hat meine Tochter Angst ihr neues Pony Pemmy zu Putzten sie hat es aber nur auf der rechten seite, bei der linken seite ist alles o.k.hufe an der schlimmen seite gibt sie aber man kann bloß nicht striegeln. Vorher hat Pemmy nicht ausgetreten beim putzten. Ich hoffe sehr auf eine Antwort
Viele Grüsse Birthe

 

 

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