So erklären Sie Ihrem Pferd das Gebiss

Wie in meinem letzten Blogbeitrag ausgeführt, bin ich der Meinung, dass wir unseren Pferden das Gebiss erklären müssen, wenn wir wollen, dass es dieses Kommunikationsmittel akzeptiert und dass es das Gebiss vertrauensvoll annehmen kann. Hier zeige ich Ihnen, wie ich dabei vorgehe.

Wenn ich ein bereits mit Gebiss gearbeitetes Pferd in die Ausbildung bekomme, prüfe ich am Boden, wie das Pferd psychisch dem Gebiss gegenüber eingestellt ist und ob das Pferd an der Hand auf Signale am Zügel wunschgemäß reagiert. Die traurige Realität ist, dass der weitaus größere Teil der Pferde, die zu mir kommen, große Sorgen mit dem Gebiss haben und falsche Reaktionsmuster in sich tragen.
Und so gehe ich vor

Ich zäume das Pferd auf und beobachte es dabei genau:

  • Nimmt das Pferd das Gebiss freiwillig und entspannt ins Maul?
  • Verändert sich das Auge des Pferdes wenn es ein Gebiss im Maul hat?
  • Kaut das Pferd auf dem Gebiss und wenn ja, ist es ein entspanntes kauen oder eher ein Stresskauen?

Dann beginne ich, mit dem Gebiss behutsam Signale zu geben und schaue, wie das Pferd auf diese Signale reagiert:

Ich hebe das Gebiss im Maul des Pferdes an und gucke, ob das Pferd daraufhin mit Mobilisierung seines Kiefergelenkes reagiert, ob es also beginnt, entspannt zu kauen.

gebiss1.jpg

Ich spiele einseitig am Gebiss an um zu prüfen, ob mein Pferd daraufhin korrekte Stellung annimmt.

gebiss2.jpg

Ich verlängere den Zügel und gucke, ob das Pferd daraufhin vorwärts- abwärts den Hals fallen lässt.

gebiss3.jpg

Wenn mein Pferd im Stehen richtig reagiert, überprüfe ich, ob ich auch in der Bewegung richtige Reaktionen auf meine Hilfen erhalte.

gebiss4.jpg

Wenn ein Pferd schon am Boden Probleme mit dem Gebiss zeigt, wird es mit Sicherheit diese Probleme auch haben, wenn ich es reiten will. Und so besteht meine Aufgabe zunächst darin, dem Pferd erst auf eine angenehme Art und Weise zu vermitteln, was ich ihm mit meinen Hilfen sagen möchte.

Hier arbeite ich wieder mit dem Clickertraining. Ich stelle mich also vor bzw. neben mein Pferd und gebe ganz sanft die Hilfe. Nun heißt es mal wieder, Geduld zu haben. Erlauben Sie Ihrem Pferd falsche Lösungsansätze auszuprobieren, ohne dass Sie mit Ihrer Hilfe so stark werden, dass es für Ihr Pferd schmerzhaft wird. Sobald aber der richtige Ansatz zu erkennen ist, erfolgt das Lobwort bzw. der Druck auf den Knackfrosch und das Futterlob.

Lassen Sie Ihr Pferd verstehen!

Für diesen Lernabschnitt arbeite ich gerne mit einem dünnen Kappzaum unter der Trense und mit vier Zügeln. Oder ich greife zur Unterstützung in den Nasenriemen der Trense. So kann ich meinem Pferd immer wieder eine „Erklärungsbrücke“ bauen.

gebiss5.jpg

Wichtig: Wenn für Sie und Ihr Pferd dann später der Umstieg auf die Kandare ansteht, denken Sie bitte daran, auch dieses Gebiss Ihrem Pferd zu erklären.

13. Januar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Ausrüstung 18 Kommentare »

 

18 Reaktionen zu “So erklären Sie Ihrem Pferd das Gebiss”

 

Von Ramona • 13. Januar 2009

Hallo Babette,

ich stelle gerade mit Freude fest, dass ich meinem Pferd tatsächlich schon das Gebiss erklärt habe, auch wenn mir das bisher gar nicht so bewusst war. Ganz ähnlich wird dies nämlich in “Bea Borelles Pferdetraining” beschrieben. Und diese Übungen haben wir schon vor Jahren gemacht, gleich nachdem mein Stütchen seine erste Eingewöhnungszeit bei mir hinter sich hatte. Wenigstens in der Hinsicht mal nichts versäumt. :-)

Eine Frage habe ich aber noch zur Dehnung. Erarbeitest du die auch über die seitliche Halsbiegung aus der heraus das Pferd dann die Möglichkeit bekommt, den Hals fallen zu lassen? Falls ja, ist das für Leser, die die Übungen noch nicht kennen, aus deiner Beschreibung evtl. nicht ganz nachvollziehbar. Oder hast du einen anderen Weg dafür gefunden?

Gruß
Ramona
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Hallo Ramona,
danke für Deinen Kommentar!
Ja, ich gehe auch den Weg über die seitliche Halsbiegung und ich arbeite gerade an einem Blog zu diesem Thema. Ich hoffe, dass sich das Bild dann vervollständigt,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Sarah • 13. Januar 2009

Hallo Babette,

leider kann ich nur bestätigen, das man viel falsch machen kann, wenn man den Pferden einfach ein Gebiß einschnallt, und denkt, solange er sich nicht heftigst dagegen wehrt, wird schon alles gut sein. Nandi hat zwar nie mit dem Kopf geschlagen o.ä., aber gekaut, und losgelassen und nachgegeben hat er auch nie. Du warst die erste, die mir richtige Übungen gezeigt hat; aber trotz dieser Übungen ist er nie ein großer Freund der Gebisse geworden. Da ich über PNH sowieso viel mit Knotenhalfter gemacht habe, haben wir dann das Nachgeben aufs Knotenhalfter trainiert und er wurde damit geritten. Das ging gut. Erst beim Einfahren hat er wieder ein Gebiß bekommen, nach zwei Jahren Pause. Da waren wir von Anfang an sehr vorsichtig. Und siehe da: er kaut, ist zufrieden, gibt nach, läßt sich stellen und biegen. Der Fahrlehrer meinte hochzufrieden: “Daran erkennt man ein gut gerittenes Pferd!” (Ich hab ihm mal verschwiegen, dass Nandi nie gut geritten wurde und eh seit fast einem Jahr gar nicht mehr geritten wird ;-) ). Aber diese Zeit brauchte Nandi, um anscheinend das Gebiss völlig neu kennenzulernen. Soviel kann man falsch machen – ohne wirklich ruppig zu sein.

LG,
Sarah
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Hallo Sarah,
wie wahr…………..
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Julia • 14. Januar 2009

Hallo Babette,

danke für deinen Beitrag! Das ist ein sehr interessantes Thema. Als Erstpferdebesitzerin plagen mich natürlich viele Zweifel, ob ich auch alles richtig mache. Meine Stute ist seit drei Monaten bei mir und wir lernen uns gerade behutsam kennen und vertrauen. Beim Gebiss bin ich mir nicht ganz sicher. Sie nimmt das Gebiss gerne und bereitwillig ins Maul und fängt an daran zu kauen. Das klingt recht laut und für mich eher wie Stresskauen. Aber würde sie es dann gerne in den Mund nehmen? Wenn man beim Kauen die Zähne hört, ist dann etwas mit dem Gebiss nicht in Ordnung?
Viele verunsicherte Grüße
Julia
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Hallo Julia,
ich fürchte, die Unsicherheit kann ich Dir leider nicht nehmen…
Das man beim Kauen die Zähne hört, KANN sicherlich auf Stress deuten oder auch darauf, dass etwas mit dem Gebiss nicht i.O. ist, muss aber nicht…
Was sagt Dir Dein Gefühl?
Beobachte Dein Pferd.
Wirkt sie zufrieden?
Nimmt sie die Hilfen gut an?
Es ist aber auch zu schade, dass unsere Lieben es uns nicht verständlicher sagen können…

Liebe Grüße,
Babette

 

Von Henriette • 14. Januar 2009

Hallochen,
bin auch als Erstpferdebesitzerin gerade seit 6 Monaten dabei, meinem Pferd (3,5J.) die Ausrüstung und ihren Sinn beim Longieren, der Bodenarbeit und teilweise für kurze Zeit unter dem Sattel zu erklären. Ich arbeite auch mit Kappzaum und Wassertrense. Er versteht auch schon das Absenken des Kopfes und die seitlichen Biegungen im Stand, aber in der Schrittbewegung hatte er zunächst mal überhaupt mit Gebissführung am Boden vorwärtszugehen und dann klappr das Untertreten der Hinterhand auch nur auf der linken Hand, auf der anderen Seite versucht er den Rückwärtsgang. Ist das noch fehlende Balance, falsche Körpersprache meinerseits oder soll ich mal eine osteopathin einen Blick drauf werfen lassen?
Gx Henriette
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Liebe Henriette,
aus der Ferne eine Diagnose abzugeben ist mir leider nicht möglich.
Oft reagieren die Pferde auf ihrer “schlechten” Seite (hier heissen die Themen dann tatsächlich Händigkeit, natürliche Schiefe, Balance) so, wie Du es beschreibst und in der Regel bekommt man das mit etwas Übung korrigiert. Aber ausschliessen das Dein Pferd ein schwerwiegenderes Problem hat, kann ich natürlich nicht…
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Jochen • 18. Januar 2009

Guten Abend.

Ich habe mal wieder hereingeschaut und wünsche alles Gute für 2009.
Und vielleicht hätte ich ein paar Ideen für Julia.

Zunächst würde ich zwei mechanische Punkte überprüfen:

1. Paßt das Gebiß? Und zwar:

a) Ist es nicht zu klein, so daß es dem Pferd die Backen zwischen die Zähne drückt?
(Ein zu großes Gebiß schlackert, was aber weniger schlimm ist; und wenn es keine Knebeltrense ist, kann man evtl. Gummiringe anbringen.)

b) Ist das Eisen nicht zu dick, paßt es also bequem in die Zahnlücke? Sonst kriegt das Pferd den Mund nicht zu, schämt sich deswegen und klappert am Ende aus lauter Verlegenheit seine Zähne kaputt.

2. Ist das Gebiß in der richtigen Höhe verschnallt? Liegt also das Eisen mittig in der Zahnlücke? Wenn es nämlich oben oder unten an die Zähne stößt, dann könnte das Pferd ebenfalls damit klappern.

Wären diese beiden Punkte geklärt und evtl. nachgebessert, so würde ich dem Pferd ein Halfter anlegen (vorzugsweise ein Kordelhalfter, die brauchen weniger Platz) und dann das Gebiß. Und dann würde ich das Pferd erst mal ausgiebig spazierenführen (Strick natürlich am Halfter, dafür hätte ich es ihm ja angelegt). Und beim Grasen würde ich dann versuchen, irgendwelche Veränderungen im Kauverhalten, im Gesichtsausdruck, im Allgemeinbefinden usw. festzustellen. Nach einigen -zig Metern würde ich dann das Gebiß abnehmen, noch einige -zig Meter weitergehen, das Pferd wieder grasen lassen, und erneut nach Veränderungen suchen. Einige -zig Meter weiter käme dann das Gebiß wieder drauf, und noch einige -zig Meter weiter würde wieder gegrast. Und so weiter, bis ich keine großartigen Unterschiede mehr sähe, also alles zur Gewohnheit zu werden schiene, oder aber bis mir klar wäre, daß das Pferd mit dem Gebiß definitiv nicht zurechtkommt. In welchem Fall der Rest des Spaziergangs dann eben ohne Gebiß stattfände. Sonst natürlich mit, denn (weitgehend) problemloses Grasen mit Gebiß beweist dem Pferd, daß die Welt auch “mit” in Ordnung sein kann.

Dieses Wechselspiel wird natürlich wesentlich erleichtert, wenn das Gebiß nicht in Zaumzeug hängt, das mit Stirnriemen, Kehlriemen, Nasenriemen und ähnlichem Krimskrams bestückt ist, den man so dringend braucht wie ‘nen Tritt vom Esel (Fahrzaum bis auf Stirndekoration ausdrücklich ausgenommen), sondern wenn es auf der rechten Seite an einer Strippe hängt, deren linkes Ende paßgenau an einen Karabinerhaken geknotet ist, den man zum Anlegen und Abnehmen jeweils am Gebiß ein- und wieder ausklinkt, statt das Ganze dem Pferd jedesmal über die Ohren zu ziehen. Nur sollte man so liebenswürdig sein, unter dieser Strippe ein Stück Leder aus der Archiv-Plastiktüte für besagten Krimskrams anzubringen, damit sie nicht unnötig scharf oben auf den Kopf drückt (wofür man aber auch ein enggefaltetes Taschentuch o. ä. nehmen kann, vielleicht mit drumherumgewürgten Gummibändern befestigt)…

Mag ja sein, daß es Julia weiterhilft.

Viele Grüße jedenfalls aus der winterlichen Provence von mir und mein’n klein’n Schneepferdchen,
Jochen
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Lieber Jochen,

vielen Dank :-) !

Liebe Grüße,
Babette

 

Von Doris • 29. Januar 2009

Hallo
haben Sie auch Erfahrung mit Ledergebiss? Was halten Sie davon? Würde mcih mal interessieren….
Grüßle Doris
_____________________________________________________________
Hallo Doris,

ich nicht, aber Tania und sie hat zu diesem Gebiss auch schon einen Blogbeitrag fertig geschrieben. Noch ein bisschen Geduld, dann erscheint er :-) ,

liebe Grüße,
Babette

 

Von Anna • 30. Januar 2009

Hallo!

Kann es sein, dass man einem Pferd auch den Kappzaum erklären muss?

Gruss
Anna
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Hallo Anna,
definitiv JA!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Angela • 31. Januar 2009

Hallo,
ich habe hier in Spanien mit den Pferden die mir zum “bearbeiten” anvertraut werden IMMER das Problem, dass sie das Gebiss als FEIND kennengelernt haben. Meist wird hier dem rohen Pferd schon eine blanke Kandare ins Maul gedonnert, mindestens ein Pelham.

Diese Pferde sind oft selbst mit viel “Gebiss erklären” kaum noch dazuzubringen mit dem Gebiss zu kooperieren, bzw. können sie fast nicht mehr erkennen, dass das Gebiss nur ein Signal geben möchte. Sie haben bisher gelernt, das Gebiss zu ertragen. Sobald das Gebiss also “sich bewegt”, muss man einfach “die Zähne zusammenbeissen” und “es aushalten”.

Das bringt mich schon oftmals hart ans Verzweifeln. Auch kann man den Besitzern kaum verklickern, dass das Pferd nicht nur bei 0 anfangen müsste, sondern bei -10. Die Leute haben grösstenteils ÜBERHAUPT keine Vorstellung davon WAS ein Pferd eigentlich alles lernen muss um EINIGERMASSEN ordentlich geritten werden zu können. Sie glauben TATSÄCHLICH, dass ein Pferd von Natur aus weiss, was ein Mundstück will und ein klopfender Schenkel. Ne, wirklich, es stimmt wirklich, die glauben das WIRKLICH. Da versteh ich manchmal die Welt nicht mehr. Dabei wollen die doch reiten, weil sie ja so tierlieb sind…..

Tschuldigung, war das jetzt Themaverfehlung???
Aber es musste mal raus….

Saludos, Angela
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Hallo Angela,
ich kann Deinen Frust so gut verstehen! Es ist wirklich schlimm und die Tiere tun mir einfach unendlich leid :-( !
Traurige Grüße,
Babette

 

Von Misterbanj • 1. Februar 2009

Hallo Angela, ich lebe in Sydney und die
Australia sind da genauso schlimm. Hier gibt Gebisse die aussehen wie die im roemischen Museum. Gedrehte Drahtdraehte werden den Junpferden ins Gebiss gepackt- dann vor der Show das Snaffle. Ich habe eine PRE hier gekauft die leider schon eingeritten war und arbeite seit 2 Jahren daran, dass sie das Gebiss entspannt annimmt- und wieder loslaesst. – Tschuldigung, musste ich auch mal loswerden…….
Stelle mich spaeter ordentlich vor
Silvia
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Hallo Silvia,
wenn ich solche Gruselgeschichten höre/lese, wird mir ganz anders! :-(
auch an Dich traurige Grüße,
Babette

 

Von Peggy • 9. März 2009

Hallo,

ich finde es sehr schön, was ihr euch hier für Mühe gebt. Gerade die Gebisse werden ja meist nur reingeschoben und dann soll das Pferd plötzlich einfach so verstehen was man von ihm will. Es ist das 1.Mal dass ich was darüber lese.
Mit Hilfe deines Blogs bringe ich meinem Jüngsten auch gerade zur Zeit die Funktionen des Gebisses bei.
Stellung links und recht klappt schon gutim stehen, nur seinen Kopf absenken mag er noch nicht so, aber ich denke, das wird bald.

Grüße
Peggy
_________________________________________________
Liebe Peggy,
und ich finde es schön, dass wir uns diese Mühe nicht umsonst machen, sondern das Ihr davon profitiert :-D !
Ich freue mich sehr und viel Freude bei der Ausbildung Deines Pferdes,
liebe Grüße,
Babette

 

Von corinna • 12. Februar 2010

Hallo!
Ich bin neu hier und wollte eigentlich nur den Longekurs kaufen und bin hier erst mal hängen geblieben.
Das Thema Gebiss ist ein Mega Thema bei uns:-(
Unsere Stute 8 Jahre Hessen Welsh Cub D Mix,viel Temprament und ist sehr neugierig. Sie ist Bodenmäßig sehr gut ausgebildet. Nach dem ich für Sie Berit-Ausbilder Nr. 1 Typ.engl. alles rein, verschnallen und longieren ohne Vorbereitung.Die habe ich nach dem 3. Date abgeschossen.
Nr. 2 Western, zuerst Bodenarbeit dann Ausrüstungs Check und eines der teuersten Gebisse von Myler gekauft und rein damit. Nach ca. 6 R-Stunden Zeitmangel und musste aufhören.
Jetzt Nr. 3 wieder Typ. englisch wieder anderes Gebiss rein und nochmal ein anderes, dann nochmal ein Appel Gebiss oder wie das heißt. Dann habe ich mir ein Hackemor (kurze Anzüge oben und unten Leder, keine Kette) gekauft. und Sie im wechsel mit dem oder mit Knotenhalfter geritten.
Sie mag keines der Gebisse egal welches. Sie will es nicht nehmen, sie versucht immer die Zunge darüber zu strecken und ist nur am gegenarbeiten.
Was kann ich tun?

lg co
Sorry wegen den Rechtschreibfehlern!!!
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Liebe Corianna,
als ersten wäre es wichtig zu wissen, ob mit den Zähnen alles i.O. ist.
Als zweites müsste man abklären, ob die Reiterhand weich genug für das Pferd ist.
Das Gebiss kann so toll sein wie es will, in der Regel ist nicht das Gebiss das Problem, sondern die Reiterhand…
Dann würde ich Dir raten, Deinem Pferd das Gebiss neu zu erklären. Dazu habe ich hier und hier was geschrieben,
alles Gute,
Babette

 

Von Gabriele Klein • 14. Februar 2010

Hallo Babett,
was hällst du von einem Merothischen Ledergebiss?
Gruß
Gabriele
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Hallo Gabriele,
ich selber habe keine Erfahrung mit dem Gebiss, aber guck´ mal hier hat Tania was geschrieben,
liebe Grüße,
Babette

 

Von corinna • 15. Februar 2010

Hallo Babett,

Zuerst zu deinen Fragen, ja Zahnärztlich immer unter Kontrolle und einem Gebiss steht nichts Zahnärztlich im weg. Beritt denke ich schon das Ihre Hand weich ist, meine hm.. kann ich nicht sagen.
Sie ist halt meist am Kopfschnicken und Züngeln… Manchmal, ne Halbe Bahn oder mehr auch mal Top.
Ich werde es versuchen ihr das Gebiss zu erklären. Dazu folgende Frage:
Verschnall ich das Englische Reithalfter wie vorgesehen?
Alles zu?

Danke schon mal:-)
________________________________________________
Den Sperriemen nehme ich ganz raus. Den Nasenriemen nutze ich nur dazu, meine Hände an ihm zu fixieren, aber ich verschnalle ihn ganz locker. Mein Pferd soll den Kiefer bewegen können und soll auf keinen Fall den Riemen als unangenehm empfinden.
Viel Erfolg!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Charlotte • 4. Mai 2010

Hallo Babette!
Bei mir in der Reitschule gibt es einen kleinen Isländerwallach. Ich bin ihn gestern geritten und musste ständig an diesen Artikel denken, da Sholmur mir in jeder Sekunde zeigte, dass er wohl nie das Gebiss richtig erklärt bekommen hat. Er gind durchgehend mithochgestecktem Kopf und durchgedrücktem Rücken, schlug bei Paraden mit dem Kopf und reagierte kein bisschen auf feine,kleine Hilfen, sodass ich ständig mit viel Druck reiten musste, was mir wahnsinnig leid getan hat. Er entspannte sich kein einziges Mal, von nachgeben im Genick ganz zu schweigen. Er signalisierte ständig: “Lass mich in Ruhe, ich weiß das du mir noch wehtun wirst!” Ich finde das sehr schade und traurig, der arme Kerl musste bestimmt schon viele Schüler erstagen, die in seinem Maul herumrissen…
Meist du, es würde etwas bringen, ihm jetzt erst das Gebiss zu erklären? Würde er es nach einem Mal schon verstehen?
LG, Charlotte
_____________________________________________
Liebe Charlotte,
wahrscheinlich nicht…
Aber wenn Du es öfter machst und Dir viel Mühe gibst ihn immer mit weicher Hand zu reiten, wird er Dir vielleicht bald etwas Weichheit im Maul schenken. Probier es!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Charlotte • 4. Mai 2010

Hallo! Ich habe eben deinen vorherigen Blogeintrag gelesen, wo du sozusagen die “Philosophie” des Gebisserklärens vorstellst. Damit ich das jetzt richtig verstehe: Wenn das Pferd etwas falsch macht, erhöht man nicht den Druck, sondern startet einfach einen neuen Anlauf, mit den gleichen “Mitteln”? Bis das Pferd auf dem richtigen Weg ist? Denn ganz junge Pferde werden ja wahrscheinlcih nicht auf Anhieb den richtigen Ansatz finden, oder?
Du schreibst oft das du “guckst” ob das Pferd richtig reagiert. Was machst du denn, wenn es nicht richtig reagiert? Einfach nochmal?
LG, Charlotte
_________________________________________________
Entweder ich wiederhole, oder ich versuche über einen Umweg zum Ziel zu kommen. Gibt das Pferd z.B. nicht im Kiefergelenk nach wenn ich das Gebiss nach oben anhebe, nehme ich noch einen Finger zu Hilfe, mit dem ich dem Pferd die Zunge kitzel. Daraufhin kaut das Pferd und ich kann es dafür loben. So versteht mein Pferd schnell, was ich von ihm möchte.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Christine / Nubidomi • 4. Juni 2010

Hallo

Schön, dass es mal jemand anspricht.

Kenne das leider auch. Habe X Pferde aus schlechter Haltung oder ehemalige Sportpferde übernommen (also nichts gegen Sportreiter, aber beim Springen scheints nicht so wichtig zu sein, wie fein das Maul der Pferdes reagiert…).

Bei praktisch all diesen Pferden musste ich zuerst erklären, dass das Gebiss dazu da ist, die Zeichen anzunehmen und nicht, um zu zerren oder zu bremsem. Das genialste Beispiel ist mein Holsteinerwallach der nach Reitschule und sonstiger schlechter Behandlung begann auf Stimme und hilfen so fein zu reagieren, dass man inzwischen die Zügel nicht mehr anzufassen braucht. Dauerte aber 2 Jahre…

Nun noch ne sinnvolle frage :-) . Gibt es einen Blog, wie man die Trense einem jungpferd eifach einführt? Ich hab es einmal versucht und bin gar nicht sicher, wie ich das richtig anstellen soll?

Dankeschön und Grüessli Christine

PS: meine Güte. Bin knapp ne Woche hier und hab schon sooo viel gelernt. Danke für Eure Bemühungen, diese Seite zu betreiben.
_______________________________________________________ :-)
Wie ich sehe, hast Du den Artikel hier schon gefunden ;-) ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Darline • 27. Juli 2012

Hallo!
Ich habe mir vor einer Woche einen 7 jährigen Friesenwallach gekauft. Da er mein erstes Pferd ist, mache ich mir bei jeder Kleinigkeit sofort Gedanken. Ich habe ihn getrenst. An der Trense war ein Gebiss, welches laut der Vorbesitzerin passt. Jedoch war ich mir schon fast zu hundert Prozent sicher, dass es zu klein war, da die Ringe schon in den Mundwinkeln hingen. Dabei handelt es sich um ein einfach gebrochenenes Gebiss. Er kaute wie wild darauf herum und sah auch nicht besonders zufrieden aus. Er reagierte zwar auf die Hilfen, aber ihm soll es ja auch gut gehen. Jemand aus dem Stall sagte mir, dass das Gebiss dicker sein müsste, damit er nicht mehr so kaut, weil es wohl schärfer wirkt, wenn es ein paar mm zu dünn ist. Jetzt habe ich ihm ein doppeltgebrochenes gekauft, was 2vm länger ist (15,5cm) und etwas dicker ist. Ich hoffe, dass es die richtige Entscheidung war. Könntest du mir sagen, ob ich jetzt die richtige Entscheidung getroffen habe?
LG, Darline

 

Von Andrea • 5. Februar 2013

Hallo,
Meine Stute habe ich jetzt seit 4 Monaten, sie stand lange wohl auf einer Weide mit ihrer 6 Jahre alten Tochter. Sie kam zu mir mit einem Dichten Heu und Wasserbauch. Seit dem Anfang will sie das Gebiss nicht annehmen und macht die Zähne schon erst gar nicht auf. Sie steckt ihren Kopf nach oben und in alle Richtengen, so das man ja nicht Hin kommt. Wenn si aber das Bemiss im Mund hat, kaut sie Genüsslich rum, ganz friedfertig und kaut schön ab, ist entspannt und kann die Arbeit nicht abwarten. Meine Reitbeteiligung stehen vor einem Rätsel, da wir schon etliches aufprobiert haben und und keinerlei reim daraus machen können auf ihr Verhalten!
LG Andrea

 

 

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